Weniger ist Mehrwert.

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Aufschieberitis © Sylvia Nickel

24. Juli 2017
nach Sylvia Nickel
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Wie du Aufschieberitis abstellst: 4 Fragen2 Minuten Lesezeit

Heute erreicht mich in der Sprechstunde die Aussage „ich habe Aufschieberitis.“ Also aufschieben „müssen“ wir nichts, denn selbst den ersten und den letzten Atemzug machen wir automatisch. Was natürlich mit einigen Fragen eingegrenzt werden kann, das sind Aufgaben, die aus vielerlei Gründen aufgeschoben werden.

Das Thema ist ein Klassiker im Selbstmanagement; auch ich habe da meine Baustellen … und lächele wenn ich mir die vier Fragen stelle.

Aufschieberitis © Sylvia Nickel

4 Fragen zu deiner Aufschieberitis

Dies sind meine Fragen, wenn es darum geht, den Knoten der Prokrastination bzw. der Aufschieberitis zu lösen:

  1. Kannst du das Aufschieben aus eigener Kraft beenden? — Normalerweise solltes du dies bejahen können; wenn nicht, ist die Frage, ob dich objektiv ein bestimmter Umstand davon abhält und wenn ja, welcher.
  2. Ist es wirklich wichtig? — Viele Aufgaben sind dem Perfektionismus geschuldet. Ein nice to do bringt jedoch keinen Fortschritt, weder für dich, noch für deine Kunden, Kollegen usw. Hat die Aufgabe einen Nutzen für eine Person?
  3. Passiert etwas, wenn die Aufgabe nicht jetzt erledigt wird? — Vielleicht kannst du die Aufgabe später besser erledigen. Lege dir einen Zeitraum fest bzw. übernehme diese Aufgabe in deine To-Do-Liste (falls sie dort nicht schon steht).
  4. Muss die Aufgabe in dieser Form erledigt werden? — Kannst du dir mit etwas Einsatz an Hirnschmalz die Bearbeitung, gerade auch bei wiederkehrenden Aufgaben erleichtern? Dann ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken und die Schritte dafür umzusetzen.

Du hast eine oder mehrere Fragen mit „ja“ beantwortet? Gratulation! Lege los.
Für alle anderen „Aufgaben“ gilt: Schiebe sie auf die Nice-to-do-list und kümmere dich um das Tagesgeschäft 🙂

Eine Vertiefung bietet das Webinar die perfekte To-Do-List. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Entspanntes Arbeiten,
Sylvia Nickel
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Produktivitäts-Booster (c) Sylvia Nickel

21. Juli 2017
nach Sylvia Nickel
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Zeit im Blick: Wann du eine Zeiterfassung starten solltest3 Minuten Lesezeit

Eine Ressource ist weltweit gleich verteilt: Die Zeit. Damit wir diese effektiv nutzen ist ein eine Zeitkontrolle sinnvoll. Dabei geht es nicht um eine Selbstoptimierung unter der Prämisse, noch mehr in derselben Zeit zu schaffen, sondern um Ent-Schleunigung für Deine beste Leistung.

Wann du deine Zeit erfassen solltest

Zeiterfassung und damit deren Kontrolle ist kein Selbstzweck, sondern soll dir helfen, deine Zeitinvestition zu reflektieren und für dich sinnvoll zu nutzen. Zeiterfassung bietet sich — abgesehen von organisatorischen Verpflichtungen und kaufmännischen Kalkulationsüberlegungen — immer dann an, wenn du merkst, dass

  • am Ende des Tages  viele Aufgaben übrigen bleiben,
  • du dich gehetzt fühlst,
  • du ein Gefühl der Leere verspürst, wenn du auf den Tag zurück blickst.

Genau jetzt ist der Zeitpunkt, die Zeitfallen aufzudecken und zu analysieren. Erst, wenn die Ursachen identifiziert sind, kannst du einen Plan kreieren, um künftig diese zu umgehen und am Ende des Tages mehr Zeit für die Dinge zu haben, die dir wichtig sind.

Leben nach Stoppuhr?

Die Aufzeichnung der Zeit für einzelne Tätigkeiten hat primär eine Aufgabe: Dokumentation für spätere Analyse. Vergiss also das Bild eines Trainers, der mit der Stoppuhr neben dir steht, um dich zu noch härter zu noch besserer Leistung anzuspornen. Erst einmal willst du dir einen Überblick verschaffen.

Die Zeiterfassung kann elektronisch oder papiergebunden erfolgen, jedoch in welcher Form?

  1. Zentral für alles: Dies hat den Vorteil, dass Sie alles im Überblick haben. Es reicht ein kleine Exceltabelle wie in der Abbildung skizziert. Der Nachteil besteht darin, dass du stets Zugriff auf dein Erfassungsinstrument haben solltest, da ein zeitlich versetztes „Nachtragen“ häufig darin endet, dies zu versäumen. Die zentrale Erfassung eignet sich für eine Generalerhebung nach dem Motto: Worin investiere ich meine Zeit?
  2. Dezentral bei vielen Projekten: Erfassung mittels digitale oder papiergebundene Projektzettel (wie typischerweise in rechtsberatenden Berufen genutzt). Diese Methode eignet sich zur Kontrolle einzelner Arbeitsbereiche oder Projekte.
  3. Mobil. Zahlreiche Apps ermöglichen die Zeiterfassung via Smartphone. Manche Apps wie TimeSheet verfügen über eine Excel-Schnittstelle, so dass die Daten später weiter verarbeitet werden können. Hier erfolgt die Erfassung bei Bedarf für mehrere oder alle Aktivitäten.

Der positive Nebeneffekt einer Zeitaufzeichnung ist, dass Multitasking in verschiedenen Projekten nicht erfasst werden kann. Damit ist die temporäre Zeiterfassung ein Lernwerkzeug, sich der Prioritäten bewusst zu sein.

Ein paar Tipps für deine Zeitaufzeichnung:

  • Erfasse nur Arbeitszeiten und keine Pausenzeiten;
  • Erfasse nur die Zeiten, welche dich besonders interessieren, z. B. Arbeit an Projekt XY oder Engagement für den Verein Z;
  • Lege dir einen Zeitraum für die Erfassung und einen Termin mit dir selbst für die Auswertung fest; häufig genügen ein oder zwei Arbeitswochen , um die Zeitfresser zu erkennen.

Eine Zeiterfassung ist nur dann sinnvoll, wenn die erhobenen Informationen auch ausgewertet werden, z. B. um Fragen nach effizienter Bearbeitung, effektiver Organisation, der Delegation oder dem Outsourcing von Tätigkeiten zu stellen und Antworten zu finden. Kurzum: Ziehe die Entlastungskarte. Für Selbständige tritt die Kalkulation hinzu. Rechnen sich die angebotenen Leistungen auch unter Berücksichtigung der vollständigen Arbeitszeiten? Bedenke: Weniger ist Mehrwert.

Diese Methode sowie weitere flankierende Möglichkeiten werden im Online-Erfolgsteam „de-stress yourself“ vertieft. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Eine entspannte Zeit,
Sylvia Nickel
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Ziele (c) Sylvia Nickel

14. Juli 2017
nach Sylvia Nickel
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Konzentration: Aus den Augen – aus dem Sinn2 Minuten Lesezeit

Da ist diese Aufgabe, die du schon den halben Vormittag vor dich hin schiebst. Es fehlt die Konzentration. Vielleicht kleben auch noch viele wunderbare Zettel mit mahnenden Gedankenschnipseln auf deinem Schreibtisch? Dann bist du reif für diesen Quicktip.

Ordnung und Konzentration

Äußere Ordnung fördert innere Konzentration. Spätestens seit Erscheinen des Buchs „Brain at work“ von David Rock wissen wir, dass Multitasking und auch Dinge, die uns an andere Aufgaben als die derzeit bearbeitete erinnern, ablenken, ja geradezu die Gedanken und damit konzentriertes Arbeiten torpedieren.
Funktioniert es einmal überhaupt nicht mit der Konzentration, so nutze das Sprichwort wörtlich.

„Aus den Augen — aus dem Sinn.“

Räume alles aus dem sichtbaren Arbeitsbereich, das jetzt nicht zur Aufgabe gehört. Für ganz Ungeduldige: Lege die Dinge hinter dir ab. Natürlich sind Papier- und Utensilien-Burgen hinter dem Schreibtisch keine Dauerlösung. Es gilt daher, für mehr Ordnung in den Folgetagen zu sorgen, in dem alles, seinen Platz findet. Dieser ist nicht der Arbeitsbereich, denn hierhin gehören die jetzt für die Aufgabe benötigten Utensilien.
Ein kleiner Ansporn mag eine Tüte Müll täglich sein, um eine gesunde Ordnung zu erreichen.

Die Kehrseite: 72-Stunden-Regel

Der Tipp, kurzfristig alles, das nicht zur aktuellen Aufgabe gehört, aus dem Sichtfeld zu räumen, birgt auch ein Risiko: bleiben die begonnenen, aber noch nicht in Projekte, Arbeitspakete oder Aufgabenlisten eingearbeiteten „Erinnerungsstücke“ länger als drei Tage liegen, verschwinden sie im Archiv namens „da war was.“ Ein gut funktionierendes Aufgabenmanagement hilft dir dabei, nicht in dieses Vergessensfalle zu tappen.

Diese Thema wird im monatlichen Webinar-Update „Karriere nach Maß“ vertieft, wenn es heißt: Die Kunst, abzuschalten. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Ein entspanntes und konzentriertes Arbeiten,
Sylvia Nickel
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Weiterbildung (c) Sylvia Nickel

23. Juni 2017
nach Sylvia Nickel
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Was ist eigentlich „Weiterbildung“?5 Minuten Lesezeit

Vor rund 15 Jahren saß ich als freiberuflicher Trainer in einem Büro eines namhaften, sehr großen deutschen Unternehmens. Die gerade dem Bachelor entsprungene Mitarbeiterin fragte mich im Vorgespräch zum eigentlichen Termin nach meinen Weiterbildungsqualifikationen. „Vier Monographien binnen fünf Jahren und zahlreiche Fachbeiträge“ antwortete ich wahrheitsgemäß und stieß auf einen fragenden Blick. In diesem Moment wurde mir klar, dass“Weiterbildung“ für Personaler des letzten Jahrhunderts eine Ansammlung an Zertifikaten bedeutet, für mich jedoch Vertiefung eines Themas oder erst einmal generell die Auseinandersetzung damit, weniger das Sammeln von Papier. Was ist Weiterbildung im digitalen Zeitalter? Darum geht es in diesem Artikel.

Für wen lernst Du?

Bevor du dich nach Weiterbildung umschaust kläre diese Frage: Suchst du Weiterbildung für eine Zertifikatesammlung im Lebenslauf oder zur Erweiterung deiner Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse, gar zur Vertiefung deiner Interessen? Dies mag ein Kriterium sein, die geeignete Weiterbildung zu finden. Die formalisierte Weiterbildung führt zu anerkannten und zumeist auf der Basis von Verordnungen oder fest stehenden Curricula durchgeführten Veranstaltungen. Manche so genannte Aufstiegsqualifikationen können überdies finanziell gefördert werden, über die Bildungsprämie, BAföG, den Bildungsscheck oder ein Bildungsstipendium, beispielsweise Fachwirt- und Meisterprüfungsvorbereitungslehrgänge. Doch das ist nur eine Seite der Weiterbildung, die formalisierte.

Wissen kann auch auf anderem Weg erworben werden, bei Vorträgen, ob online oder vor Ort, auf Kongressen, Barcamps, in Workshops und sogar bei einem Walk & Talk. Neben einer Vielzahl klassischen Seminaren und Kursen nimmt diese „Grauzone“ der informellen Weiterbildung zu. Grauzone deshalb, weil hier nicht das Zertifikat im Mittelpunkt steht oder ein starrer Rahmenlehrplan im klassischen Frontalunterricht oder Kurssystem, sondern häufig auch Erfahrungsaustausch, Netzwerken sowie Info- und Edutainment. Lernen passiert, mit Freude, gehirngerecht, durch haptische Eindrücke und für das Lernen ungewöhnlichen Orten.

Agile Learning

Voneinander und situationsbezogen lernen; das steht hinter „agile learning“. Einen Serienbrief mit Word schreiben, aber leider keine Ahnung wie es geht? – Einfach die Word-Hilfe, youtube oder einen Mitarbeiter befragt. Markus Sassenrath definiert in seinem Buch New Management agile learning so:

„Weg von der Beschränkung auf institutionalisierte Aus- und Weiterbildungen, hin zu einem Verständnis, ständig Lernender und Lehrender zu sein.“

Das funktioniert hervorragend bei Software oder anderen „Werkzeug“-Anwendungen. Ein vollkommen neues Fachgebiet lässt sich auf diese Weise wohl weniger erschließen. Dafür gibt es dann auch Kurse, Jahresprogramme usw.

Folge deinen Interessen

Es gibt keine „falsche“ Weiterbildung, es sei dann man wählte „keine“ 🙂
Wenn dich nicht der „Nachweis“ drückt, den du für einen bestimmten Entwicklungspfad benötigst, dann folge einfach deinen Interessen; auch wenn dir der berühmte „rote Faden“ erst einmal nicht klar ist. Karrierepfade sind nicht mehr linear und die Arbeitswelt ist gerade in Zeiten der Digitalisierung dynamisch. Wer sich „privat“ für die Gestaltung von Blogs oder Websites interessiert hat, wird vielleicht mit seinen Fachkompetenzen gepaart irgendwann einen Blog oder Social Media betreuen oder einfach eine Super-Idee für die kommunikative Vernetzung der Kolleginnen und Kollegen haben, etwa die Whatsapp-Gruppe für Übergabefragen zwischen Diensten. Der Kommunikationskurs kommt schon beim nächsten geschäftlichen Gespräch zum Tragen und selbst dem Workshop „ich bau mir meine Blockhütte“ lassen sich interessante Erkenntnisse für die Gestaltung des Büroarbeitsplatzes abgewinnen.

3 Tipps für Deine Weiterbildung

Tipp #1: Master-CV

Halte alle Formen des Wissenswerwerbs in einer Datei fest. Dabei spielt die Beweisbarkeit in der Form einer Teilnahmebescheinigung zunächst keine Rolle. Stelle später und bei Bedarf einzelne Aktivitäten in deinem Lebenslauf heraus, z. B. wenn es um Vertrieb oder Kommunikation geht. Liste aber keinesfalls alle auf. Das führt schnell zu, Eindruck der „Überqualifizierung“ bei den Entscheidern, vor allem wenn die Kenntnisse breit gestreut sind.

Tipp #2: Erkenne Deinen Schweinhund

Zwar lässt sich Weiterbildung sehr gut auch als E-Mail-Kurs, Fern-Lehrgang oder in einem virtual Classroom bewältigen, doch die Abbruchquoten sind mit dieser Methodik regelmäßig höher als mit konventionellen Kursen, zumindest auf die formale Weiterbildung, die Aufstiegsqualifikation bezogen. Es fehlt der Kursverband, die Kommunikation untereinander und manchmal bieten die Systeme zu viel Flexibilität. Manch ein einer benötigt auch einen gewissen Termindruck.
Finde heraus, welche Form für dich wichtig ist und dich anspornt, weiter zu machen. Ein paar Fragen dazu:

  • Lesen, hören oder sehen?
  • Machen oder beobachten?
  • Diskutieren oder reflektieren?
  • Täglich, wöchentlich oder kompakt in einigen Tagen?
  • Zu Hause oder an einem (schönen) Ort?
  • Unterwegs oder am Schreibtisch?
  • Gemeinsam oder alleine?

Viele neuere Formen vereinen verschiedene Methoden: Selbststudium, Übungen, Erfolgsteams und Workshops. teste es. Es gibt viele kostenfrei Schnupperkurse, die dir einen Einblick geben, ob Methodik, Plattform und Weiterbildner dich ansprechen.

Tipp #3: Finde den Weiterbildner, der zu dir passt

Unabhängig von der angestrebten Qualifikation und etwaiger Auszeichnungen oder Zertifikate des Anbieters ist der „Draht“  zu den Lehrenden wichtig. Was nützt ein Zertifkatslehrgang am renommierten Institut, wenn der Dozent eine für dich einfach grottenlangweilige Powerpointschlacht ohne Austausch- und Erfahrungszeit veranstaltet? Ebenso wenig nutzt der Kurs, bei dem du den Eindruck hast, dass der Trainer einen knappen Zeitvorsprung von einem Tag zu dir hat oder andere über böhmischer Dörfer diskutieren.

Wer bei Dir in Sachen Lernen nicht „punktet“ muss nicht unbedingt fehl am Platz sein. Es gibt verschiedene Lerntypen; gepaart mit den unterschiedlichen Lernformen ist für jeden die optimale Kombination dabei.

Diese Thema wird im monatlichen Update „Karriere nach Maß“ vertieft, wenn es heißt Weiter mit Bildung. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Eine entspannte Weiterbildungszeit,
Sylvia Nickel
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Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel

16. Juni 2017
nach Sylvia Nickel
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3 Tipps für deinen Wochenrhythmus5 Minuten Lesezeit

Nicht jeder Tag gleicht dem anderen. Die meisten Dinge aber müssen einmal in der Woche erledigt werden. Eine gute Gelegenheit, jetzt über deinen Wochenrhythmus nachzudenken.

Zu Schulzeiten war er klar: der Stundenplan. In den ersten Berufsjahren machen dann viele Menschen die Erfahrung, den Kalender als Stundenplan zu begreifen und tragen all das ein, was im Grunde „nur“ in den Wochenplan gehört, z. B.

„09:00—09:30 Uhr: E-Mail-Bearbeitung“ oder

„18:00—19:00 Uhr: Lernen für die Weiterbildung“ oder

„13:00—13:45 Uhr: Mittagspause“.

Die Folge: wir sind gehetzt von all diesen „Terminen“ und können an unsere Belastungsgrenze kommen, denn wenn der Kalender voller Termine ist, wann wollen wir dann vor- und nachbereiten, strategische Überlegungen vornehmen, entspannen, zu uns selbst finden usw.? Diese Beispiele sind keine festen Termine mit Dritten, sondern Termine mit dir selbst. Allein die Tatsache, dass sie im Kalender stehen, baut Druck auf und erweckt den Eindruck, von Terminen gehetzt zu sein. Daher gehören sie nicht in den Kalender, sondern in deine Vorstellung vom Wochenrhythmus. Denn wenn, Du ein leeres Zeitfenster siehst und weißt, was für dich an diesem Tag wichtig ist, fühlt es sich freier an, sich bewusst in diesem freien Zeitfenster die Aktivität aufzunehmen. — Kleine Einschränkung: bei gemeinsam genutzten oder frei gegebenen Kalendern empfiehlt sich die Reservierung der Stillarbeitszeiträume.

Was ist ein Wochenrhythmus-Plan?

Der Wochenrhythmus-Plan gibt Dir eine Orientierung für regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten. Er steht nicht im Kalender sondern ist ein Template, eine Vorlage für eine typische Woche. Wenn du ihn erlernt hast, wirst du dir optimale Zeitfenster für wichtige Aufgaben nicht selbst durch unüberlegte Terminzusagen torpedieren. Übergangsweise kannst du daher dieses typischen Zeitfenster im (gemeinsamen) Kalender als „Stillarbeit“ oder „abwesend“ bzw. „beschäftigt“ markieren. Wichtig ist jedoch, ein Grundmuster für die optimale Woche einmal bewusst zu durchdenken.

Wochenrhythmusplan (c) Sylvia Nickel

Als Home Worker sind bei mir die Übergänge zwischen Berufs- und Privatleben fließend und so habe ich für alle Bereiche Zeitblöcke integriert, z. B.

  • Weiterbildung: Lesen von Fachliteratur und Blogs, Hören von Podcasts
  • Daten & Zahlen: Buchhaltung, Planung, Datensicherung und -abgleich
  • Marketing: Social Media, Website, Blog, Newsletter
  • Produktentwicklung: Planung von Webinaren und Workshops, Gestaltung von Guided Coworking sowie Walk & Talk
  • Versorgung: Lebensmitteleinkauf, Fuhrparkpflege
  • usw.

Hinzu gesellen sich in meinem Fall Blöcke für Kundentermine, Webinare und Webmeetings und alles, was mit dem Umsatz zu tun hat. Was sind deine wiederkehrenden Aktivitäten und wie groß sind die typischen Zeitfenster?

Tipp 1: Lege grobe Zeitfenster fest

Gerade für wichtige, nicht dringende Aufgaben fehlen häufig feste Zeitfenster. Statt jedoch diese genau von 08:00 bis 09:00 Uhr zu legen ist es besser, sich „Vormittag“ zu merken. Das erhält die mentale Anpassungsflexibilität für die ungeplanten Aufgaben, die zusätzlich im Laufe eines typischen Tages herein rauschen. Daher kursiert der Zeitmanagement-Tipp in der Literatur, nicht mehr als 60% der Zeit zu terminieren.

Ich persönlich habe früher gerne etwas auf „am Wochenende“ geschoben, weil ich im Wochenverlauf durch diese unvorhergesehenen Aktivitäten meine großen Zeitblöcke gen Minutentakt schwinden sah. Das führt natürlich dazu, dass entweder die Aufgabe geschoben wird oder das Wochenende mit Arbeit gefüllt ist – äußerst blöd.

Tipp 2: Berücksichtige Deine Energiequellen

Es ist verführerisch, eine Woche kalendarisch zu optimieren und so viel wie möglich darin einzupacken, um beruflich voran zu kommen und geschäftlich Erfolg zu haben. Was aber ist mit deinen Energiequellen: Sport, Freunde, Familie, Hobbies? Berücksichtige Zeitblöcke, um diesen Lebensbereichen nachgehen zu können.

Ich habe mich beispielsweise zehn Jahre lang ehrenamtlich sehr stark engagiert und da war der Montag Abend ein feste Größe, ob ich beim Termin vor Ort war oder andere damit verbundene Tätigkeiten aus dem Home Office erledigt habe.

Tipp 3: Plane Pufferzeiten ein

Wer häufig Außentermine hat kennt das Problem der unvorhergesehenen Terminsaboteure: Stau, Ausfall der Bahnlinie, Verspätungen jedweder Art. Dafür gibt es Zeitpuffer. Aber auch für die Entspannung und die ganz ur-persönlichen Bedürfnisse.

Ein guter Wochenrhythmus-Plan lässt dir gemeinsam mit dem Terminkalender Freiräume, auch mal 20 Minuten länger zu pausieren oder einfach das schönen Wetter durch einen Umweg vom Büro nach Hause zu genießen.

So erstellst Du Deinen Wochenrhythmus-Plan

So kommst du zu deinem Wochenrhythmus-Plan

  1. Liste alle Tätigkeiten auf, die wöchentlich ein- oder mehrfach anfallen
  2. Prüfe, ob die bisherige Anordnung optimal ist
  3. Erstelle den Plan

Beherzige dabei:

  • Verplane nicht 100% deiner Arbeitszeit mit Meetings, Präsentationen usw.
  • Lass rund 40% deiner Zeit als Puffer für Unvorhergesehenes, nicht für die Rhythmus-Blöcke.
  • Behalte mit dem Wochenrhythmus die für dich wichtigen Aktivitäten im Fokus.

Nun gilt es, sich an diesen Rhythmus zu gewöhnen bzw. diesen zu verfestigen. Lege dazu ein Bild auf dein Smartphone, Tablet, Desktop oder drucke diesen einfach aus. Viel Erfolg.

Eine Vertiefung bietet das Webinar Wochenrhythmus im Home Office. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Ein entspanntes mobiles Arbeiten,
Sylvia Nickel
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Smartphone (c) Sylvia Nickel

26. Mai 2017
nach Sylvia Nickel
Keine Kommentare

time management by smartphone4 Minuten Lesezeit

Mein Smartphone ist Uhr, Taschenrechner, Timer, Stoppuhr, Diktiergerät, Spiegel, Taschenlampe, Fotoapparat, Tracker, Tracer, Navigationsgerät, MP3-Player, Notizbuch, digitaler Assistent, E-Mail-Manager, Terminkalender, Social Media-Zugang, mobiles TV, E-Book-Reader … und telefonieren kann man damit auch 🙂 … aber wie hilft es dir in deinem im Zeitmanagement? Darum geht es in diesem Artikel.

Der Einsatz des Smartphones als Werkzeug hängt davon ab wie sehr es in deinen Alltag integriert ist:Smartphone (c) Sylvia Nickel

  1. Ich kann gut darauf verzichten.“ — Dann ist dieser Artikel eher uninteressant für dich. Vielleicht wäre das Generalbuch ein wichtiges Instrument für dein Zeitmanagement.
  2. Mein Smartphone ist stets dabei und eine gute Ergänzung.“ — Du nutzt einige Funktionen deines Smartphones und erfährst in diesem Artikel, welche weiteren nützlichen Zeitmanagement-Werkzeuge mitgeliefert werden.
  3. Es ersetzt teilweise Notebook, Tablet oder Desktop.“ — Deine Erfahrungen sind schon intensiv, aber vielleicht kennst du das andere Gimmick noch nicht.
  4. Ich kann nicht ohne.“ — Ich empfehle dir, besonders den letzten Abschnitt dieses Artikels zu lesen.

Diese Funktionen sind schon drin

Quasi von Haus aus ist dein Smartphone ein digitaler Assistent in Sachen mobiles Zeitmanagement. Dazu gehören:

  • Kamera — für schnelle Bild-Notizen.
  • Notizfunktion — für kombinierte Sprach-, Bild- und Textnotizen.
  • Wecker, Timer und Stoppuhr — unschlagbar für gezielte Erinnerungen sowie die Pomodorotechnik: Stelle dir den Timer auf einen knappen Zeitraum, um gezielt und ablenkungsfrei eine Aufgabe zu bearbeiten. Ich arbeite mit 20 Min. und 60 Min., je nach Aufgabenumfang (mehr zur Pomodorotechnik in diesem Video).
  • E-Mail — für unterwegs; dies kann sich jedoch auch als Bremse erweisen. Stelle zumindest die Push-Nachricht auf lautlos.
  • Cloud-Dienst — hiermit hast du dein Büro überall, insofern deine Daten in der Cloud liegen. Ich nutze beispielsweise Office 365 und kann mit meinem Smartphone im Zweifelsfall auch auf Powerpoint & Co. zurück greifen.

5 nützliche Apps für dein Zeitmanagement

Dein Betriebssystem bringt einige Werkzeuge mit. Mit einigen wenigen Apps kannst du noch mehr für dein Selbstmanagement aus dem Smartphone heraus holen.  Dabei gilt:

Welche App für dich die passende ist, hängt davon ab, was du steuern oder bündeln möchtest. Und dies sind fünf ausgewählte Apps, die dich im Zeitmanagement voran bringen können:

  • RescueTime — Diese App läuft auf Notebook, Tablet und Smartphone. Sie zeichnet dein Nutzungsverhalten auf. Ich empfehle RescueTime immer dann, wenn am Ende des Tages viel zu tun übrig ist. Du erkennst schnell deine Zeitfresser: Sind es stundenlange Telefonate, Chats und Messenger oder einzelne Websites, auf die du die Aufmerksamkeit und damit deine Energie lenkst?
  • Google Notizen/Keep — Der Name ist Programm und sollte so verstanden werden. Die App ist eine digitale Sammlung deiner Pins, Post-it und anderer kleiner Merker.
  • Todoist — Diese App ermöglicht dir ein komplexes Aufgabenmanagement und ist dank Plugin auch in Outlook verfügbar.
  • TimeSheet — Mit dieser Arbeitszeiterfassung siehst du, wie viel Zeit einzelne Projekte oder Aufgaben benötigen. Im Gegensatz zu RescueTime läuft es nicht automatisch mit, sondern muss manuell gestartet werden. Dafür werden die Sheets als csv in der Dropbox abgelegt.
  • 7 Weeks — Du willst Dein Verhalten verändern und dich dazu motivieren? Dieses App begleitet dich und erinnert dich auf Wunsch an deine schönen neuen good habits, z.B. das Informationsfasten.

Master or Servant? Wie du dein Smartphone clever nutzt

Bei all den Dingen, welche dein Smartphone zu leisten vermag, beherzige einen Tipp:

Es ist schön, vieles auf dieses kleine Kompaktwunder auszulagern: Erinnerungen an Aufgaben, Mails und Mahlzeiten. Doch wenn du nicht mehr weißt, was der nächste wichtige Schritt ist, bist du der Diener deiner Apps. Lass es nicht soweit kommen. Ein Smartphone ist und bleibt ein Werkzeug … und mal ehrlich: wer hat schon je beobachtet, dass der Hammer den Tischler beherrscht oder der Schraubenschlüssel den Mechaniker? Es ist und beliebt umgekehrt:

Eine Vertiefung bietet das Webinar Zeitmanagement by Smartphone. Weitere Webinare von mir findest du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für dich zusammengestellt.

Ein entspanntes mobiles Arbeiten,
Sylvia Nickel
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#Fasten17 (c) Sylvia Nickel

3. März 2017
nach Sylvia Nickel
2 Kommentare

Fasten anders: Achtsamkeit im Büro4 Minuten Lesezeit

Fasten im Büro? Aber sicher. Du gewinnst nicht nur wertvolle Erkenntnisse über Deine Zeitfresser, sondern kannst diese auch aus dem Alltag verbannen oder zumindest bewusst damit umgehen, vielleicht für immer.

Warum Du fasten solltest

Fastenzeit ist Zeit der Achtsamkeit. Durch den bewussten Verzicht auf ein Lebensmittel oder eine Gewohnheit nehmen wir wahr, wie wichtig oder unwichtig dies für uns ist. Die „Informationsdiät“ oder das „Medienfasten“ wird zunehmend praktiziert, nicht nur zur christlichen Fastenzeit. Dabei geht es um bewusste On- und Off-Zeiten an Smartphone, Tablet und PC.
Fasten ist also nicht nur auf den Verzicht beschränkt: allein das achtsame Verhalten zeigt, dass Veränderung auf Dauer möglich ist. Und das ist die spannende Frage im Büro: Wie viel Zeit und Gelassenheit gewinnst Du durch den Verzicht bzw. die Einschränkung?

So funktioniert das 3M-Fasten

Mit dem 3M-Fasten gehen wir typischen Zeitfressern im Büro 4.0 an den Speck:

  • Schnell mal bei XING oder Facebook vorbeischauen,
  • auf Whatsapp-Nachrichten sofort reagieren und zugleich den nächsten ablenkenden Einfall haben,
  • vor dieser wirklich nervigen Aufgabe doch noch mal schauen, was im Postkasten liegt, und
  • während Du an der Präsentation zu Projekt A arbeitest öffnest Du das Dokument zu Projekt b und reagierst sofort auf die Mail zu Projekt C.

Du erkennst Dich wieder? Dann mache mit beim 3M-Fasten: 7 Wochen bis Ostern.

3M-Fasten (c) Sylvia Nickel

Slow Media

Weniger Ablenkung durch Social Media und mehr Konzentration auf das Wesentliche: Deine wichtige Tagesaufgabe. Diese (maximal drei) notierst Du Dir optimalerweise am Abend zuvor. So nutzt Du Dein Unterbewusstsein, um Dich optimal auf den nächsten Tag vorzubereiten.
Hinderlich sind die vielen Ablenkungen. Teile Dir daher die Aufgaben in überschaubare Zeiteinheiten ein; die Pomodorotechnik empfiehlt hier 25 Minuten. Ich persönlich arbeite mit den Intervallen 20, 45 und 90 Minuten — je nach Bedarf. Gehe währenddessen offline: Schließe alle nicht benötigten Programme, deaktiviere Messenger und gehe — falls möglich — mit dem Smartphone auf Flugmodus. Deine Social Media- und Programmnutzung kannst Du einfach mit RescueTime tracen und auswerten.

Slow Mail

Weniger SPAM und JUNK Mail, Newsletter und Unnötiges. Nimm den Posteingang unter die Lupe und verabschiede Dich von all dem, was Du nicht benötigst, endgültig. Nimm Dir täglich maximal zwei feste Zeitfenster vor, am Vormittag und am Nachmittag. Wenn Du dies mit einer etablierten Routine verknüpfst fällt es leichter, etwa „immer nach dem Vormittagstee nehme ich mir 25 Minuten Zeit für E-Mail und Outlook“.

Slow Making

Weniger Multitasking und mehr Fokus auf das, was Dich JETZT weiter bringt. Eines meiner Fasten-Werkzeuge in Sachen Konzentration ist das Flowmusicstereo-Radio. Alternativ nutze ich auch Chiltrax, um in den Flow zu gelangen. Und das ist das Wesentliche: Im Flow konzentrierst Du Dich auf eine Tätigkeit. Mono- statt Multitasking. Das ist effektiv, denn Wiedereinarbeitung nach Unterbrechung entfällt ebenso wie der eine oder andere Flüchtigkeitsfehler durch Überlastung.

Fasten ist nur die halbe Miete, wenn Du nicht reflektierst, was es Dir bringt.

Nimm Dir täglich 5 Minuten Zeit zur Reflexion

Fasten ist kein Selbstzweck. Nimm Dir Zeit und führe ein Fastentagebuch: Notiere Dir die Tageserfolge, die Momente, die Dir besonders bewusst sind. Und damit Du auch wirklich sieben Wochen durchhältst empfehle ich Dir die 7Weeks-App. Dort kannst Du jeden 3M-Fasten-Tag vermerken. Ich hoffe, Dir gelingt die 40-Tage-Serie. Vielleicht wirst Du auch produktiver und gewinnst zeit für andere Aktivitäten. Lass es uns wissen: im Recall-Webinar. Hier geht es zur Anmeldung.
Ob Du mit Medien, Mail, Multitasking oder anderen Dingen fastest:

Nimm Dir bewusst Zeit für die Aktivitäten,
nacheinander und nicht zugleich,
denn weniger ist Mehrwert.

Eine erfolgreiche Fastenzeit,*
Sylvia Nickel
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* Gemeinsam Fasten? Ja! Wir starten mit der Arbeitsorganisation. Dieses Thema wird im Webinar „Fastenzeit im Büro 4.0„erörtert. Im Recall tauschen wir uns über die Erfahrungen aus und von mir gibt es eine ganz persönliche Rückschau
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Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel

17. Februar 2017
nach Sylvia Nickel
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Socialize! Mit Social Media produktiv im Büro 4.05 Minuten Lesezeit

Home Office hat Vor- und Nachteile. Zugleich beides ist die physische Abwesenheit von Kolleginnen und Kollegen. Da kommen die sozialen Medien im Zeitalter der Ablenkung gerade richtig. Wie diese jedoch effektiv genutzt werden können, um motiviert und zielgerichtet voran zu kommen — darum geht es in diesem Artikel. Socialize your home Office.

Wie Du mit Social Media produktiver wirst

Bei Social Media denkt man einerseits an Facebook, Pinterest, youtube, xing und co. — andererseits an das „Verdaddeln“ von Zeit durch Chats, endlose Diskussionen oder Kommentare unter Beiträgen, Postings der aktuellen Mahlzeit („Food Porn“), Auspacken der Shopping Bags vor der Kamera („Unboxing“) und die zahlreichen Videos á la „schaut her — das ist mein Leben“. Nicht wenige Menschen verlieren sich in Online-Spielen, welche mit den Plattformen verknüpft sind.

Doch es geht auch anders. Mit Social Media kannst Du Dich vor allem mit den Menschen verbinden, die Dich voran bringen, die Deine Interessen teilen, die Dich motivieren oder mit denen Du gar zusammenarbeitest. Hier einige Beispiele für verschiedene Felder:

Information

Newsfeeds wie bei Facebook, Xing, Linkedin, Google & Co informieren Dich über die in Deinen Kreisen angesagten Themen. Achtung: Hier entsteht die berühmte Informationsblase; wer sich stets in den selben Kreisen informiert kann in seiner Meinung nur bestätigt werden. Daher solltest Du Dir Deine eigene Zeitung gestalten, z. B. in einem Newsreader. Hier trägst Du die Links zu Blogs und Websites zusammen, die Dich interessieren. Du kannst sie auch nach Kategorien sortieren. So ist der eine Informationshappen dem Weltgeschehen, der andere den neuen Trends in der Branche vorbehalten, und ganz besonders inspirierend sind Artikel zur Motivation.

Motivation

In den Sozialen Netzwerken sind offene, geschlossene, in manchen auch geheime Gruppen möglich. Suche Dir Gruppen mit Menschen, die Dir gut tun, die eine positive Einstellung zur Arbeit haben oder einfach Deinen Interessen entsprechen. Ich nutze beispielsweise zwei Facebookgruppen intensiv: die eine ein befasst sich mit Gelassenheit und Erfolg am Arbeitsplatz, die andere mir Sport und Ernährung, auch und gerade im Beruf. Ja, natürlich gibt es so viele mehr, aber wir reden ja über den produktiven Einsatz am Arbeitsplatz.

In einigen Projekten habe ich persönlich solche Gruppen genutzt, um eine überschaubare Anzahl an Projektbeteiligten zu motivieren. Eine Facebookgruppe kann keine Projektdokumentation oder gar ein Workflowmanagement ersetzen. Allein jedoch ein „Moin aus dem Norden. Ich widme mich heute ….. wer macht auch um 13 Uhr Pause?“ ist im Home Office schon fast genauso nah wie die persönliche Verabredung zum Lunch im traditionellen Büro. Selbst das morgendliche Meeting kann auch über eine Gruppe koordiniert werden. Allerdings ist das gesprochene Wort schneller als das geschriebene, so dass in diesem Fall der Telefonkonferenz („Telko„) dem Vorzug gegeben werden sollte. Ich einigen Fällen allerdings kann das „Tipp-Meeting“ sinnvoll sein, z. B. wenn eine oder mehre Personen nicht teilnehmen können oder wenn die Funkverbindung einer der Beteiligten eine stabile Voice-Übertragung zulässt, etwa bei Fahrten durch Tunnel.

Kollaboration

Nicht zu unterschätzen ist die schnelle, unkomplizierte Kommunikation. Durch manche Dienste lassen sich einfach Links, Dokumente oder Bilder zu Themen zusammenstellen, z. B. Diigo oder Pinterest. Auch das gemeinsame Erarbeiten solcher Boards ist häufig möglich. Das spart Zeit, da man sich nicht wiederholen muss, und motiviert, wenn sich mehrere beteiligen oder einfach einen Mehrwert aus der Themenzusammenstellung ziehen können. Das ist nur was für’s Hobby wie Kochen usw.? Weit gefehlt! Die Zusammenstellung der präferierten Tagungshotels funktioniert damit genauso wie die Faktensammlung für ein bestimmtes Thema.

Bei Messengern, Chat-Gruppen und dergleichen lauert die Gefahr von Unterbrechung und Ablenkung. Beherzige daher neben den Vorgaben Deiner Organisation folgende Grundsätze beim Einsatz von Social Media am Arbeitsplatz.

Socialize! (c) Sylvia Nickel So nutzt Du Social Media produktiv

  1. Stelle soweit möglich alle Benachrichtigungen und Unterbrechungen während eines Workloads auf lautlos. Schnell erreichst Du das mit dem Flugmodus auf Smartphone, Tablet und Notebook. Ein Workload (konzentrierte Arbeitszeit für eine Aufgabe) sollte mindestens 25 Min. dauern.
  2. Nutze bewusst die Zeiten zwischen Workloads, nebst Lüften und Bewegung, für bewusstes
    – informieren
    – motivieren
    – kommunizieren.
  3. Lasse Deine Social Media-Nutzung aufzeichnen und analysiere diese, wenn Du feststellst, dass am Ende des Arbeitstags zu viele Aufgaben übrig sind. Ein gutes Werkzeug ist RescueTime.
Mit Social Media kannst Du Deinen Arbeitstag motivierend und produktiv gestalten oder ineffizient und frustrierend; dies liegt in Deiner Hand. Wie nutzt Du Social Media am Arbeitsplatz? — Ich freue mich auf Deinen Kommentar.
Mit dem Social Media am Arbeitsplatz befassen sich auch das Webinar „Büro 4.0 | Socialize“ sowie das Erfolgsteam „de-stress yourself,“ denn die Vielzahl der Logins und das fehlende Management können ein großer Stressor sein. Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Ein entspanntes Arbeiten,
Sylvia Nickel
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Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel

27. Januar 2017
nach Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Was Dir ein Password-Management bringt3 Minuten Lesezeit

Das Password ist der digitale Schlüssel zu Plattformen, Profilen und Konten. Doch wie die Vielzahl an Passwords verwalten? Darum geht es in diesem Beitrag.

Warum Du Dein Password ändern solltest

Mit dem Password hast Du den Zugang zu Diensten, ob E-Mail, paypal, XING oder Linkedin, zum Office 365-Konto, Amazon oder ebay. Es ist der digitale Schlüssel. Verlierst Du diesen oder wird er Dir geraubt, so können all diese Türen von einem anderen geöffnet und die Dienste genutzt werden. Allein dies ist ein Grund, das Password nicht nur regelmäßig zu ändern, sondern auch für jeden Dienst ein eigenes zu nutzen.

3 Tipps für Dein optimales Password

Ein Password ist dann gut, wenn es niemand erraten kann; „mein Hund“, „123456“, „Anno Geburtsjahr“, „password“ oder „qwerty“ sind leicht zu knacken und daher ungeeignet. Daher gilt

  • Nutze die maximale Zeichenzahl. Diese variiert je nach Dienst meist von 8 bis 20 Zeichen.
  • Kombiniere Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
  • Verwende keine Wörter, sondern reine Kombinationen ohne sichtbaren Sinn.

Passwortgeneratoren wie beispielsweise dieser und zahlreiche Ratgeber empfehlen, durch die Anfangsbuchstaben einen Satz zu bilden, um sich das Password besser merken zu können, doch damit sind wir wieder bei einem Password mit Sinn.

WiePassword (c) Sylvia Nickel Du Deine Passwords zentral verwalten kannst

Login hier, Kennwort da … und schon ist der Schlamassel da. Ein Überblick über diese wäre ebenso gut wie ein digitaler Password-Merker. An dieser Stelle höre ich im Workshop:

Ja, das kann er, doch wie sicher ist dies? Was passiert, wenn eine andere Person Dein Gerät nutzt? Und wie sieht es aus, wenn Du Tablet oder Smartphone nutzt?

Eine einfache Möglichkeit ist, sich die Passwörter in einer durch Kennwort geschützten Datei zu speichern. Doch das ist nicht komfortabel. Ständig müssen diese hin- und her kopiert werden. Sinnvoll ist daher die Nutzung einer professionellen Kennwort-Verwaltung wie 1Password oder AVIRA Password Manager. Hier musst Du Dir (wie bei einem lokal gesicherten Dokument) nur das Master-Password merken; den Rest erledigt der Manager für Dich, etwa sinnvolle Vorschläge für neue Kennworte sowie die Frage, ob das Kennwort für die Login-Seite gesichert werden soll. Obligatorisch ist die Loginliste für den schnellen Klick.
Die Password-Management-Lösungen bietet zuweilen auch weitere Funktionen, beispielsweise

  • Wird dasselbe Password mehrfach benutzt?
  • Wann war der letzte Login?
  • Wann wurde zuletzt das Password geändert?

Übrigens darf und sollt Dein Password-Management ruhig etwas kosten: Es schützt äußerst sensible Daten. Etwas ketzerisch gesagt: Wer eine Versicherung für sein Smartphone abschließt sollte mit dem Passwortschutz nicht geizen.

Mit dem Kennwort-Management befasst sich auch das Webinar „Büro 4.0 | Passwordmanagement“ sowie das Erfolgsteam „de-stress yourself,“ denn die Vielzahl der Logins und das fehlende Management können ein großer Stressor sein. Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ein entspanntes Arbeiten,
Sylvia Nickel

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Der schwarze Punkt (c) Sylvia Nickel

20. Januar 2017
nach Sylvia Nickel
Keine Kommentare

#Denkzettel: Der schwarze Punkt3 Minuten Lesezeit

In der Kategorie Denkzettel  findest Du Motivationsgeschichten und Zitate rund um die Zeit, so auch „der schwarze Punkt“. Diese Geschichte habe ich im Facebook-Stream entdeckt. Meinen Recherchen nach tauchte Sie am 22.10.2016 zuerst auf Newslichter auf; diese beziehen sich jedoch auf Geschichten-Netzwerk.

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Der schwarze Punkt

„Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:
„Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“ Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.“

Der schwarze Punkt (c) Sylvia Nickel

„Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.
Nun lächelte der Professor und sagte:
„Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.

Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….
Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw.
Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!“

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Wo ist Dein Fokus?

Setzen wir den Fokus auf die Dinge, die unwesentlich sind oder jetzt nicht verändert werden können, vergeuden wir wertvolle Energie und auch Zeit. Konzentriere Dich nicht auf den schwarzen Punkt, sondern auf die Fülle herum.

Achte daher auf Deinen Fokus. Und wenn Du Dich ertappst, nur an die jetzt fehlenden Dinge zu denken, lade ich Dich ein, sie mit einem Lächeln in die Kiste der schwarzen Punkte zu packen. Konzentriere Dich auf die Möglichkeiten. Ein paar Beispiele für schwarze Punkte im Büro 4.0:

  • „Wenn ich doch die Antwort von … hätte, dann ..“⇒ Prima, dieses unerwartete Zeitfenster gibt Dir Gelegenheit, eine andere Aufgabe zu erledigen.
  • „Warum ist die Internetverbindung so lahm?“ ⇒ Okay, dann arbeite ich in Ruhe offline 🙂
  • „Diese Person ist so unfreundlich, dass mir die Lust zu arbeiten vergeht.“ ⇒ Super, eine Chance, sich in Gelassenheit zu üben; es mag nicht der beste Tag für diesen Menschen sein.

Ich wünsche Dir den Fokus auf die Fülle, die Möglichkeiten und all das, was Du jetzt bewegen kannst,
Sylvia
PS: Setze Deinen Fokus mit dem Vision Board. Wie dies funktioniert, erkläre ich Dir hier.
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