Weniger ist Mehrwert.

Blog | Einfach produktiv & glücklich im Büro 4.1

Microsoft To-Do

8. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Tooltime: Microsoft To-Do7 Minuten Lesezeit

Mit dem Update des Android-Systems auf dem Smartphone wurde der Microsoft Launcher ausgeliefert. Zu den Applikationen gehört Microsoft To-Do. Diese App funktioniert auf dem Smartphone, dem Tablet und via Web. Was bringt sie?

Microsoft: Deine Aufgabentools …

Auf den ersten Blick bin ich verwirrt. Microsoft bietet mir mit Office 365 die Outlook-Anwendung  bzw. (nach Microsoft-Sprech) »Outlook Ansicht Aufgaben« an, freilich mit steter Synchronisationsproblematik via Cloud; denn auch wenn die PST-Datei auf »Microsoft OneDrive« liegt und »Microsoft Outlook Aufgaben« im Android installiert ist, klappt es nicht, nein: auch nicht nach der Outlook-Anmeldung. Dies könnte ich ja mit »OneNote« aus dem selben Hause ausgleichen. 😉

Warum also eine weitere App?

– Weil der Dino unter den Planungs- und damit Selbstmanagementwerkzeugen – Outlook – einfach nicht wirklich cloudfähig ist, es sei denn man geht den Weg über das Microsoft Live-Konto (und damit einem völlig anderen Produkt) oder einen »Microsoft Exchange Server« (und dann kann man auch gleich auf echte Cloud-Werkzeuge zurückgreifen wie »Gmail« und »Google-Kalender« und spart sich gänzlich den Dino). Dies ist zumindest meine Erfahrung. Und ich war schon 1998 sehr weit, als per Synchro-Button der »Palm« mit »Outlook« die Daten austauschte (dieser soll übrigens 2018 ein Comeback feiern). Heute? Keine Frage: »Outlook« mit all seinen Komponenten (E-Mail, Kalender, Aufgaben, Notizen) lässt sich auch trotz Microsoft Cloud nicht wirklich auf dem Smartphone nutzen. BTW: wer  Tipps hat, wie es funktioniert ohne den Umweg über »Gmail« oder »Microsoft Live« zu gehen ⇒ gerne 🙂

Okay, genug gemoppert. Also testen wir mal die App.

Was kann Microsoft To-Do?

Zahnräder bei Microsoft To-DoIm Web werde ich nach dem Anmelden bei Microsoft To-Do zunächst mit Zahnrädern in der Form eines »Done«-Hakens begrüßt. Diese ersetzen hier den allseits bekannten Microsoftkreisel. Dann öffnet sich die schlichte Oberfläche, übrigens genauso schlicht und übersichtlich auf dem Smartphone. Sie enthält »mein Tag«,»To-Do« und »+ Neue Liste«. Und dies sind die Funktionen:

  • »mein Tag«: Hierhin können die Aufgaben für diesen Tag geschoben werden. Ist eine Aufgabe nicht erledigt worden, erinnert Microsoft To-Do beim nächsten Aufruf mit einer Einblendung daran – ganz ohne Erinnerungsfunktion, welche selbstredend für ein Aufgabenmanagement, zusätzlich aktiviert werden kann. Wird eine Aufgabe erledigt und als solche gekennzeichnet, ist sie durchgestrichen und mit einem grünen Haken versehen. Sie kann reaktiviert oder gelöscht werden. Die Einstellung, erledigte Aufgaben auszublenden, ist über die Optionen möglich, die auch für die optische Gestaltung (Farben, Hintergründe) einige Auswahlmöglichkeiten parat hält. Leider rutschen Aufgaben mit dem Erinnerungs- oder Fälligkeitsdatumdatum »heute« nicht automatisch in »Mein Tag«. Warum, bleibt mir verborgen.
  • »To-Do«: Hier liegen die Aufgaben mit einem späteren Erledigungszeitpunkt als »mein Tag«, insofern sie keiner »Liste« zugeordnet sind.
    Was kann nun eine Aufgabe? Nebst Betreffzeile sind Notizen möglich, ebenso auch Links. Nicht möglich ist das Anhängen von Dateien, also weder Bilder noch Dokumente oder Sprachaufzeichnungen, genau so wie im Todoist; all das kann beispielsweise der Dino im Aufagbenmanagement, »Outlook«, oder das smarte »Google Notizen«, weshalb ich mich noch nicht so recht vom Dino verabschieden will. In Sachen Termine bietet »Microsoft To-Do« ein Fälligkeitsdatum und eine Erinnerungsfunktion an. Dies ist praktisch, denn zur Bearbeitung benötigt man ja Zeit. Aber wie bei »Microsoft Outlook Aufgaben« auch bietet die »Microsoft To-Do« bei einer Erinnerung die Möglichkeit »später« anzuklicken anstatt eine konkrete Zeitangabe zu fordern. Das feuert die Aufschieberitis an 🙂
  • »+ Neue Liste«: Hiermit bietet sich die Möglichkeit, eigene Listen für Projekte und Rollen anzulegen und diese entsprechend zu benennen.

Microsoft To-DO Web

Mein erster Eindruck nach ein wenig Herumspielerei mit Probeaufgaben und Projekten, sowohl auf dem Smartphone als auch mit der Webvariante: ein schlichtes, funktionierendes Werkzeug für das AufgabenmanagementMicrosoft To-Do auf dem Smartphone
Allerdings habe ich noch nicht heraus gefunden, was es mit »Kalender« auf sich hat, ein Feature, das nur auf dem Smartphone erscheint und auch nach Anlage von Testaufgaben mit Erinnerungs- und Fälligkeitsdatum bleiben diese in der Webansicht unsichtbar, erscheinen aber im »Microsoft Live Kalender«, also dem Online-Produkt mit unglücklicherweise gleichem Namen: »Outlook«. Nein, es handelt sich auch nicht um »+ Neue Liste«; diese Möglichkeit ist ja unten angegeben. Microsoft … Deine Apps! –Ich bleibe dran an diesem Phänomen und werde hier berichten. 🙂
Übrigens schreibt Microsoft dazu »Zurzeit können nur persönliche Microsoft-Konten, die eine Outlook.com-Domäne verwenden, zwischen Microsoft-Aufgabe und Outlook 2016 synchronisiert werden.« Ja, prima! und was ist mit Unternehmen? Sollen jetzt alle ein @outlook.com nutzen? Das ist frech.

Doch nun zu den Schattenseiten und damit der Wunschliste für Extremnutzer anderer Aufgabenmanagementprogramme.

Was könnte fehlen im Microsoft To-Do?

Ich beziehe mich bewusst nicht auf ein Programm bzw. eine App, sondern auf meine „Wünsch-Dir-Was“-Gedanken. Es fehlen

  • Möglichkeiten zum Anhang von Dateien wie beispielsweise bei »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Google Notizen«; gerade die in »Google Notizen« mögliche Sprachaufnahme mit automatischem Transkript kann sinnvoll für Vielbeschäftigte fernab des Schreibtischs sein.
  • Priorisierung von Aufgaben wie mit »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Todoist« möglich, wobei letzterer mit vier Prioritätsstufen eine mehr als »Microsoft Outlook Aufgaben« kennt. Dies ist vor allem bei vielen Projekten mit vielen Aufgaben sinnvoll.
  • Haupt- und Unteraufgaben wie im »Todoist« sind ebenfalls nicht möglich. Dabei kann man Projekte doch so schön in Meilensteine und Arbeitspakete aufteilen … aber gut, das wäre dann wieder etwas für eine Projektmanagement-App.
  • Eine Anbindung an »Microsoft Outlook Aufgaben«, etwa durch Add-in wie der »Todoist« sie bietet, fehlt ebenfalls. Die Aufgaben erscheinen lediglich bei Anmeldung unter dem Microsoft Live-Konto, was so gar nichts mit der Notebook-/PC-Variante zu tun hat, denn diese funktioniert nicht offline, sondern nur über Browser und Internetverbindung.

Microsoft To-Do Download und Webversion

Fazit

Ich bleibe dran, spiele ein wenig herum, bis ich das Kalendermysterium ergründet habe und setze weiterhin auf den Dino, »Microsoft Outlook Aufgaben« in Kombination mit meinem Generalbuch, sowohl papiergebunden als auch digital.

Microsoft To-Do-Webinar (c) Sylvia NiCKELDieses Thema vertiefe ich im Webinar  »Tooltime |►►Microsoft Outlook Aufgaben«.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel
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Shortcuts © Sylvia NiCEKL

1. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Office: Vergiß‘ die Maus! Shortcuts für noch mehr Produktivität3 Minuten Lesezeit

Es gab Zeiten, da funktionierten Computer noch ohne Maus, Pad oder Touchscreen. Diese sind intuitive Eingabehilfen, bremsen jedoch die Produktivität: die Hand geht von der Tastatur zur Maus und zurück. Belastungsschmerzen können die Folge sein. Ärzte sprechen von der Maushand. Da helfen Tastenkombinationen oder sogenannte Shortcuts bzw. Hotkeys für effizientes Arbeiten. Dies geht vor allem auch schneller.

Meine persönlichen Shortcuts-Favoriten für Office 365 unter Windows

Die Liste möglicher Shortcuts ist lang. Sinnvoll sind vor allem jene, die häufig eingesetzt werden. Meine Favoriten (und diese Liste versteht sich auszugsweise 🙂 ):

  • STRG + 1   Wechsel zum Posteingang in Outlook
  • STRG + 2   Wechsel zum Kalender in Outlook
  • STRG + 3   Wechsel zu den Kontakten in Outlook
  • STRG + 4   Wechsel zu den Aufgaben in Outlook
  • ALT + 1   Wechsel zur Tagesansicht im Kalender in Outlook
  • ALT + STRG + 4   Wechsel zur Monatsansicht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + M   Neue Nachricht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + A   Neuer Termin in Outlook
  • STRG + C   Kopieren (generell am PC)
  • STRG + V   Einfügen (generell am PC)
  • STRG + X   Ausschneiden (generell am PC)
  • STRG + ↑   Richtungspfeile zur Objektverschiebung in PowerPoint
  • STRG + S   Speichern ((generell am PC))
  • LEERTASTE   Blättern nach unter (alle Office-Komponenten)
  • LEERTASTE + UMSCHALT   Blättern nach oben (alle Office-Komponenten)
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + E   Hiermit wird der Windows Explorer gestartet
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + D   Wechsel zum Desktop
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + Tab   Aufruf von Task View

Hinzu kommen die ALT-Kombinationen für Sonderzeichen (ANSI-Code) wie ←, ↑, ©, ‰, …, – usw (einen Überblick findest Du hier). Den Überblick über alle Tastenkombinationen gibt es im Hilfebereich des jeweiligen Office-Komponente (F1) und im Microsoft Support.

Mein Tipp: Lerne jeden Tag einen Shortcut für häufig genutzte Vorgänge. Du gewinnst ab sofort Zeit. Der Schlüssel zu noch mehr Produktivität liegt manchmal im »back to the roots«: ohne Maus. 🙂

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

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dgiform © Sylvia NiCKEL

27. November 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Blogparade #digiform: Zeit für fundamentale Veränderungen – endlich!8 Minuten Lesezeit

Was Luther mit der Reformation ausgelöst hat,  mag die Digitalisierung in vielen Branchen sein. Meine Gedanken zur Zielbar-Blogparade »digitale Reformation« fasse ich aus der Perspektive eines Schreibtischtäters oder des Kopfarbeiters mit zwei Jahrzehnten Freiberuflichkeit und Entrepreneurship zusammen:

Zeit für fundamentale Veränderungen – endlich!

Luther hat die Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt und somit das Wort Gottes schlagartig für viele zugänglich gemacht. Ähnlich ist es heute mit dem Internet und den cloudbasierten Apps: Information ist ständig da, viel zu viel, für alle und meist kostenfrei. Jeder kann mit jedem kommunizieren und Dokumente austauschen. Digitale Reformation. Das stellt den Alltag zunächst auf den Kopf. Statt eines Messengers werden mehrere genutzt. Das Smartphone bimmelt oder vibriert ständig. Es bleibt das fahle Gefühl, nur noch reagieren zu müssen und die Kontrolle über den Alltag an Bits und Bytes abzugeben. Dabei geht es auch anders.

Gestatten: w3-Dino

Mit dem Wissenschaftsnetz bin ich bereits seit den späten 1980er verbunden und habe hoch erfreut jedes digitale Gimmick im Nirwana des Webspace probiert. Zunehmend wurde meine kleine Welt stressiger, aber auch interessanter. Die Stunden vor Bildschirmen wuchsen an bis … ich beschloss, dass ich Herr meines Lebens bin und nicht die Technik. 🙂

Seither lade ich meine Kunden ein, dieses wunderbare Geschenk der digitalen Transformation anzunehmen und darüber nachzudenken, wie man sich entlasten kann. Und das funktioniert. Ein paar Gedanken zu den Leitfragen dieser Blogparade.

Was hat die digitale Reformation uns gebracht?

Ja, meine Arbeitswelt ist neu durchdacht

Mein Arbeitsleben hat sich fundamental verändert. Das war nicht nur technikgetrieben, sondern auch mit einem Umdenken in Sachen »Respekt vor Lebenszeit« verbunden:

  • Ich arbeite im Homeoffice und kann so Berufs- und Privatleben wunderbar organisieren, einschließlich des geliebten Kochens von Gerichten aus frischen Zutaten. Früher pendelte ich zum Büro, aß Junk Food aus Zeitgründen und schleppte permanent Unterlagen und Notebooks durch die Gegend. Irgendwann streikte die Bandscheibe aufgrund einseitiger Unbewegung. Heute lege ich eine Bewegungseinheit in Haus und Garten ein oder spaziere zur nahen Ruhr. Perfekt.
  • Geschäftsreisen sind absolute Ausnahme. Damit schone ich die Umwelt und spare Zeit. Zeit, die ich gerne auch bei einem Lebensmitteleinkauf zu Fuß oder mit dem Rad investiere. Früher waren die Staus an den wesentlichen Autobahnkreuzen in dieser Republik Programm. Einfach vertrödelte Lebenszeit. Heute ist der Garten gepflegt und nicht verwaist, das Auto fast vermost und eher Kunstgegenstand in der Einfahrt.
  • Eine handvoll Kunden genießen den persönlichen Kontakt. Klar, es sind meine Lieblingskunden. Da nehme ich mir Zeit, vor allem aber, weil uns die gemeinsamen Projekte langfristig binden.
  • Ich halte Vorlesungen aus dem Homeoffice statt mich durch den Großstadtschungel zu navigieren und die Parkplatznot zu spüren. Das finden auch die Studierenden gut, die ebenso vorm dem heimischen PC oder Tablet teilnehmen. Es ist garantiert nicht einfacher, eigentlich anstrengender, aber viel lockerer und durch den direkten Kontakt habe ich ein engeres Verhältnis zu den Studierenden.
  • Bestimmte Kommunikations-, besser: Informationsprozesse sind digitalisiert. Dies entlastet, kostet aber erst einmal Zeit, sich prinzipiell Gedanken über das Modell zu machen (wer was wann, wieso in welcher Form und wie entgleitet mir der Prozess nicht?).

dgiform © Sylvia NiCKEL

Generell ist mein mein jährlicher ökologischer Fußabdruck wahrscheinlich auf 20% von 2007 geschrumpft. Dadurch habe ich auch mehr Zeit und mehr Ruhe. Das Smartphone ist übrigens meistens im Flugmodus und liefert bestenfalls Flow-Musik. Ich ernähre mich gesünder, bewege mich viel mehr und abwechslungsreicher. Insgesamt:

Selten, aber wichtig: der Premiumkanal

In Sachen Kundenkommunikation ist das »Gelaber & Geplänkel« weniger geworden. Manche bevorzugen Mail, andere Messenger, wieder andere Skype. Was aber eine ganz neue Bedeutung hat, das ist der Premiumkanal: Das Telefonat und das persönliche Gespräch vor Ort. Heute frage ich erst einmal, ob wir dies via Webmeeting oder Telko erledigen können, bevor ein Tagessatz fällig wird – und spare wirklich viele Kilometer und wertvolle Lebenszeit. Telefonate und Vor-Ort-Termine sind seltener geworden; es sind aber die wirklich wichtigen.

2027 – Gute Frage, wie es weiter geht

Ich bin Optimist und stelle mir vor, dass wir ausgeklügelte Algorhythmen als Filter einsetzen, bevor sich einzelne Menschen gemeinsam an einen Tisch setzen. Wenn sie es dann tun, werden sie sich die Zeit nehmen können, die Vertrauensbasis zu manifestieren und den Kontakt im Sinne eines Win-Win zu pflegen. Wer sich persönlich einmal kennengelernt hat, kann über Jahre medial kommunizieren. Aber dieser direkte Kontakt ist und bleibt wichtig. Man muss sich sprichwörtlich riechen können.

Ich ohne Internet? OMG!!!

Neee. Alles gut. Es wäre ruhiger. Mein Geschäftsmodell wäre nicht auf Interaktion ausgerichtet, sondern auf mehr »Mission«; Ich würde mich wieder mehr  dem Wortgeschäft widmen und rd. 12-15 Kunden vor Ort betreuen. Auf dem Weg dahin (zurück) bin ich – trotz digitaler Transformation.

Nervige Smombies und Nomophobe

Tja, das nervt. Du sitzt beim Coworking oder auf einen Kaffee zusammen und der Blick Deines Gegenübers geht nur auf das Smartphone. Mich haben auch Kunden gefragt, ob es nicht Apps gibt, die einem den Terminkalender automatisch mit den To-Dos aus der entsprechenden App füllen. Ja hallo! Ich lass‘ mir das Leben nicht von einer Platine vorschreiben. Für derart geschädigte Zeitgenossen habe ich allerdings Verständnis und lade sie in die Community ein.

Du konkurrierst prinzipiell global mit jedem

… und Du kannst entscheiden, ob Du dies willst. Ich bin überzeugt: Deine Kunden finden Dich, weil Du genau passt. Daher habe ich mich von den Elementen meines Geschäftsmodells getrennt, in welchen meine Leistung eine Einkaufsware ist, die unter möglichst günstigen Bedingungen beschafft wird. »Irgendwie« Geld verdienen war gestern; Authentizität und Wertschätzung ist heute: Nische as its best.

Social Media – das ewige Rätsel

Trotz oder weil – das ist die Frage. Ich nutze Social Media spielerisch. Manche Accounts habe ich monatelang nicht gefüttert, bedient. Und dann schaust Du auf Abonnenten und Follower und denkst »wow«. Am Ende aber zählt, was auf dem Konto landet. Ich nehme es sportlich, spielerisch und finde es spannend. (Folge mir: Pinterest, Linkedin, Facebook, edudip, Twitter, Instagram, XING, youtube).

Am Ende entscheidest Du selbst

Die Eintrittsbarrieren sind sehr gering, in den meisten Branchen. Die Möglichkeiten hingegen fantastisch. Allerdings gibt es am Ende einer Pyramide stets nur Platz für wenige. Ich bin seit zwei Jahrzehnten selbständig, habe Hypes kommen und gehen sehen. Mal partizipierte ich, mal ließ ich es vorbei rauschen. Ganz spannend ist es zu sehen, wer mit welchem Hype da steht, wo ich vor zehn Jahren war (ohne so viel TamTam).

Das unternehmerische Risiko steigt mit den Abhängigkeiten von Plattformen, Affiliates, Technik generell und vor allem externer Finanzierung. Mein Motto »weniger ist Mehrwert« kommt nicht von ungefähr. Bleibe unabhängig, prüfe Investitionen und verabschiede Dich von »Nice to have«s.

Mythos Digitale Transformation

Die digitale Transformation mag uns mehr Hilfen zur Seite stellen als je zuvor. Aber damit ist auch die Gefahr der Verzettelung und damit der Wunschblasen verbunden. Was kannst Du und was willst Du leisten? Würdest Du Dir Deine Leistung auch zu diesem Preis abkaufen? Würde das auch Dein Freund oder Deine Freundin, die Oma, der Onkel usw.?

Geld wird im realen Leben verdient, nicht »indirekt«. Für letzteren Weg benötigst Du verdammt viel Eigenkapital, keine Kredite.

Du hast die Nase noch nicht voll und willst ins digitale Business?

Okay, wer bis hier hin gelesen hat, bekommt nun die wertvollsten Tipps:

  1. Mache einen Plan und zwar konkret mit Argumenten (den Kunden gegenüber). Ein Business Canvas mag Dir dabei helfen. Also kein »ich habe ne Plattform bla bla … einzigartig« usw. Als StartupCoach (seit 2004 im Start2grow-Wettbewerb, beruflich seit 1994) kenne ich die Schwachstellen. Es sind drei: Kunde, Kunde und Kunde. Wer findet Dich wann und wie und warum bleibt er dran? Was folgt danach? Wie stellst Du das sicher?
  2. Suche erfolgreiche Vorbilder und vernetze Dich mit diesen. Es geht nicht um das Nachahmen, sondern den Austausch, die Reflexion. Was bei Dir funktioniert, funktioniert nicht für andere und umgekehrt. Aber durch den Austausch bekommst Du einen anderen Blick auf die Dinge, Deine Dinge.
  3. Finde Deine Rhythmen, um an Deinem Unternehmen zu arbeiten, denn Du kannst als Unternehmer nicht 100% im Unternehmen arbeiten.
  4. Investiere richtig gutes (sprich: hart erarbeitetes) Geld in Deine persönliche Entwicklung. Guter Rat muss teuer sein (anders kapiert es Dein Hirn nicht).
  5. mehr als 7 ± 2 merkt sich kein Mensch. Konzentriere Dich auf Tipp 1 bis 4 🙂

7.640 Zeichen bis hier hin. Puh, Zielbar: you made my day 🙂
So, jetzt bin ich auf die anderen Beiträge und Dein Feedback gespannt.

Entspannte Grüße,
Sylvia
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24. November 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Effektivität, Effizienz & Erfolg – was ist Dein Beitrag?4 Minuten Lesezeit

»The Effective Executive – Effektivität und Handlungsfähigkeit in der Führungsrolle gewinnen« heißt das Buch von Peter Ferdinand Drucker. Es kam bereits 1967 auf den Markt; und es ist heute noch brandaktuell. The Effective Executive ist in deutscher Übersetzung und aktueller Ausgabe erhältlich. Hier sind meine Gedanken nach der Lektüre (keine Rezension!).

Mach das, was Du am besten kannst

Die Diskussion um Effektivität und Effizienz ist nicht neu; sie wurde von Peter F. Drucker selbst angestoßen. Was bedeutet es aber für eine Führungskraft (auch in Sachen der Selbstführung), die richtigen Dinge zu tun? Der Autor gibt hier wertvolle Hinweise:

  1. konzentriere Dich auf die Aufgaben mit dem größten Beitrag;
  2. beschränke die Bereiche und sammle nicht unzählige Nebenschauplätze an;
  3. baue Stärken aus;
  4. treffe wirksame Entscheidungen.

Diese Hinweise lassen sich auf die zwei Dimensionen des Erfolgs reduzieren.

Effektivität: Die richtigen Dinge tun

Bevor irgendetwas richtig gemacht wird, stellt sich die Frage, ob wir das richtige tun. Die Wirksamkeit des eigenen Beitrags (in der jeweiligen Rolle) lässt sich steuern durch:

  • den Erfolgsbeitrag der Tätigkeit insgesamt. Die High-Value-Activities sind diejenigen mit dem größten Erfolgsbeitrag. Bei Eisenhower sind es die wichtigen Dinge. Un da sich diese in Dringlich und nicht dringlich unterscheiden lassen, so können auch die High Value-Activites in strategisch und operativ differenziert werden.
  • Stärken stärken. Wer (sich) gut führt, konzentriert sich auf die Stärken. Aufgaben, die zu den Schwächen gehören, sollten delegiert, automatisiert oder digitalisiert werden.
  • Leverage & Pareto; sie geben einen Hinweis auf die Hebelwirkung. Die wichtigste Aufgabe ist die mit der größten Hebelwirkung, die zweit wichtigste die mit dem zweitgrößten Hebel. – Was ist heute Deine Hebelaufgabe?

Klar, Führungskräfte sollten nicht die Post eintüten – das leuchtet jedem ein. Doch es gibt Aufgaben, die besonderes wichtig für Deine Rolle in der Organisation sind, und solche, die Du zudem besonders gut kannst. Dafür ist die »stille Stunde«, das Arbeiten ohne Unterbrechung, am Tag vorgesehen. Anders:

Effizienz: Die Dinge richtig tun

Sind die richtigen Aufgaben gewählt, geht es um die Optimierung. Denn notwendige Prozesse können nur durch Anordnung, Input oder Taktung ökonomisiert werden.

  • Optimierung steht als Pendant für »Rationalisierung«, als der Prozessoptimierung unter gegebenen Bedingungen.
  • Digitalisierung, Automatisierung oder Delegation hingegen befassen sich mit Entlastung der ausführenden Instanz. Unter Umständen geht es anders günstiger oder schneller oder kann generell auf den digitalen Prüfstand gestellt werden.
  • Energiemanagement. Input und Output sind die maßgeblichen Variablen des Energiemangements. Effektive (Selbst-)Führung berücksichtigt das Zusammenwirken, auch bei der eigenen Person. Ständige Mehrarbeit geht zulasten von Konzentration, Fokus, Regeneration und damit der Einsatzfähigkeit.

Efficency follows effectiveness, like
»structure follows strategie«

Peter F. Druckers Ansatz verwundert nicht, passt er doch in die Zeit, als Alfred Chandler »structure follows strategy« für Organisationen postulierte. Beide beginnen mit dem Ziel (der Organisation und der Rollen innerhalb), bevor es um die Optimierung (Effizienz) geht. Und so sehr sich die Arbeitsbedingungen verändert haben — die Gretchenfrage bleibt: Geht es darum, irgendetwas effizient zu tun, oder darum, effektiv zum Ziel zu gelangen?
Vielerlei Generationen an (Selbst-)Führungsansätzen folgten seither. Manche machten den Erfolg von der Methode abhängig, andere vom Werkzeug. Doch dies sind nur Nebenschauplätze, denn die die Kernaussage bleibt: konzentriere Dich auf die effektiven Prozesse und optimiere diese.

Zeitmanagement ist nicht gescheitert. Die stressreduzierenden und zugleich fokussierenden Faktoren reißt Peter F. Drucker bereits 1967 an. Ein Selbstmanagement in unserem Zeitalter der Ablenkungen und der Unverbindlichkeiten muss einmal mehr bei dieser Frage beginnen:

Habe ich Dein Interesse für diese Lektüre geweckt? Du kannst sie hier bestellen.

Effektiv im Home-OfficeMit der Effektivität im Homeoffice beschäftigt sich mein 8-teiliger Online-Kurs »New Work: Effektiv im Home-Office« in Kooperation mit der IHK.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel
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Stellplatznachweis © Sylvia NiCKEL

19. November 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Kannst Du einen Stellplatz nachweisen?2 Minuten Lesezeit

Joachim Schlosser fragt »Können Sie einen Stellplatz dafür nachweisen?«. Eine interessante Frage, nicht nur für Minimalisten. Hier sind meine Gedanken dazu.

Unser Hab und Gut ist in Bewegung, ständig. Hier ein neuer Stift, da ein neues Gimmick und für den Privathaushalt: hach, was für eine schöne Deko. Minimalisten kennen die Prüffragen wie »ist dies wirklich notwendig?« oder »wovon trenne ich mich dafür?«. Eigentlich verhält es sich wie mit dem Baurecht, denn wer insbesondere innerstädtisch Gebäude errichtet, muss die Frage nach den zwangsläufig benötigten Stellplätzen nach dem jeweiligen Landesbaurecht beantworten und entsprechende Kapazitäten planen, nachweisen oder ablösen. Letzteres entbindet den Bauherrn dort von einer Nachweispflicht, wo diese unmöglich ist. Die Ablösesumme verpflichtet hingegen die Kommune, den Bedarf in den öffentlichen Stellplätzen zu berücksichtigen. Soweit das Prinzip des Stellplatzes. Was aber ist mit Privathaushalt und Büro?

Jedes Ding hat einen Ort, SEINEN ORT.

Das ist meine Devise. Und da ich über einen vollständig eingerichteten Platz (sowohl im Büro als auch privat) verfüge, stelle ich mir bei Investitionen die Frage: was kann dafür weg? Der Bücherschrank ist beispielsweise klar begrenzt, und zwar auf 10 laufende Meter Buchregal. Bei Anschaffung neuer Bücher verleihe, verschenke oder verkaufe ich Exemplare, die ich bestimmt nicht noch einmal lesen werde. Insofern gilt »Stellplatzsicherheit«.

Andere Gegenstände wie neue technische Gimmicks für das Büro müssen ihren Stellplatz finden. Auch hier arbeite ich persönlich mit Begrenzung: die operativ einzusetzenden Gegenstände haben nebst Ordnern insgesamt ein Sidebord (rund 1,50 × 70 cm) zur Verfügung. Wenn etwas neues hinzukommt, muss etwas altes weg.

Carsharing statt Stellplatz?

Allerdings wäre es noch besser, gleich ein »Teilauto« zu haben und damit keinen Stellplatz zu benötigen. Das habe ich persönlich noch nicht geschafft. Denn diese bedeutete für das Bücherbeispiel, dass ich nur Raum für die aktuellen Lesexemplare benötige und mich konsequent nach dem Lesen für die »Desinvestition«, den Abschied vom nicht mehr gebrauchten Gegenstand, entscheide. – Interessant ist die Stellplatzfrage auch digital, denn wer weiß wirklich, wie viel Datenmüll sich auf der heimischen Festplatte, in der Cloud oder im Archiv versteckt. 😉

Danke, Joachim Schlosser, für diese Inspiration.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

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XING-Angaben © Sylvia NiCKEL

3. November 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

XING & Co.: Was eintragen in den Zeiten ohne Arbeitgeber?4 Minuten Lesezeit

Der Artikel »XING-Profil „Profildetails“« ist der meist gelesene Artikel auf diesem Blog. Danke dafür 🙂 In der Sprechstunde erreichte mich eine Nachfrage zu den Angaben in Sachen Arbeitgeber. Diese ist brisant.

Arbeitgeber auf XING, Linkedin & Co. freischalten? Pro und Contra

Wir geben tagtäglich viele Daten Preis. In sozialen Netzwerken können wir entscheiden, was wir für alle Mitglieder der jeweiligen Plattform freischalten. Der Arbeitgeber gehört in sozialen, beruflichen Netzwerken dazu. Aber: nichts und niemand verlangt, alle Arbeitgeber oder auch nur den aktuellen anzugeben. Dies hat Vor- und Nachteile. Wer seinen Arbeitgeber angibt,

  • zeigt, dass er in einem aktiven Arbeitsverhältnis beschäftigt ist,
  • stellt damit Details über Rolle, Branche usw. zur Verfügung, und
  • gibt dadurch auch ein Zeichen, sowohl für potenzielle Kunden, Lieferanten, aber auch: Recruiter.

Damit sind auch Nachteile verbunden: unerwünschte Kontaktanfragen von Vertrieblern, Recruitern, Versicherungsmaklern usw. Diese suchen nach bestimmten Rollen, Branchen und Unternehmen für Ihre Social Media Aktivitäten. Ein weiterer Nachteil ist, dass Menschen, die wir nicht kennen, unser Rollenprofil in der Organisation kennen, was auch immer mit dieser Infromation verbunden ist.

Denn primär bist Du »außergeschäftlich«, außerhalb Deiner Rolle in der Organisation auf diesem sozialen Netzwerk unterwegs, beispielsweise um Kontakte zu früheren Kollegen und Kolleginnen zu halten, eingeschlafene berufliche Kontakte zu intensivieren oder zu schauen, was sich für Möglichkeiten auftun.

Wer jedoch die beruflichen sozialen Netzwerke als Chance zum aktiven Netzwerken begreift, wird das Feld der aktuellen Rolle nicht leer lassen. Dass man das Feld besser nutzen kann als mit der Rollenbeschreibung habe ich hier erläutert. Doch wie sieht es aus, wenn gerade gar kein Arbeitgeber angegeben werden kann?

Ich weiß, dass ich ab dem … keine Arbeitgeber habe – was tun?

Kommen wir zum Thema der Sprechstunde. Die Frage lautete:

»Ich beende meinen aktuellen Arbeitsvertrag zum … . Aller Voraussicht nach werde ich … Monate später in der neuen Rolle engagiert sein.
Was trage ich in der Zwischenzeit unter der Rubrik „Arbeitgeber“ ein?«.

In diesem Fall sind offensichtlich die Verhandlungen aufgenommen worden. Eine weitere Suche ist nicht gewünscht. Diese ist nicht immer der Fall. Daher folgende Möglichkeiten in arbeitgeberlosen Zeiten.

3 Möglichkeiten

»Sucht eine neue berufliche Herausforderung«

So oder ähnlich kann man die aktive Suche umschreiben. Damit lässt Du die Hosen herunter. Fakt ist: Du suchst. Kann dies eine gute Verhandlungsposition sein?
Besteht diese Situation schon länger, so kannst Du eventuell auch einen »Sabbatical« oder eine »Auszeit« oder »Neuorientierung« daraus machen? Es bleibt stets der Beigeschmack, dass Du gerade suchend bist. Fundstücke aus XING:

  • Suche nach neuer Arbeitsstelle
  • Ich bin Ihr/e neue/r …
  • In Elternzeit

»freiberuflich«

Akademische Berufe ermöglichen stets auch ein freiberufliches Engagement. Dies betrifft nicht nur die sogenannten Katalogberufe. Deshalb muss nicht eine Unternehmenswebsite bestehen oder eine Umsatzsteuernummer beantragt werden. »Freiberuflich« kann vieles sein, hauptsächlich das Angebot der eigenen Kenntnisse.

»Der Experte/die Expertin für …«

Charmant ist die Lösung, das Profil auf den Punkt zu bringen, indem die Zeilen »aktuelle Tätigkeit« und »Akademischer Abschluss« kreativ genutzt werden. Hier einige Beispiele für das Feld »aktuelle Tätigkeit«, die mir beim Scrollen durch Profile positiv aufgefallen sind:

  • Und wann sprechen wir miteinander?
  • Experte für persönliches Wachstum
  • Substanzwertberater und Augenöffner
  • Entscheiden Sie sich für ein großartiges Leben!
  • Komplexe Unterlagen – schnell sortiert
  • Mit der 360°-Betrachtung Risiken gekonnt managen-Fachkräfte binden & rekrutieren
  • holt Sie aus dem Hamsterrad – schnell & individuell
  • Für Ihre persönlichen Glücksmomente
  • Bewusst leben. Bewusst führen.
  • Telefon +49–…
  • Ideen >> entwickeln >> modellieren >> und …

Natürlich muss Dein Profil im Sinne der Arbeitgeber- oder Abschlussangabe auch zu Dir passen. Ein pures Kopieren eines vorhandenen Slogans empfiehlt sich selbstverständlich nicht. Und BTW (by the way): beim Scrollen war ein Profil unter zwanzig derart originell individualisiert. Es besteht also durchaus die Chance, sich hierdurch positiv hervorzuheben. 🙂

XING-WorkshopDu möchtest Dein XING-Profil optimieren, Tipps und Feedback  erhalten? Dann ist der XING-Workshop online etwas für Dich.  Mehr erfahren …
Dieses Thema ist ebenfalls Teil der Reihe »Kontaktmanagement & Netzwerken«.  Die Aufzeichnung mit weiteren Tipps rund um Profildetails, Portfolio etc. findest Du unter dem Link.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir ein entspanntes Netzwerken auf XING, Linkedin, Google+ &Co,
Sylvia Nickel
PS.: Vernetze Dich mit mir 🙂

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Die 72-Stunden-Regel © Sylvia NiCKEL

27. Oktober 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Warum Dir ein gutes Aufgabenmanagement bei der 72-Stunden-Regel hilft3 Minuten Lesezeit

»Wer schreibt, der bleibt.« heißt es so schön. Und wie der Ursprung dieses seit Beginn des letzten Jahrhunderts genutzten Sprichworts lässt sich auch nicht die Entstehung der 72-Stunden-Regel nachweisen, auch wenn viele Seiten auf Studien verweisen; Quellen werden nicht genannt und lassen sich nicht ermitteln.

Allerdings gibt es vielerlei Dinge, die darauf hinweisen, dass irgendetwas dran ist an den berühmten drei Tagen. Wesentlich ist die Macht der Gewohnheit, denn den Großteil des Tages wiederholen wir Abläufe und denken dieselben Gedanken. Einen neuen Gedanken oder eine neue Handlung zu etablieren fällt dann schwer. »Da war was …« — so oder ähnlich ergeht es uns am vierten Tag nach dem wunderbaren Aha-Effekt. Erst wenn die Umsetzung oder die Wiederholung gesichert ist, etwas durch Verknüpfung mit einer Routine (bei neuen Gewohnheiten) oder durch eine wirksam formulierte Aufgabe (bei Ideen, Projekten, Vorhaben, Zielen).

Von der Idee zum ersten Schritt

Dir fällt etwas Fantastisches ein, während Du von A nach B reist oder mit C in einem Meeting sitzt. Doch Du nutzt keine Gelegenheit, diese sofort zu dokumentieren, etwa mit einer schriftlichen Notiz, einem Foto oder einer Sprachaufnahme. Wenige Stunden später sind Dir bereits Details zu der Idee entfallen. Daher gilt:

Was Dir hilft, ist ein Notizmanagement. Ich persönlich nutze beispielsweise (digital) Google Notizen/Keep bzw. mein (analoges) Generalbuch für Notizen. Notizen sind jedoch keine Aufgabe, sondern Ideen und Informationsbrocken, die im Tagesverlauf anfallen. Später – am Nachmittag/Abend – entscheide ich darüber, ob die Notiz in das Wissensmanagement oder in das Aufgabenmanagement überführt wird oder ob sie irrelevant für mich ist.

Formuliere eine konkrete Aufgabe, direkt

Idee erkannt, Handlungsbogen gespannt. — Das ist die Magie des Aufgabenmanagements. Denn hier landen nicht die Informationsschnipsel, sondern klare Handlungserinnerungen:

  1. Wie viel Zeit benötigt der nächste Schritt?
  2. Was für ein Projekt ist angesprochen?
  3. Was ist zu tun?

Lege die Aufgabe genau so an. Achte dabei auf übersichtliche Zeitschnipsel, beispielsweise »30 Minuten«. Nutze Farben für Projekt oder Rollen. So mag die Idee heute lauten:

30 Min. | Blog | »Vergiß' die Mouse« schreiben

Ideenmanagement (c) Sylvia NiCKELDieses Thema ist Gegenstand der Webinare »Die perfekte TDL«sowie »Ideenmanagement mit Umsetzungserfolg«.
Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Eine entspannte Zeit,
Sylvia Nickel
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Singletasking (c) Sylvia Nickel | KarriereNachMass.de

13. Oktober 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Plädoyer für Monotasking3 Minuten Lesezeit

E-Mail hier, Message da und ja: da sitzt noch ein Gegenüber und wartet auf Antwort, während der Finger über das Tablet streicht. Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft und dies gilt insbesondere für den Moment, das Jetzt. Doch das zeitüberlappende Bearbeiten mehrerer Aufgaben ist schädlich, genauso schädlich wie häufige Unterbrechungen. Ich bin leidenschaftlicher Verfechter des Monotasking, obwohl oder gerade weil ich früher Multitasker war.

Multitasking: Das passiert in Deinem Gehirn

In Deinem Gehirn finden stetig mehrere Prozesse zeitgleich oder zeitüberlappend statt. Was aber mit Mono- oder Singletasking gemeint ist, das sind die bewussten Prozesse, von welcher das Gehirn zeitgleich nur einen ausführen kann, beispielsweise mit Person zu Thema B reden und mit Person C zu Thema D.

Was passiert ist folgendes: gedanklich unterbrichst Du das Gespräch mit Person A, während Du über die Antwort an Person B nachdenkst. Jede Unterbrechung aber zehrt an der Konzentration und kann sogar das Kurzzeitgedächtnis durcheinander bringen, wie ich hier beschreibe. Stell Dir vor, Du zählst die berühmten Schäfchen und es unterbricht Dich jemand. Du beginnst stets erneut. Es ist nahezu ein Verblödungsprogramm, frei nach dem Motto »und täglich grüßt das Murmeltier«. — Welches Gehirn schaltet nach der x-ten Wiederholung nicht auf »tilt«?

Natürlich kann man mehrere Dinge zeitgleich tun, jedoch mit verschiedenen »Kanälen«. So klappt es, beim wohl eingeübten Autofahren (unbewusste Prozesse) über die Einkaufsliste nachzudenken (bewusste Prozesse). Wir können jedoch nicht über die Einkaufsliste und die Projektliste zeitgleich nachdenken. Wir »switchen«. Es sind jedoch nicht nur die tatsächlichen Unmöglichkeiten, die für ein Monotasking sprechen: Du benötigst immer mehr »Helferlein«, damit Du nichts vergisst.

Singletasking (c) Sylvia Nickel | KarriereNachMass.de

3 gute Gründe für Monotasking

Darum ist Monotasking gut:

  1. Je mehr Aufgaben Du gleichzeitig bearbeitest, desto geringer ist die Konzentration und dadurch höher das Fehlerrisiko;
  2. Du steigerst durch die Achtsamkeit der Konzentration auf einer Aufgabe Deine Resillienz: Stress prallt ab. Dein Körper dankt es Dir mit ruhigem Herzschlag und Ausgeglichenheit.
  3. Mit dem Erfolg in Gelassenheit steigerst Du Deine Lebensfreude.

de-stress yourself © Sylvia NiCKELDas Monotasken ist einer der Ansatzpunkte im dreimonatigen Erfolgsteam »de-stress yourself« für gelasseneres Arbeiten und eine effektive Selbstorganisation. In diesem Video verrate ich Dir erste Ansatzpunkte. – Willst Du auch noch produktiver, vor allem aber gelassener arbeiten? Mehr erfahren …

Viel Freude beim Monotasken,
Sylvia
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J. Herbin Tintentroller © Sylvia NiCKEL

7. Oktober 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Im Einsatz: J. Herbin Metalltintenroller, nachfüllbar3 Minuten Lesezeit

Zeit für eine neue Kategorie in diesem Blog: Meine Arbeitsmittel. Dazu gehört mein Lieblingsstift (nebst drei anderer).

Nachhaltigkeit im Büro 4.1

Wer sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt — und nichts anderes verbirgt sich in dem ur-ökonomischen Prinzip »weniger ist Mehrwert« — wird kurz über lang die Frage nach entsprechend zuverlässigen Utensilien im Büro 4.1 stellen. Mit dem nachfüllbaren Metalltintenroller von J. Herbin bin ich persönlich voll und ganz zufrieden. Seit 2006 nutze ich keine Einweg-Tintenroller mehr. Sicher hat zuvor auch der Tintenroller aus dem einen oder dem anderem Hause des Vertrauens Eingang in mein Büroreich gefunden, aber: man schreibt nicht nur mit einer Farbe 🙂

Und dann die Ökonomie: Na klar, man kann alljährlich irgendwie die Vier-Farben-Kombinationen an Tintenrollern unter 3 € erstehen. Diese Stifte sind binnen 12 Monaten dann auch »fertig«: eingetrocknet oder leer und nicht nachfüllbar. Vier Stifte wandern in den Müll …  — was wäre, wenn der Stift 25 Jahre hielt und das 30ml- oder 50ml-Tintenfäßchen dazu wahrscheinlich ebenso lange Tinte lieferte?

J. Herbin Tintentroller © Sylvia Nickel

J. Herbin – Features

Aufgefüllt wird per (Standard-Einweg-)Füllerpatrone, aber auch ein Aufziehmodul (Kolbenmechanik) ist für wenige Euro verfügbar. Somit benötigt die Auffüllung nur noch die Tinte der Wahl, beispielsweise von J. Herbin, wo eine hervorragende Farbpalette zur Verfügung steht. Meine Lieblingsfarbe ist übrigens »Orange Indien«, ganz passend zum Orange in den medialen Präsenzen. 🙂

Tradition und Geschichte im Büro 4.1

Das 1670 in Paris gegründete Unternehmen  J. Herbin befasst sich seither mit Schreibutensilien samt Siegelwachs und Tinte; vom Sonnenkönig über Coco Channel — auch bis zu Dir?

Den nachfüllbaren Tintenroller gibt es für rund 20 € beim Fachhändler Deines Vertrauens.

TIPP: gleich mehrere Roller samt Tinte oder Tintenpatronen für die verschiedenen Farben ordern, denn für on- und offline gilt: nutze dieselben Farben für deine Kategorien, im Kalender, im Notizbuch und auf der To-Do-List.

Frohes Schaffen,
Sylvia Nickel

PS: Diesen Beitrag schreibe ich aus voller Überzeugung, ohne jegliche Zuwendung irgendeines Unternehmens. Ich bin und bleibe überparteilich, auch in Sachen Büro 4.1.
Meine erste Produktbewertung zum J. Herbin Tintenroller erschien auf Amazon am 01.11.2016.

PPS: Ich habe lange darüber nachgedacht, diese Kategorie einzuführen. Werbung für Dritte möchte ich nicht betreiben. Dies ist auch dieser Artikel nicht. Er gibt dir einige Maßstäbe an die Hand, mit welchen Du die Güte Deiner physischen Arbeitsmitttel messen magst.

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Mentoring © Sylvia NiCKEL

22. September 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Was Dir Mentoring bringt3 Minuten Lesezeit

Mentoring ist die zielgerichtete und zeitlich befristete – in der Regel ehrenamtliche – Begleitung eines relativ unerfahrenen Menschen durch einen erfahrenen. Damit spart sich der unerfahrene Mentee einige Umwege, da er von den Erfahrungen des anderen profitiert. Der Mentor oder die Mentorin profitiert hingegen vom Perspektivenwechsel und der Netzwerkerweiterung.

Mentoring versus Coaching

Die Mentoring-Definition betrachtet stellt sich die Frage: ist Mentoring nun der Begriff für »ehrenamtliches Coaching«? Die Antwort lautet ganz klar: Nein. Im Mittelpunkt des Mentoring steht der – in der Regel – ehrenamtliche Austausch von Erfahrungen, während das Coaching direkt an der Persönlichkeitsentwicklung des Coachees ansetzt.

Mentoring-Themen: Wie es euch gefällt

Mögliche Themen oder Mentoring-Bereiche sind vielfältig. Generell bietet sich jeder Bereich an, der für den Mentee neu ist, während der Mentor über einen großen Erfahrungsschatz in einem bestimmten Bereich verfügt, und diesen weitergeben möchte; hier einige Beispiele:

  • Neu in der Organisation (oder der Gesellschaft): Der Mentor unterstützt beim »Onboarding« solange, bis Regeln und  Abläufe klar sind, und strategische Verbindungen zu den Netzwerkknoten aufgebaut sind.
  • Jung hilft alt in Sachen Digitalisierung, Nutzung bestimmter Apps, dem Tablet oder Smartphone generell.
  • Neu im Arbeitsfeld oder in der Rolle: der Mentee profitiert hier vom anderen Blickwinkel, welcher mit der neuen Rolle in der Organisation oder im Leben auf ihn zukommt.

So findest Du Deinen Mentor/Mentee

Unabhängig davon, ob du formellen Mentoring-Programmen beitrittst oder informell selbst auf die Suche nach dem Tandem-Partner gehst: einige Fragen solltest Du für Dich klären:

  1. Was sind Thema und Ziel des Mentoring?
  2. Wie viel Zeit willst Du investieren? In der Regel gestalten sich formelle Mentoring-Programme über ein oder zwei Jahre mit einem jährlichen Aufwand von rund 40 Stunden, also eine Stunde wöchentlich.
  3. Win-Win-Faktor: Was ist für Dich der Gewinn beider Partner im Tandem?

Sind diese Fragen geklärt, kannst Du die Suche starten, ob in einem formalen internen oder externen Mentoring-Programm oder informal durch eigene Initiative. Gehe im letzteren Fall vor wie bei der Wahl des Fürsprechers. Und dies sind die Vorteile eines Mentoring:

Vorteile des Mentoring

  1. Du sparst eventuell Zeit, weil Du erst den Rat suchst und reflektieren kannst, bevor Du in das kalte Wasser springst.
  2. Du kannst über Deine Gedanken und dein Handeln reflektieren und erhältst Feedback.
  3. Du gewinnst einen Gefährten (m/w), welcher Dich weder lenken, noch steuern will, sondern Dir die Erfahrung weitergibt — womöglich viel länger als über die Laufzeit eines Mentoring hinaus.

Karriere nach Maß © Sylvia NiCKELDieses Thema war Gegenstand des Webinars »Karriere nach Maß | Mentoring«. Den Videomitschnitt findest Du hier.

Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Eine entspannte Zeit,
Sylvia Nickel

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