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Neanderdigitaler © Sylvia NiCKEL

16. Februar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Resilienz: Vom Neanderdigitaler zum gechillten Kopfarbeiter5 Minuten Lesezeit

Als Resilienz (von lat. »abprallen)« ist die psychische Fähigkeit definiert, Krisen zu bewältigen; doch was hat dies mit dem Neandertaler zu tun? Recht viel, denn ein Teil unseres Hirns funktioniert noch genauso wie zu diesen Zeiten. – Dem biologisch versierten Leser sei verraten, dass sich dieser Artikel mit den Auswirkungen und nicht mit der neurowissenschaftlich exakten Darstellung der Abläufe auseinandersetzt, obwohl diese dem Schreiberling bekannt sind.

Warum Stressreaktionen den modernen Menschen möglich machten

Zwar stammt der moderne Mensch nicht direkt vom Neandertaler ab, doch gilt dieser nicht nur als ausgestorbener Verwandter. Ob Homo Sapiens oder Homo Neanderthalensis, ein Grundprogramm sorgte für das Überleben im Kampf mit der Natur und anderen Lebewesen und sicherte so die Entwicklung des modernen Menschen. Dieses Programm unseres limbischen Systems (Vortrag zum Thema) funktioniert noch heute. Und es ist für die zunehmende Stressbelastung mit verantwortlich. Es sind die Grundemotionen und die damit verbundenen tief verwurzelten Strategien. Die wichtigste Emotion ist die Angst.

Resilienz: Wie der Neandertaler uns torpediert

Bei Angst (aber auch bei Ekel, Zorn usw.) werden Stresshormone ausgeschüttet (zur Wirkunsgweise), die zu Urzeiten wichtig waren, denn es gab exakt zwei Möglichkeiten: weglaufen oder angreifen. Meist entschieden sich beide unserer Vorfahren für die Flucht, beispielsweise vor dem Säbelzahntiger.

Und heute? Da sitzen wir im Büro, im Coworking Space oder in der Bahn. Das Smartphone mahnt uns an die unerledigten Tagesaufgaben, Nachrichten tröten im Minutentakt, und wir denken an den Aufgabenberg, den wir auch privat, familiär, gesundheitlich und in Sachen Lebenssinn bewältigen wollen. Wir haben tief im Unterbewsstsein Angst

  • es nicht zu schaffen,
  • etwas zu vergessen,
  • etwas falsch zu machen,
  • etwas verpasst zu haben,
  • nicht rechtzeitig fertig zu werden.

Unser »Neanderhirn« ahnt: Gefahr! Also steigen Blutdruck und Herzfrequenz, die Muskeln werden besser durchblutet. Und weil Magen, Resthirn und auch das Immunsystem bei Kampf oder Flucht nicht benötigt werden, sind diese Funktionen heruntergefahren. Mit anderen Worten:

Alles andere als wir es im Alltag brauchen. Denn gerade bei vielen Aufgaben gilt es, Ruhe bewahren, priorisieren und Stück für Stück statt simultan arbeiten. Denn wer sich täglich einem hohen, unnötigem und negativem Stresslevel aussetzt, wird die psychische Widerstandskraft (Resilienz) für die tatsächlichen Krisen unnötig schmälern.

Was der Neanderdigitaler falsch macht

Statt die Zügel in der Hand zu halten, lassen sich viele Menschen von den digitalen Helferlein ihren Tag bestimmen. Sie lauern auf potenzielle Gefahren (vor allem Säbelzahntiger 😉 ). Erinnerungen hier, Fitnesstracker da und noch schnell der Blick auf die neuesten Meldungen in den sozialen Netzwerken. Dies wäre so, als wenn sich der Ur-Mensch seine Umgebung mit Bildern von Säbelzahntigern ausstattete. Der »kleine Limbi« (das limbische System) in uns schlägt Daueralarm. :/

Dabei geht es ganz einfach umgekehrt: schalte möglichst alle Benachrichtigungen aus und wähle bewusst nur Erinnerungen für die Dinge, die wirklich nötig sind, beispielsweise Termine mit anderen. Zwischenzeitig lässt sich hervorragend selbstbestimmt und konzentriert arbeiten. Je kürzer diese »Stillarbeitszeiten«, desto flexibler der Tag, denn nach einer Arbeitseinheit kannst Du nachsehen, ob etwas wirklich Wichtiges in Deiner Inbox gelandet ist.

3 Tipps für Deine Resilienz

  1. Fokus: die Konzentration auf das wesentliche ist ein wesentlicher Baustein im Zeitalter der Ablenkung. Sind Ziele und Prioritäten klar fällt auch die Impulskontrolle bei etwaigen »Pling-Pling« oder anderen Ablenkungen leicht. Wer nicht fokussiert, verliert.
  2. Reflexion: wir können die Emotionen nicht ausschalten und eine Unterdrückung ist selten sinnvoll. nebst der Angst ist es die Freude, die uns leitet.  15 Minten täglich für das Journaling genügen, denn wer nicht reflektiert schafft keinen Raum für das Jetzt.
  3. Lernen: eine positive Bestätigung ist von großer Bedeutung für die psychische Widerstandskraft. Wer sich neuen Aufgaben stellt und diese meistert, gewinnt Selbstvertrauen in das eigene Handeln. Lerne eine neue Sprache mit nur ein paar Vokabeln täglich, ein Instrument, das Jonglieren … lerne täglich etwas, systematisch.

Der gechillte Kopfarbeiter im 21. Jahrhundert weiß, dass der Säbelzahntiger ausgestorben und Angst in den meisten Fällen unbegründet ist. Weiß dies auch Dein Hirn? 😉

de-stress yourself und stärke deine Resilienz © Sylvia NiCKELStressabbau ist zentrales Thema des digitalen Erfolgsteams »de-stress yourself«: Binnen drei Monaten ent-stressen wir uns mit verschiedenen Übungen und stärken die Resilienz. Reserviere Dir jetzt einen Platz im nächsten Erfolgsteam.

Einen kleinen Einblick in das Thema Tagessteuerung und Aufgabenmanagement geben Webinar und Videolektion »So viel Power steckt in Eisenhower«.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir eine gechillte Zeit,
Sylvia Nickel

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Eisenhower IV: zeitliche Prioritäten © Sylvia NiCKEL

9. Februar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Eisenhower IV: zeitliche Prioritäten4 Minuten Lesezeit

Eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasste sich mit den Dimensionen »Dringlichkeit« und »Wichtigkeit«. Teil 2 analysiert die Standardempfehlungen für die vier Matrix-Felder. In Teil III standen die Missverständnisse rund um den Workflow im Mittelpunkt. In diesem Teil IV betrachten wir die zeitlichen Prioritäten.

In welchem Feld verbringst Du die meiste Zeit?

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Rabe NiCKEL © Sylvia NiCKEL

8. Februar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Freebies wieder verfügbar (nach und nach)1 Minuten Lesezeit

Eine Kurzmitteilung in eigener Sache: Freebies auf 2nc.de

Zu den meist gesuchten Downloads auf der Hauptwebsite 2nc.de gehört »Die interne Revision – Relikt oder Instrument marktorientierter Unternehmensführung?«. Diese ist ab sofort wieder verfügbar und zwar hier. Ich werde in den nächsten Tagen die weiteren Leseproben redigieren, an ein neues Template anpassen und dort zur Verfügung stellen. Außerdem wurde der Freebiebereich nach Themen sortiert:

NiCKEL Business Perfromance 2018 © Sylvia NiCLKEL

  1. Selbstmanagement & Arbeitsmethodik
    Das neue Zeitmanagement und seine Grundsätze
  2. Personal Change & Produktivität
    Gute Gewohnheiten für noch mehr Produktivität und diese erfolgreich manifestieren
  3. Büro 4.1 & digitales Arbeiten
    Methoden, Apps und Werkzeuge für New Work, einzeln und im Team
  4. Karriere nach Maß & Netzwerken
    Exploration möglicher Berufsentwicklung und Lebenspfade sowie Aufbau und Pflege nachhaltiger Kontakte
  5. Entrepreneurship & Positionierung
    Handwerkszeug für Solopreneuere und Unternehmer

Die obige Struktur gibt übrigens auch die Themenschwerpunkte der offenen Webinare an. Die Wochen werden immer am Mittwoch gezählt. Da die Woche um den fünften Mittwoch im Monat seltener ist, sammeln sich hier »Ausnahmethemen« aus der 25-jährigen Beratungspraxis.

Frohes Schaffen und närrische Tage,
Sylvia Nickel

 

XING-Profil 2018 © Sylvia NiCKEL

7. Februar 2018
von Sylvia Nickel
2 Kommentare

Das neue XING-Profil 2018 in Kürze4 Minuten Lesezeit

Man benötigt es, auf Linkedin, Google+ oder/und auf XING: das Profil. Aber XING ist nicht nur ein Verzeichnis von rund 12,3 Millionen beruflich aktiver Menschen in der D-A-CH-Region, sondern ein Werkzeug zum Netzwerken. Zu den Basics gehören die Profilangaben und die ab 2018 neue Visitenkarte.

Was ist neu im XING-Profil 2018?

Neben einiger Funktionen, die sich nun an anderer Stelle befinden wie beispielsweise die Tags bzw. Kategorien oder die Kontaktdaten, die nun hinter dem Ort auf der Visitenkarte hinterlegt und hinter den drei Punkten neben »Visitenkarte bearbeiten« sind, kamen auch neue Funktionen bzw. andere Anordnungen hinzu:

  • Das Profil ermöglicht nun ein Hintergrundbild, so wie beispielsweise das eigene Facebook-Profil auch.
  • Die Visitenkarte ermöglicht den Ausweis von bis zu fünf »Visitenkarten-Einträgen«, so dass dieses Feld analog des »Akademischen Abschluss« für weitere Angaben oder weitere Tätigkeiten (z.  B.  Ehrenamt oder Verweis auf das Coach-Profil auf XING Coaches) genutzt werden kann.
  • Das Impressum ist ganz nach unten gerückt.
  • Bei der Anlage von Ihre Notizen zu einem Kontakt wird kein Datumsstempel mehr gesetzt.
  • [Nachtrag am 15.02.2018] Die privaten Nachrichten heißen nun »Messenger« – Facebook lässt grüßen 😉

XING-Visitenkarte © Sylvia NiCKEL

Dies ist im neuen XING-Profil 2018 nicht mehr drin

Vielleicht suchst Du einige Funktionen und Angaben. Einige sind entfallen, und zwar diese:

  • die Gemeinsamkeiten, zum Kontakt wurden gestrichen;
  • die Anzahl der Kontakte bleibt dem Profilbesucher verborgen und lässt sich nicht herausfinden;
  • der Aktivitätsindex ist ebenfalls verschwunden;
  • bei den Aktivitäten sind die RSS-Feeds aus Blog und Twitter entfallen; [Nachtrag am 15.02.2018] die RSS-Feeds aus Blog und Twitter sind wieder drin;
  • die Option Kontakt löschen kann nur noch über die Kontaktliste und nicht mehr im Profil gewählt werden;
  • [Nachtrag am 15.02.2018] die Möglichkeit, nicht geknüpften Kontakten, bestimmte Kontaktdaten frei zu geben, ist nicht mehr vorhanden;
  • das Zitat oder der Leitspruch unter dem Namen wird nicht mehr angeboten.

Jetzt aber: schnell auf XING einloggen und Profil überarbeiten 🙂
Bei dieser Gelegenheit freue ich mich über eine Kontaktanfrage von Dir. 🙂

XING-Workshop

Die Optimierung Deines XING-Profils steht im Mittelpunkt des »XING-Workshops«, live und online. Wir nehmen uns in kleiner Gruppe Zeit, Dein Profil zu optimieren.
Melde Dich gleich jetzt ► hier für den nächsten Termin an.

Weitere Webinare  von mir findest Sie übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir ein entspanntes Netzwerken auf XING,
Sylvia Nickel
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XING-Tags © Sylvia NiCKEL

2. Februar 2018
von Sylvia Nickel
2 Kommentare

XING: Wo sind die Tags bei den Kontakten?2 Minuten Lesezeit

Etwas erstaunt schaute ich neulich auf XING in den Kontaktdetails und suchte vergeblich die von mir gesetzten Tags. Eine Anfrage beim Service löste das Problem, denn mit dem Relaunch sind einige Funktionen verschwunden oder an anderer Stelle, während neue Funktionen hinzu traten. Doch erst mal zum Anfang.

Warum Tags im Kontaktmanagement sinnvoll sind

Wer mit vielen Kontakten arbeitet, kann sich nicht alles merken. Deshalb ist die Verschlagwortung (»tagging«) sinnvoll. So lassen sich später Kontaktkreise nach den Schlagworten (»Tags«) extrahieren und beispielsweise zu einem Event einladen oder auf einen interessanten Artikel aufmerksam machen. Typische Tags, die ich nutze, sind beispielsweise

  • Unternehmen, Messe oder Event, an welchem ich den Kontakt kennengelernt habe;
  • Duzen oder Siezen;
  • privat oder geschäftlich;
  • virtuell oder persönlich;
  • Teilen meiner Hobbies oder Interessen (jeweils ein Tag, z. B. »Motorrad«);
  • Verband oder Verein, in dem wir beide Mitglied sind, z. B. GfA oder bdvb.

Tags können mehrfach zugeordnet werden und unterscheiden sich von Notizen dadurch, dass sie mehrere Personen betreffen. Das Tagging funktioniert natürlich nicht nur auf XING, sondern in nahezu jeder anderen Kontaktverwaltung.

Wie funktionieren die Tags auf XING?

Während dies früher direkt auf der Kontaktansicht »Visitenkarte« erschienen, bedarf es nun eines Umwegs: rufe Deine Kontaktliste über »Meine Kontakte« auf und wähle »Kontakte«. Die alphabetisch sortierte Ansicht steht standardmäßig auf »Kompaktansicht«. Wähle nun die »Detailansicht«, gekennzeichnet durch die zwei liegenden Balken. Es erscheinen Notizen und Tags (falls Do bereits welche vergeben hast).

XING-Tags © Sylvia NiCKEL

Neue Tags können mit dem grauen »+« direkt unter dem Namen und den Visitenkartenangaben angelegt werden.

XING-WorkshopDu möchtest Dein XING-Profil optimieren, Tipps und Feedback  erhalten? Dann ist der XING-Workshop online etwas für Dich.  Mehr erfahren …
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir ein entspanntes Netzwerken auf XING,
Sylvia Nickel
PS.: Vernetze Dich mit mir 🙂

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Journaling © Sylvia NiCKEL

2. Februar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Was Dir Journaling bringt4 Minuten Lesezeit

Ein Trendbegriff mit steigendem Interesse ist das »Journaling«. Worum es dabei geht und was es Dir bringt, darum geht es in diesem Artikel.

Journaling: ein neuer Hype?

Journaling und Tagebuch sind alte und lang bewährte Methoden der Selbstführung. Bereits zu Zeiten der Geheimgesellschaften im 18. Jahrhundert wird insbesondere das Journaling eingesetzt, um zum »besseren Ich« zu gelangen. Auch der deutschsprachige »Papst« der Selbstführung, Gustav Großmann, verweist in seinem Werk »Sich selbst rationalisieren« auf die Kraft der schriftlichen Reflexion. Und seit den 1970ern gehört das Journaling zum Methodenkoffer der Persönlichkeitsentwicklung. Es entwickelten sich zahlreiche Varianten sowie die der zwölf Fragen von Claus Otto Schramer.

Journaling: das ist doch wie Tagebuch schreiben … ?!?

Zwar geht es bei beiden Form um eine chronologische Aufzeichnung, doch der Zweck ist ein anderer:

  • Diary/Tagebuch schreiben: Festhalten, was passiert ist, wie man sich fühlt usw.; Sinn und Zweck des Tagebuchs ist primär die Aufzeichnung, beispielsweise um diese später noch einmal aufzuarbeiten. Insofern ist es ein Tracing der Lebenszeit. Was habe ich wann wo gemacht?
  • Journaling/reflektierendes Schreiben bedeutet hingen die bewusste Reflexion, beispielsweise anhand von Leitfragen. Ziel ist, das Mindset zu schärfen und bewusster den Alltag zu meistern. Also ist Journaling ein klassisches Instrument der Selbstführung. Hier steht die Frage im Mittelpunkt: was habe ich wann mit welchem Erfolg gemacht und wie kann ich eine Wiederholung oder Verbesserung sicher stellen?

Journaling: so gehst Du vor

Ob handschriftlich oder mit einer App – dies bleibt Dir überlasen. Es eignen sich ein schönes, nur für diesen Zweck zu nutzendes Notizbuch oder eine App wie beispielsweise OneNote oder Evernote. In letzteren kannst Du eine eigenes Journaling-Buch anlegen.

Für das Journaling eignet sich insbesondere der Abend, denn es hilft zugleich, sich auf den nächsten Tag einzustimmen. Den Rest besorgt das Gehirn während des Schlafs. Und das ist nachvollziehbar: wer mit dem Gedanken »morgen schon wieder ein Horrortag« einschläft wird mit einer anderen Stimmung erwachen als mit dem Gedanken »dieses war heute gut und morgen ist jenes wichtig.«

Natürlich ist es wichtig, was Deine Leitfragen sind. So wie beim Buch der Erfolge können dies beispielsweise sein:

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Was hat mich heute voran gebracht?
  • Was wünsche ich mir in meinem Leben?

Journaling kann sich aber auch auf einen bestimmten Lebensbereich, den Beruf, die Ernährung, den Sport, die Familie usw. beziehen. Dann sind sind Fragen enger. Beispielsweise beruflich:

  • Was habe ich heute für den Erfolg von morgen getan?
  • Was habe ich heute gelernt?
  • Wie kann ich den morgigen Tag erfolgreich gestalten?

Es gehört übrigens auch zum Journaling, sich nicht auf das Negative zu konzentrieren (»was lief denn heute wieder schief?«), sondern auf das Gute, das Erwünschte, das, was geklappt hat, und welche Chancen und Möglichkeiten sich eröffnen.

Journaling und Mindset

Der Erfolg wird nicht gleich am zweiten Tag sichtbar sein. Doch die Konzentration auf das, was gut ist (Dankbarkeit), und auf das, was Du fokussierst (Wünsche und Ziele), wird Deine Gedanken verändern. Sie werden präsenter und Du handelst fokussierter.

Ich nutze diese Methode seit vielen Jahren, jedoch nicht durchgehend, sondern anlassbezogen: immer, wenn ich merke, an irgendeiner Stelle läuft es nicht so rund, wie ich es mir wünsche, reflektiere ich bewusst, meist in einer schnöden Word-Datei, gerne aber auch auf einem Blankoblatt meines Generalbuchs 😉

Karriere nach Maß © Sylvia NiCKEL

Dieses Thema ist Gegenstand der 13. Folge des monatlichen Update-Webinars »Karriere nach Maß«. Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Viel Erfolg mit dem Journaling,
Sylvia Nickel

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Eisenhower Standardempfehlungen © Sylvia NiCKEL

26. Januar 2018
von Sylvia Nickel
3 Kommentare

Eisenhower III: Missverständnis um den Workflow5 Minuten Lesezeit

Eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasste sich mit den Dimensionen »Dringlichkeit« und »Wichtigkeit«. Teil 2 analysiert die Standardempfehlungen für die vier Matrix-Felder. In diesem Teil III schauen wir uns die Missverständnisse rund um den Workflow mit Eisenhower an.

Eisenhower: 4 Anwendungsfehler

Zwar nickt (fast) jeder wissend, wenn ich in einem Workshop nach dem Eisenhower-Prinzip frage, doch dann wird in der Diskussion schnell deutlich, warum vielen diese Heuristik als »blanke Theorie« erscheint. Schnell kommen Aussagen auf wie

  • »Das sagen Sie mal meinen Kolleginnen und Kollegen.« oder
  • »Mein Chef/meine Chefin sieht das aber anders … da ist alles wichtig und dringend.« oder
  • »Ja, meine Vorgesetzten können delegieren, ich aber nicht.«

Es liegt an vier Anwendungsfehlern, die vor allem Einsteiger in das bewusste Zeitmanagement machen. Natürlich mag es auch daran liegen, dass das Eisenhower-Prinzip viel mehr bietet als eine Prioritätensortierung, aber zurück zu den Fehlern:

  1. operative Hektik an den Tag legen: nicht alle Aufgaben sind wichtig. Wenn jede hereinkommende Aufgabe mit derselben Priorität bearbeitet wird, ist die Folge Multitasking. Dies befördert Streß; Streß löst Konzentrationsstörungen aus; fehlende Konzentration führt zu Flüchtigkeitsfehlern – und Deinem ganzen Selbst tut dies nicht gut, der Organisation übrigens auch nicht 😉
  2. auf »Dringlichkeit« sofort reagieren: die Eisenhower-Matrix ist ein Hilfsmittel für Deine Entscheidung darüber, was in Deiner Rolle in der Organisation wichtig, dringlich oder keines von beidem ist. Natürlich wird das häufig als dringlich verkauft, was anderen in ihrer Rolle wichtig ist. Besteht objektiv eine Dringlichkeit? Wissen die anderen um Deine Rolle und die zugehörigen Prioritäten?
  3. auf »später« verschieben: »Deadline noch nicht heute? Prima, das hat Zeit bis morgen«. Dieser Gedanke kann schnell zu Fehlentscheidungen über das Zeitbudget führen, denn unter steigendem Zeitdruck leidet in aller Regel die Arbeitsqualität. Wer eine Aufgabe auf To-Do verschiebt sollte sich klar darüber sein, welches Zeitfenster er wann für diese Aktivität nehmen möchte. Ein gutes Aufgabenmanagement ist also hier gefragt.
  4. mehrfach die Priorität prüfen (To-do-List-Checkeritis): eine schöne To-Do-App macht Spaß. Ihr Hauptzweck ist jedoch nicht, sich stets und ständig die Aufgaben anzuschauen und noch einmal die Priorität zu verändern. Eine gute Tagesliste als Auszug aller verschobenen Aktivitäten bietet einen Überblick und hilft sofort bei der Prioritätenfrage, beispielsweise, wenn eine Feuerwehraufgabe plötzlich herein purzelt.

Das Eisenhower-Prinzip gibt uns einen Arbeitsfluss bzw. Workflow für einen entscheidenden Moment: den Aufgabeneingang. Diese Aufgaben kommen nicht nur von oder durch andere, sondern auch von uns selbst wie die Idee, eine Präsentation grundlegend zu überarbeiten usw. – vorausgesetzt, diese Aktivitäten sind wichtig für die jeweilige Rolle in der Organisation.

Workflow: Jetzt entscheiden, einmal entscheiden

Dies ist das größte Missverständnis rund um das Eisenhower-Prinzip, denn es gilt, einmal zu entscheiden, und zwar beim Aufgabeneingang. Jede spätere Bewertung bereits auf der Aufgabenliste befindlicher Aufgaben (wichtig, aber nicht dringend) kann einzig und allein durch neue Feuerwehraufgaben entstehen. Und diese sind nur dann Feuerwehraufgaben für Dich, wenn Du die einzige Person bist, die ausgerechnet jetzt diese Aktivität ausführen kann. Der Workflow nach Eisenhower lässt sich einfach skizzieren:

  1. Aufgabeneingang
  2. nicht wichtig und nicht dringend? –> Papierkorb
  3. Dringend, aber nicht wichtig –> Delegation
  4. Wichtig, aber nicht Dringend –> Terminieren
  5. Wichtig und Dringend? –> Sofort bearbeiten
  6. Ist keine Aufgabe auf »sofort bearbeiten« kann es an die Liste der wichtigen, aber nicht dringenden Aufgaben gehen.

Eisenhower III: Workflow © Sylvia NiCKEL

Richtig eingesetzt hilft das Eisenhower-Prinzip der Priorisierung.

Ja, aber was ist mit den Unterbrechungen, weil wieder etwas anderes wichtig und dringend ist? Die Lösung ist einfach: sich nicht unterbrechen lassen und dennoch Flexibilität bewahren.

New Work: Flexibilität bewahren

Wir arbeiten nicht mehr wie in den 1980ern, als einzig das Diensttelefon klingelte, das Telefax als E-Mail-Vorläufer Papier ausspuckte und die Post einmal täglich in der Poststelle abgeholt wurde. Daher ist Dispositionsflexibilität im Tagesverlauf notwendig. Ein gutes Prinzip, diese zu bewahren, ist die Pomodorotechnik: arbeite in überschaubaren Zeitintervallen und schalte in diesen Unterbrechungen, Störungen und Ablenkungen, so gut es geht, aus.

Kernthema bei Eisenhower sind die Prioritäten, aber diese Matrix kann noch mehr. Sie verrät uns auch etwas über die zeitlichen und energetischen Prioritäten. Dazu mehr im nächsten Teil.

Eisenhower-Webinar © Sylvia NiCKELDieses Thema ist Gegenstand des Webinars und der Videolektion so viel Power steckt in Eisenhower. Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Priorisierung und Zeit für Überlegungen zur Entlastung bei den Routineaufgaben,
Sylvia Nickel

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~~~ Alle Artikel dieser Serie ~~~

  1. Eisenhower I: über Dringlichkeit und Wichtigkeit
  2. Eisenhower II: die Standardempfehlungen
  3. Eisenhower III: das große Missverständnis »Workflow«
  4. Eisenhower IV: zeitliche Prioritäten setzen
  5. Eisenhower V: Tagesablauf einrichten (folgt am 23.02.2018)
  6. Eisenhower VI: Optimierungen erkennen (folgt am 09.03.2018)
  7. Eisenhower VII: das neue Zeitmanagement (folgt am 23.03.2018)
  8. Eisenhower VIII: methodische und technische Unterstützung des Prinzips (folgt am 06.04.2018)

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Eisenhower II: Standardempfehlungen5 Minuten Lesezeit

Eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasste sich mit den Dimensionen »Dringlichkeit« und »Wichtigkeit«. Teil 2 analysiert die Standardempfehlungen für die vier Matrix-Felder.

Aus den vier Feldern ergeben sich Standardempfehlungen für die Prioritätensetzung. Hier die typischen Beispiele für die Aktivitäten in den einzelnen Feldern. Weiterlesen →