Weniger ist Mehrwert.

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Plan für heute (c) Sylvia Nickel

9. Januar 2017
nach Sylvia Nickel
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Effektive Planung: Lebst Du schon oder planst Du noch?5 Minuten Lesezeit

Eva Laspass fragt in Ihrer Blogparade „Zu Tode geplant? Planung — Planung ja oder nein?“ nach dem State of the Art der Planung. Hier ist mein Beitrag dazu. Zugegeben: ein Möbelhaus aus Schweden inspirierte mich zu diesem Titel.

Planung in Theorie und Praxis

Als Diplom-Ökonom lernte ich in meinem Studium vielerlei Planungsmethoden kennen. Es ging stets darum, das große Ziel auf die kleinen Ziele und damit auf die Aktivitäten herunter zu brechen. Dann kann man die Budgets dazu festzulegen, ob es Geldeinheiten, Zeit, Mensch oder Maschine sind. Das ist nicht nur für Organisationen sinnvoll, sondern auch für das eigene Leben.

In der Praxis lernte ich, akribisch zu planen und zu budgetieren kennen — und den Umgang mit den vorgegebenen Werten. Werden die Ziele, wie ein bestimmter Umsatz, nicht erreicht, so beobachte ich verschiedene Strategien des Umgangs mit verfehlter Planung:

  • Die Tätigkeiten werden so angeordnet, dass sich rechnerisch die Zielerreichung ergibt (Aufträge vorziehen oder nach hinten schieben).
  • Die Dinge werden zurechtgerückt (man kann Statistiken auch schönen und Positionen umbuchen).
  • Es wird verkrampft nach einem Schuldigen gesucht (natürlich nicht in den eigenen Reihen).

Sehr selten wird darüber gesprochen, ob die Vorgaben aus der Planung sinnvoll für die Zielerreichung sind. Kennst Du dieses aus Deiner Zielsetzung, beispielsweise wenn es um Abnehmen, mehr Sport usw. geht? Kennst Du die Bescheißerle-Strategien, wenn Du das Ziel nicht erreichst, z.B.

  • „Ich hatte so viele Geburtstagsfeiern und Einladungen zum Essen.“ (Schuld sind also die Einladenden)
  • „Ich hatte mir den Knöchel verstaucht.“ (ja, aber da hätte man noch etwas für den Oberkörper tun können und die Kalorienzufuhr an verminderte Aktivität anpassen, oder?!?)
  • „Im Prinzip habe ich es geschafft, also so zu 50%.“ (Ah ja, halb zum Mond ist eben auch schon eine halbe Mondlandung)

Dann ist es Zeit, sich zu fragen, ob die Ziele richtig sind.

Setzt Du die richtigen Ziele?

Plan für heute (c) Sylvia Nickel

Vielleicht hast Du schon einmal von SMART-Zielen oder der ALPEN-Methode gehört? All diese Heuristiken geben uns einen Anhaltspunkt darüber, wie ein Ziel zu formulieren ist. Realistisch bzw. erreichbar ist ein Kriterium. An diesem Scheitern meines Erachtens viele Ziele in der Praxis, im Privatleben, im Beruf und auch in der Organisation.

Doch viel wichtiger ist es, Ziele nicht von äußeren Umständen wie Konkurrenzverhalten, Entwicklung am Arbeitsmarkt, Kundennachfrage oder der Zuneigung anderer festzumachen, sondern an den eigenen Stärken.  Dabei ist es hilfreich, die eigenen Schwächen auf dem Weg zum Ziel zu berücksichtigen.
Handlungsziele heißt das Zauberwort. Nicht: „was muss erfolgt sein, damit das Ziel erreicht ist,“ sondern „was tue ich, um dieses Ziel zu erreichen — tagtäglich?

  • Statt „Ich will XY Umsatz“: „ich mache täglich … für neue Kunden.“
  • Statt „Ich werde den Stadtmarathon gewinnen“: „Ich laufe täglich …, um mein Bestes auf dem Stadtmarathon zu geben.“
  • Statt „Ich möchte ein Buch über … schreiben.“: „ich schreibe täglich 30 Minuten an meinem Buch über … .“

Soweit zu den Zielen. Wie sieht es nun mit der Planung aus? Keine, denn die Ziele sind ja sogar schon als Handlungsziele formuliert, oder lieber eine minutiöse Tagesplanung?

Wie detailliert sollte Planung sein?

Als Produktivitätstrainer befasse ich mich mit vielen Werkzeugen, effektiver zu arbeiten. Dabei sind mir einige Planungs-Apps aufgefallen, die zunächst sehr verlockend sind. Man notiert die Ziele, notiert die Meilensteine dazu, beschreibt die Arbeitspakete, plant die Zeiträume und: schwupps! ist der Terminkalender gefüllt. — so wie im klassischen Projektmanagement.
Einer meiner Kunden zeigte mir die Planungs-App für seine Lebensplanung: Da waren mehr als 400 Pakete verzeichnet! Klar, es gibt Wishlists wie 1000 places to see before you die, aber mal ehrlich: Das ist kein Ziel, sondern ein „nice to do“ — oder? Macht mit 400 persönlichen Zielen das Leben Freude oder wird es zur Last, da wir einer starren Planung hinterher jagen? — Für den Detailliertheitsgrad einer Planung gibt es kein Messinstrument, lediglich Anhaltspunkte:

  • Plane so wenig wie möglich und so viel wie nötig.
    In den Terminkalender gehören die Termine, die Du sonst vergisst. Hilfreich sind Rhythmen für bestimmte Aktivitäten gleicher Art. Lege daher Zeitfenster für E-Mail-Bearbeitung, Bewegung an der Luft, das Erlernen von Neuem usw. fest, beispielsweise auf einem „Wochenplan.“ Trage diesen jedoch nicht in Deinen Terminkalender ein und lasse Dich vor allem nicht unnötig an diese Zeitfenster erinnern. Der „Wochenplan“ ist ein Rhythmusideal, aber keine starre Vorgabe.
  • Fokussiere Deine Big Five, die großen Ziele.
    Die Big Five for Life nach John Strelecky sind die inneren Antreiber, Deine großen Motivatoren in Deinem Leben, nicht nur in Deinen Rollen als Kind, Elternteil, Mitarbeiter, Nachbar usw. — Leite Handlungsziele daraus ab und baue Erinnerungen solange ein bis die Handlungen zur Routine werden.
  • Übe Rituale ein, die Dich zu Deinem Ziel bringen.
    Während Routinen nach entsprechender Wiederholung unbewusst durchgeführt werden, sind Rituale bewusste Handlungen. Für die Zielerreichung ist dies insbesondere Zeit zur Reflexion und für das Überprüfen der Prioritäten. Ein täglicher Spaziergang, z. B. zum Feierabend, kann ebenso solch ein Ritual sein wie das Führen eines Erfolgsbuchs.

Ich plane. Also bin ich.

Ich persönlich halte mich an diese drei Grundsätze und trage nur die Termine, die ich mit anderen habe, in meinen Terminkalender ein. Mein Wochenrhythmusplan mit den idealtypischen Zeitfenstern habe ich auf meinem Desktop und auf dem Smartphone liegen, so dass ich bei einem Telefonat oder Gespräch nicht in Versuchung komme, Termine innerhalb meiner „Stillarbeitsfenster“ zu legen. Die Big Five for Life klemmen als Vision Board am Schreibtisch und geraten so nicht aus dem Fokus.

Ein wenig Planung gehört zum bewussten Leben dazu. Denn, wer nicht plant, macht sich zum Spielball der äußeren Umstände. Planung ist kein Selbstzweck und ein voller Terminkalender kein Ausdruck großer Leistungsfähigkeit, hoher Produktivität oder des richtigen Wegs zum persönlichen Erfolg.

In diesem Sinne: eine gute Planung und ein Loslassen vom terminierten Tag.
Ich freue mich auf die weiteren Beiträge zur Blogparade.
Sylvia Nickel

 

 

Ziele (c) Sylvia Nickel

6. Januar 2017
nach Sylvia Nickel
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5 Tipps für Deine Ziele4 Minuten Lesezeit

Neues Jahr. Neue Vorsätze. In sieben Wochen werden die meisten in ihrem alten Trott verharren. Warum ist es so schwer, Ziele zu erreichen?

1 | Setze die richtigen Ziele

Viele Menschen setzen sich Erfolgsziele, z. B. „10 kg abnehmen“. Es ist erst einmal gut, eine Vorstellung vom Endzustand oder einen Meilenstein zu haben. Immerhin ist dieses Beispiel auch messbar im Gegensatz zu „mehr Sport treiben“, „weniger Überstunden machen“ und andere Dinge, die allenfalls ein Vorsatz, aber kein Ziel sind. Ein Vorsatz ist ein Wunsch, ein Vorhaben, dem eine konkrete Anweisung fehlt. Ein Ziel sollte nach dem SMART-Ansatz

  • Spezifisch,
  • Messbar,
  • Attraktiv,
  • Realistisch und
  • Terminiert formuliert sein.

So weit, so gut. Also könnte das Ziel lauten „ich nehme bis zum 30.06.2017 zehn Kilogramm ab, damit ich mich am Strand wohlfühle.“ — Zum Glück ist es erst Januar und diese zehn Kilogramm … die kann man auch nach Karneval angehen … oder nach Ostern … oder ab Pfingsten? 😉

2 | Nutze Handlungsziele

Wie willst Du Dein Ziel erreichen? Handlungsziele umfassen Routinen: tägliche oder wöchentliche Aktivitäten. Um das Ziel „10 kg abnehmen bis …“ zu erreichen wirst Du etwas in Deinem jetzigen Verhalten ändern, z. B.

  • 50% Deiner Kalorien mit Obst und Gemüse füllen,
  • täglich 30 Minuten Sport treiben,
  • einmal wöchentlich Schwimmen gehen usw.

3 | Sei konkret und fokussiere die Aktivität

Nun mag „ich nehme 10 kg bis zum 30.06.2017 ab“ durch „ich ändere meine Ernährung“ vermeintlich konkretisiert werden, doch was sagt dies aus? Nichts. Es ist nicht messbar, ebenso wie „ich esse weniger Schokolade“. Boykottiere Dich bei Deinen Handlungszielen nicht selbst, in dem Du Verbote formulierst („keine Schokolade“), sondern Gebote formulierst.

  • statt „ich esse keine Süßigkeiten“: „ich esse Obst und Gemüse“;
  • statt „ich verzichte auf den Aufzug“: „ich nutze die Treppen“;
  • statt „ich werde nicht faul auf dem Sofa liegen“: „ich baue kleine Trainingseinheiten im Alltag ein“.

 

Ziele (c) Sylvia Nickel

4 | Verknüpfe Dein Handlungsziel mit Gewohnheiten

Als Handlungsziel eignen sich Verknüpfungen mit bereits etablierten Gewohnheiten, z. B.

  • immer, wenn ich Kaffee getrunken habe, dann mache ich drei Minuten Kniebeugen“ oder
  • nach dem Aufstehen beginne ich den Tag mit einem 5-Minuten-Workout“ oder
  • vor dem Essen trinke ich ein Glas Wasser“.

Da Dich diese neuen Gewohnheiten Schritt für Schritt zu Deinem Erfolgsziel bringen sollen, spricht man auch von Good Habits, den guten Gewohnheiten.

5 | Halte die Anzahl der Ziele klein

Zu viele und zu hohe Ziele können Dich genau von der Erreichung dieser abhalten. Du setzt Dich unter Druck. Das erzeugt Stress. Irgendwann wirst Du diesem Stress entfliehen wollen. Wer sein Leben ändern will kann jetzt starten, jedoch in kleinen Schritten. Suche Dir in den verschiedenen Lebensbereichen Deine Handlungsziele, z. B.

  • Körper / Gesundheit: Wie bleibst Du gesund?
    z. B. „Ich nutze 40% meiner Kcal. für Obst und Gemüse, wenn ich mir eine Mahlzeit zubereite“
  • Sport / Fitness: Wie hältst Du Dich fit?
    z. B. „Immer, wenn ich Pause mache, starte ich diese mit einem 4-Minuten Workout mit Kurzhanteln.“
  • Familie/ Soziales: Wie schaffst Du Gemeinschaft?
    z. B. „Wenn ich Mittagspause mache, denke ich darüber nach, wie ich heute meine Beziehungen stärken kann.“
  • Arbeit / Beruf: Wie bringst Du Deine volle Leistung?
    z. B. „nach jedem Pomodoro prüfe ich die Prioritäten für die nächste Einheit.“
  • Spiritualität / Lebenssinn: Woraus schöpfst Du Kraft?
    z. B. „Ich führe mein Erfolgstagebuch, nachdem ich mir Abends die Zähne geputzt habe.“

Meine Ziele für 2017 stehen fest. Über meine Ziele im Januar berichte ich im Webinar  444-Update. Mit der 444-Methode schaffst Du übrigens spielerisch, Deine Handlungsziele umzusetzen.

Viel Erfolg mit Deinen Zielen 2017,
Sylvia Nickel

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29. Dezember 2016
nach Sylvia Nickel
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Der Jahreswechsel bietet einen hervorragenden Anlass, zu entsorgen. Archivieren und entfernen Sie die nicht benötigten Dateien und Dokumente aus Ihrem unmittelbaren Arbeitsfeld. Es gelten folgende gesetzliche Fristen für das Archiv:

  • 0 Jahre (alles, das nicht zu einem Abschluss bzw. Vertrag geführt hat, sowie Prospekte etc.)
  • 2 Jahre (private Kaufverträge, Kassenbons, Garantieunterlagen, Rechnungen von Ärzten, Anwälten, Handwerkern und Notaren)
  • 6 Jahre (Geschäftspapiere),
  • 10 Jahre (Steuerliches; alles, das in die Buchhaltung geht).

Eine detaillierte Auzählung der einzelnen Dokumente findet sich im gruenderlexikon.de

Tipp: Stellen Sie auch die Dateistruktur auf 2017 um. An den Arbeitsplatz gehören überdies nur die tatsächlich benötigten Dokumente — ob digital oder papiergebunden.

 

23. Dezember 2016
nach Sylvia Nickel
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In eigener Sache: Technische Panne zum Fest4 Minuten Lesezeit

Auch das ist Arbeiten 4.0: Meine Unternehmenswebsite ist seit dem 22. Dezember 2016, 10:23 Uhr, nicht mehr erreichbar. Grund ist ein Hack des Content Management Systems. Das System wird bis zum Jahreswechsel wieder hergestellt sein. Der Ärger bleibt. — Einige Gedanken zur Gelassenheit im Umgang mit technischen Problemen

Ich stelle mir gerne verpickelte Teenager vor, die in abgedunkelten Zimmern chips-vertilgend und zwischen Limonadendosen ihren Spaß daran haben, irgendetwas im Internet zu stören, Unfug zu bauen. Das war auch in den frühen Stunden des WWW so. Da gab es kleine „Viren“, die vollkommen harmlos die Buchstaben den Bildschirm herunterfallen, verpixelte Katzen über den Monitor rennen ließen oder einfach „Hello World!“ sagten. Hach, das waren lustige Zeiten. Heute ist es leider anders: Scripte und Mail-Hacks sorgen für SPAM-Mails im Namen des Ge-Hackten und gerne werden auch neue Freundschaftsanfragen über gefakte Profile in sozialen Medien gestellt. Das ist noch harmlos gegen den Raub und vor allem dem Missbrauch der Finanzdaten. Ein Hack — welcher Art auch immer — ist kein Fall für den Schülerstreich; doch ist es ein Grund, die Nerven zu verlieren?

Mit der Anzahl der Pannen steigt die Panik

Als Internet-Dino (ich bin seit 1993 im W3 aktiv) habe ich so manche Pannen im E-Mail-Verkehr und auf Websites erlebt. Ebenso wie bei meinem ersten Computerabsturz im Jahr 1988 war ich anfänglich dem Nervenzusammenbruch nahe:

  • Wo sind die Daten?
  • Wie kann ich es reparieren?
  • Was schützt mich künftig vor solch einem Desaster?

Vor allem aber:

  • Welcher Mensch macht so etwas?

Wut kommt auf; die Atmung beschleunigt sich und Herzschlag wie Blutdruck schießen in die Höhe. Ohnmachtstränen verlassen die Augen. — Ich kann es genauso noch fühlen wie es damals war. Doch dazwischen liegen knapp 30 Jahre. Zwischenzeitig kamen immer wieder die Fragen auf:

  • „warum gerade ich?“ und
  • „warum muss mir dies passieren?“

… und schon wieder Stress vom Feinsten; mit der Anzahl der Pannen steigt der Panikquotient!

Mit der Anzahl gelöster Probleme wächst die Ruhe

In drei Jahrzehnten „PC und Internet als Arbeitsgerät/-medium“ habe ich zahlreiche Pannen gemeistert, meist vollkommen eigenständig, jedoch mit mentaler Unterstützung guter Freunde am anderen Ende der telefonischen „Seelsorge“. Und das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gelassenheit:

Indem wir etwas als lebensbedrohlich titulieren, fokussieren wir alle Energie auf das Problem, nicht auf dessen Lösung. Mal ehrlich: Ist schon jemand gestorben, weil der E-Mail-Account missbraucht, die Website gehackt oder das Profil in sozialen Netzwerken gefaket wurde? Nein. Also sage ich mir heute:

Was war denn nun das Problem?

Jemand hat sich in mein Content Management System eingehackt und mit einem Script Mails über die Domain versendet (wahrscheinlich über Potenzpillen, fantastische Geschäftsmöglichkeiten, einen Lotteriegewinn oder einen wunderbar reichen und unbekannten Erben). O-Ton meines Providers, den ich seit 1998 habe:

„Ihr XXX Paket versendet unerwünschte Massen-E-Mails (Spam). Deshalb gehen wir davon aus, dass unbekannte Dritte Ihre XXX Produkte missbrauchen und schadhafte Scripte auf Ihrem Webspeicherplatz eingeschleust haben. Wir wollen weiteren Missbrauch und Schaden für Sie und andere Internet-Nutzer vermeiden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Paket gesperrt. Im Rahmen der Mitstörerhaftung sind wir hierzu rechtlich verpflichtet.“

Es ist Weihnachten. Die meisten Menschen sitzen im Kreise Ihrer Lieben, gehen Ihren Hobbies nach oder nutzen anderweitig die Zeit zwischen den Jahren. Wer besucht denn ernsthaft meine Unternehmenswebsite? 😉
Vollkommen ruhig und gelassen lasse ich den Rechner erst einmal aus. Wer weiß, vielleicht entscheide ich mich über diese Tage auch für ein neues Design, das Optimieren der Inhalte oder andere Neuerungen. Es existiert ein Backup. Nicht einmal die Dateien sind wirklich weg. Was bleibt ist das Rätsel um den Angriff, doch dieses Geheimnis wird Serendipity in den Orkus des Digitalnirwana mitgenommen haben.

⇒ Für die WordPress-Profis unter den Lesern: Es wurde folgende Datei „verseucht“ — wie, das ist mir ein Rätsel, denn natürlich zieren AntiVir, AntiSPAMBee und andere geprüfte, aktualisierte und versionskompatible Sicherheits-Plugins mein CMS:

./WordPress_02/wp-content/editclass.php

Hinweise zu Beseitigung und künftigen Vermeidung nehme ich gerne entgegen. 🙂

Spare Dir die Panik und starte de-stress yourself

Aus diesen und vielen anderen Gründen sowie Erkenntnissen habe ich das Erfolgsteam de-stress yourself gegründet. Der Umgang mit technischen Problemen und anderen Widrigkeiten des Alltags im Büro 4.0 ist Mittelpunkt unserer drei Monate zu mehr Gelassenheit. Bist Du dabei?

Beste Grüße und frohe Festtage,
Sylvia Nickel

PS: Ich hätte einfach eine Weiterleitung auf diesen Blog einrichten können, mit einem Klick. Als emanzipierter User stehe ich zur Panne und das Baustellschild bleibt. Ganz gelassen.

PPS: [30.12.2016] Der Webspsace ist frei von Verseuchung und ich habe die Website 2nc.de neu (also keine Nutzung der alten Datenbank usw.) aufgesetzt … bislang rudimentär. Grafiken und Unterseiten folgen in den nächsten Tagen 🙂 Ich verzeichne rd. 16 Arbeitsstunden dank dieses ungebetenen Hacks. In meinen rd. 25 Jahren „www“ habe ich bestimmt schon ein halbes Lebensjahr in die Beseitigung solcher „Unannehmlichkeiten“ investiert; leider lässt sich dies nicht verhindern. Also übe ich mich in GELASSENHEIT 🙂

20. November 2016
nach Sylvia Nickel
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Posteingang: 5 Ordner genügen. Echt?!?5 Minuten Lesezeit

Nachdem Joachim Schlosser seinen Vorschlag zur Strukturierung des Posteingangs  und damit sein Posteingangsmanagement vorgestellt hat, folgt meiner. Wie immer gilt: es soll Dich entlasten; daher sind solche Vorschläge stets Anregungen, aber kein Allheilmittel für alle Arbeitstypen – also gilt: wie es Euch gefällt.

7±2 Ordner genügen

Der Vorschlag, fünf Ordner im Posteingang anzulegen, kommt nicht von ungefähr, denn 7±2 ist unsere Aufmerksamkeitsspanne. Alles andere — also Ordner Nummer zehn, elf oder zwölf — erfordern Konzentration („Wohin denn nun mit der E-Mail?“). Die Frage aber ist:

Benötige ich überhaupt Ordner im Posteingang?

Ein klares „Jein“ meinerseits, denn dies hängt von Deinen Projekten und Deiner Arbeitsweise ab. Für den Posteingang gilt wie für alle anderen Aufgaben und Informationen:

Nach bewährten Eisenhowerprinzip stehen also diese Optionen zur Verfügung:

  • sofort löschen,
  • sofort bearbeiten,
  • sofort in eine Aufgabe verwandeln (und den realsitischen Zeitraum planen),
  • sofort automatisieren, delegieren oder weiterleiten.

In diesem Sinn benötigt der Posteingang keine Unterordner. Wenn jedoch verschiedene Rollen in unterschiedlichen Projekten eingenommen werden, empfiehlt sich eine automatische Vorsortierung per Regel, und zwar aus folgendem Grund: Ich möchte entscheiden, wann ich mich zeitlich dem einen oder anderen Projekt widme, und nicht durch den Posteingang meine Arbeitsweise bestimmen lassen.

  1. Rollen: Ich engagiere mich beispielsweise ehrenamtlich und lasse den gesamten Posteingang mit Bezug auf meine ehrenamtliche E-Mail-Adresse per Regel in einen Ordner vorsortieren. So kann ich mir die Zeit nehmen, diese Nachrichten zu bearbeiten, wann ich ich will und nicht, wenn der Posteingang etwas Neues hat. — Dies ist übrigens eine absolute Produktivitätsbremse: Die Eingangsbenachrichtigung. Schalte sie aus, bei Outlook, Notes, Deinem Smartphone.
  2. Newsletter und Kurse: Automatisch vorsortieren lasse ich sämtliche Newsletter, E-Mail-Kurse oder Challenges mit wiederholtem Maileingang und ohne Handlungsaufforderung für mich. Auch hier möchte ich bestimmen, wann ich mir das Zeitfenster zur Information nehme.Beide Fächer leere ich nach der jeweiligen Bearbeitung durch löschen oder – falls rechtlich, vertraglich oder organisatorisch relevant – verschieben in den Projekt-, Rollen- oder anderen Ablageordner unter „gesendete Objekte“.
Posteingangsordner (c) Sylvia Nickel

Posteingangsordner (c) Sylvia Nickel

Alles andere landet im Posteingang, den ich regelmäßig leere, indem ich unnützes und überflüssiges lösche, informatives weiterleite, wichtiges, aber nicht dringliches in die Aufgaben ziehe sowie wichtiges und dringliches sofort bearbeite und alles aus dem Posteingang entferne. Kurzum. Mein persönlicher Posteingang hat zwei Unterordner: Ehrenamt und Newsletter etc.
Da sind  noch zwei Kategorien von E-Mails, die keine Antwort erfordern:

  • Zu-Deiner-Information-Mails: BCC (blind carbon copy) und CC (carbon copy) erfordern keine Aktion meinerseits und werden deshalb in den entsprechenden Projektordner sortiert. Unter Umständen antworte ich, um das Missverständnis einer übermäßigen CC- oder BCC-Nutzung per vorbereitetem Textbaustein aufzuklären, denn allzu viele Mails richten sich mit CC an einen überflüssig großen Adressatenkreis.
  • Warten-auf-andere-Mails: Terminanfragen oder weiterzuleitende Aufgaben werden umgehend veranlasst. Die Eingangsmail kommt ebenfalls in den Projektordner.

Und das wirft die nächste Frage zum E-Mail-Management auf.

Wohin mit den Mails aus dem Posteingang?

Interessanter ist die Frage nach dem Wegsortieren der Mails. Viele Mails lösche ich, wenn sich der Sachverhalt erledigt hat; da stimme ich mit Joachim Schlosser überein. Einige, auftrags- bzw. vertragsrelevante Mails, werden in den dazu gehörigen Ordner unter gesendete Objekte verschoben, ebenso wie die BCC- und CC-Mails sowie die Mails, die auf eine Reaktion von Dritten warten (z. B. Terminzusagen, Zuarbeiten usw.). Zeitgleich lege ich bei diesen Delegationsaufgaben eine Terminnotiz an, denn in der Regel existiert ein Fälligeitstermin.
Der Ordner „gesendete Objekte“ wird automatisch archiviert. Lediglich ausgewählte Projektordner archiviere ich manuell erst nach Abschluss des Projekts. So sammelt sich kein Mailfriedhof im Mailclient an, denn weniger ist Mehrwert 🙂

Ist das nun ein anderes System als die 5 Ordner?

Joachim Schlosser schlägt diese Kategorien vor, die ich wie folgt in meinem System einordne:

  1. Antworten: Diesen Ordner habe ich nicht, da ich sofort entscheide und damit in den meisten Fällen sofort antworte. Aus allen anderen Mails, die eine Reaktion erfordern, mache ich eine Aufgabe, wobei mir persönlich wichtig ist, die Aufgabenliste so kleine wie möglich zu halten. Es mag dem persönlichen Arbeitsstil geschuldet sein, ob sich dieser Ordner lohnt oder eher hindert. Mir persönlich missfällt es, mich zweimal mit einem Gedanken zu befassen. Wer jedoch per Tablet oder Smartphone unterwegs die E-Mails prüft wird mit diesem Ordner und einem Click schnell die nächste Arbeitseinheit für das Büro vorstrukturieren können, frei nach der Pomodoro-Technik.
  2. Lesen online: Diesen und den nächsten Ordner finde ich interessant. Allerdings unterscheide ich nicht nach Netzverfügbarkeit, da diese für mich nahezu immer gegeben ist. Das mag bei Reisenden anders sein. Insgesamt korrespondiert dieser und der folgende Ordner mit meiner automatischen Vorsortierung nach Rollen und Newslettern. Es hat Zeit, verarbeitet zu werden.
  3. Lesen Offline: siehe oben unter (2).
  4. Warten: Ich erstelle in beschriebenen Fällen eine Terminnotiz und verschiebe entsprechende Nachrichten in „gesendete Objekte“ (und dort — falls vorhanden — in den Projektordner).
  5. Referenz: Dies korrespondiert mit „gesendete Objekte“ in meinem System, in welchen ich Antworten oder informatorische wichtige E-Mails verschiebe, die nicht sofort gelöscht werden sollten oder können. Dieser Ordner hat bei mir Unterordner, jedoch so wenig wie möglich, z. B. nach Projekten oder Personen, die nicht der Auto-Archivierung unterliegen sollen.

Ivan Blatter empfiehlt übrigens das LAHA-Prinzip für einen leeren Posteingang bzw. die Zero Inbox, das mit meiner Vorgehensweise korrespondiert: Lesen – Antworten – Handeln – Ablegen.

Ich bin gespannt, wie Dein System funktioniert. Lass es uns wissen.

Eine entspannte Zeit,
Sylvia Nickel
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Einen für Dich effizienten Workflow in Sachen E-Mail erarbeiten wir im Workshop E-Mail xs.
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18. November 2016
nach Sylvia Nickel
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Welches Social Network ist das Richtige?3 Minuten Lesezeit

Als Netzwerker betätige ich mich nicht nur in meinem Berufsverband, sondern gebe meine Erfahrung seit 2012 im monatlichen Update-Webinar „Kontaktmanagement und Netzwerken“ und der Anschlussreihe „Karriere nach Maß“ weiter. Dieser Artikel fasst mehrere E-Mails zusammen, die ich als Antwort auf die Fragen zum Networking-Tool formuliert habe.

Insbesondere Berufseinsteiger und Young Professionals fragen mich nach dem „richtigen“ Social Network für die berufliche Netzwerkpflege. Hier fallen mir drei Social Networks ins Auge:

Wo erreiche ich wie viele Personen?

Linkedin ist ein Werkzeug, um Geschäftskontakte international zu pflegen. Es hat weltweit 347 Millionen Mitglieder. XING hingegen hat 15 Millionen Nutzer, allerdings vorwiegend im D-A-CH-Gebiet (Deutschland, Österreich und Schweiz). In diesen Ländern  ist Linkedin mit 5 Millionen Nutzern vertreten. International ist Linkedin die bessere Plattform und daher solltest Du dein Profil in englischer Sprache anlegen.

Social Networks (c) Sylvia Nickel

Social Networks (c) Sylvia Nickel

Auf Google + sind weltweit 3,5 Millarden Personen registriert (Stand: November 2016). Allerdings repräsentiert Deutschland mit 1,5 Millionen eine relativ kleine Gruppe.
Wenn Du im deutschen Sprachraum bleiben möchtest ist XING sehr wahrscheinlich die bessere Wahl. Hier findest Du mit einem Klick die wesentlichen Unternehmensdaten, kannst nach Branchen und Funktionen suchen und in den hauptsächlich berufsbezogenen Events stöbern.
Das Social Network muss jedoch nicht rein berufsbezogen sein:

Was ist mit Facebook?

Facebook hat die Kinderstube verlassen. Allerdings sind Recruiter und die alten Hasen im deutschen Sprachraum vorwiegend auf XING unterwegs. Dies hat gute Gründe: Gruppen, Events und auch die Profile sind berufsbezogen. Facebook kommt quasi aus der privaten Ecke. Selbstverständlich checken Personaler die Facebookpräsenz bei Bewerbern; „privat“ ist Facebook daher schon lange nicht mehr.

Natürlich lässt sich auch auf Facebook beruflich netzwerken. Dies hängt von der Branche, dem Alter und der Affinität der Beteiligten zu Social Media ab. Dein öffentliches Facebookprofil sollte daher arbeit- oder auftraggebergeeignet sein: Das betrifft den Benutzernamen, das Profilbild und das Titelbild. Überprüfe außerdem die Privatsphäre-Einstellungen.

Die geeignete Plattform sollte Dir gefallen und einen für Dich interessanten Personenkreis als aktive Nutzer aufweisen. Da sind wir schon bei der letzten Überlegung:

Wie aktiv sind die Nutzer?

Ich persönlich bin auf vielen Plattformen registriert, nutze regelmäßig — auch und für die Kontaktpflege —  zurzeit hauptsächlich Facebook und XING, auch in dieser Reihenfolge des zeitlichen Einsatzes. Manche Social Networks gleichen eher einem Personenregister als einer aktiven Plattform; da lässt sich nur schwer der Kontaktkreis erweitern. Beobachte daher die Aktivität der Benutzer anhand Aktivitätsindex (falls vorhanden), Postings und Gruppendiskussionen.

Entspanntes Netzwerken,
Sylvia Nickel
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14. November 2016
nach Sylvia Nickel
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#OfflineDay 201651 Sekunden Lesezeit

Was 2013 mit dem Gedankenblitz zweier Blogger begann jährt sich zum dritten Mal. 24 Stunden ohne Netz.  Reserviert dafür ist – wie jedes Jahr – der 15. Dezember.
An diesem Tag geht es darum,  bewusst die digitalen Informationsströme zu kappen.  Doch wie überlebt man 24 Stunden ohne Netz und vor allem: was bringt’s? Darum geht es im gleichnamigen Webinar am 14.12.2016. Bist Du dabei?

–> Hier geht es zur Anmeldung: https://www.edudip.com/w/208816
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13. November 2016
nach Sylvia Nickel
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Toolbox |►► Textbausteinverwaltung Deluxe4 Minuten Lesezeit

Wäre es nicht schön, nicht stets das gleiche zu tippen? Das funktioniert für Satzfragmente, Floskeln und sogar längere Texte. Neben den aus dem Office-Paket bekannten und leider auch darauf beschränkten Schnellbausteinen lässt sich dies mit Textbausteinprogrammen realisieren.

Was sind Textbausteine?

Textbausteine sind Absätze, Sätze oder Satzfragemente, die Du häufig verwendest. Damit nicht derselbe Text noch einmal getippt werden muss, wird er in einer Textbausteinverwaltung hinterlegt; dies kann einen spezielle Software, eine Office-Komponente wie die Schnellbausteine im Microsoft Office oder eine schlichte Textdatei sein (die Grundlagen erläutere ich –>hier).

Textbausteinverwaltung Deluxe (c) Sylvia Nickel

Textbausteinverwaltung Deluxe (c) Sylvia Nickel

Eine Textbausteinverwaltung nimmt Dir die Organisation der Texte nicht ab. Idealerweise bietet eine Textbausteinverwaltung die Möglichkeit, Ordner anzulegen und darin Texte zu organisieren. Dabei gilt: Die Struktur Deiner Textbausteinverwaltung – unabhängig von der genutzten Lösung – muss für Dich funktionieren. Es bietet sich an:

  • keine Struktur – bei wenigen Textbausteinen
  • Funktionen (z. B. E-Mail, Akquise, Seminarorganisation usw.) oder Projekte (z. B. Projekt A, B, C – nach Deiner Rolle im Projekt) bei verschiedenen Funktionen bzw. Rollen in der Organisation.
  • Apps und Anwendungen (z. B. Facebook, Linkedin, XING, Outlook usw.)
  • Funktionen bzw. Projekte mit Unterordern bei einer Vielzahl an vorhandenen Textbausteinen.
Organisation der Textbausteine (c) Sylvia Nickel

Organisation der Textbausteine (c) Sylvia Nickel

Meine Textbausteinverwaltung folgt einem gemischten System und verfügt beispielsweise über die Ordner:

  1. Ehrenamt (Signatur, Kurzbeschreibung des Vereins, Standardeinladungstext, Veranstaltungsreminder usw.);
  2. Netzwerken (Kontaktanfrage, Kontaktbestätigung, Vernetzung usw.);
  3. E-Mail-Effizienz – zur „Erziehung“ meiner Korrespondenzkontakte (EOM, NNTR, 5-Sentences usw.);
  4. E-Mail-Struktur (Anrede, Dateianhang, Ausstieg, Terminbestätigung usw. sowie Grußformeln);
  5. Events (facebook, edudip, linkedin, sofengo, Xing usw.);
  6. Templates (Blogartikel, Seminarbeschreibung, Buch-Exposée, Personenbeschreibung etc.).

Es empfiehlt sich, die 7±2-Regel bei der Ordner- und Textbausteinorganisation zu befolgen, damit die Nutzung einfach ist.

Was leistet die Textbausteinverwaltung Deluxe?

Die Textbausteinverwaltung Deluxe von JBSoftware ist eine Freeware mit erstaunlich guter Funktionalität. Sie bietet – für mich – alles, das ich benötige:

  • Mit Klick auf die linke Mousetaste erscheinen alle Textbausteine, rechts: die Datenbankoptionen;
  • Unterordner,
  • Formatierter und unformatierter Text,
  • Verknüpfung von Textbausteinen,
  • Anwendung in allen Apps (ich bin versucht, „Applikationen“ zu schreiben, so wie es einmal hieß),
  • Hotkeys – per Tastaturkombinaton häufig genutzte Texte einfügen.

Das hat mich positiv überrascht

Die Texbausteinverwaltung Deluxe weist einige Funktionen auf, die mich besonders begeistern. Hier eine kleine Auswahl:

  • Cloud-unterstützt (z. B. Dropbox), dadurch Mehrgeräteeinsatz, aber auch die Nutzung durch mehrere Personen möglich;
  • Automatisches Anknüpfen von Dateianhängen;
  • Code-Modus für HTML und andere Codes;
  • Kalkulationsmodule für bedingte Textbausteine (hierfür werde ich ein separates Webinar anbieten; einen Überblick gibt das Demo-Video von JBSoftware);
  • Verknüpfung mit der MemoMaster-Wissensdatenbank (optional).

Kriterien zur Auswahl einer Textbausteinverwaltung

Die Textbausteinverwaltung Deluxe von JBSoftware ist eine vieler möglicher Lösungen. Beantworte folgende Fragen für Dich und Du wirst die geeignete Textbausteinverwaltung finden:

  • alleine oder gemeinsam nutzen?
  • viele Elemente oder wenige?
  • Cloud-Support (Notebook, Tablet etc.) oder lokal?
  • Hotkeys?
  • Office-Applikationen oder auch Web?
  • Weitere Anwendungen bzw. Anwendungsverküpfungen?
  • Code, formatiert oder einfach Text?
  • Kalkulationselemente oder Nur-Text?
  • Verküpfung mehrer Bausteine oder einzelne Ablage?
  • Dateianhang oder nicht?
  • Viele (alle) Porgramm oder nur spezielle Anwendungen?

Dieses Thema ist Teil des Webinars Tooltime |►► Textbausteinverwaltung Deluxe„. Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir effektive Textbausteine und viel Zeit für das Wesentliche,
Sylvia Nickel

~~~

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Bitte nicht per Mail (c) Sylvia Nickel

11. November 2016
nach Sylvia Nickel
1 Kommentar

Telefon statt Mail: Wie Du Geschäftspartner zum Telefonat motivierst statt zehn Mails zu senden2 Minuten Lesezeit

Heute in der Sprechstunde: „Ich würde lieber telefonieren, statt zehn E-Mails hin und her zu senden, doch sie gehen nicht ans Telefon. Wie bringe ich dies meinen Gesprächspartnern bei?“ – Gute Frage … Das trifft die Grundlagen Basics des Mailmanagements und die Frage nach effektiver Kommunikation.

E-Mail ist sinnvoll für Informationen, die nicht erst abgeglichen werden müssen. Planst Du beispielsweise ein Event und willst Dich mit mehreren Personen über Ort, Termin und die Organisation der Vorbereitung koordinieren, so ist das Telefon die bessere Variante, denn vermutlich werden auch Alternativen diskutiert. Diese Aufgabe mit E-Mail lösen zu wollen führt unweigerlich zu einer Flut „aw: aw: aw:“ – Antworten auf die Antworten der Antworten.

E-Mails eignen sich für strukturierte Informationen oder klar adressierte Fragestellungen, sogenannten Ja-/Nein-Fragen. Für alle offenen Fragen im Sinne der Fragetechnik ist das Gespräch der effiziente Weg

 

Bitte nicht per Mail (c) Sylvia Nickel

Bitte nicht per Mail (c) Sylvia Nickel

3 Tipps für Deine Taktik

Doch wie überzeugt man intensive Mail-Nutzer, dass der Griff zum Telefon der effektive Weg ist? Hier einige Beispiele:

  • Da wir nun [soundsoviel] E-Mail zur Sache ausgetauscht haben, schlage ich ein Telefonat vor, am …. um …
  • Die Koordination wird ca. [soundsoviel] Minuten in Anspruch nehmen. Ich schlage diesen Telefontermin vor: ….. Bitte bestätigen Sie mir diesen einfach mit der Ergänzung „–> ok“ im Betreff.
  • Diese Angelegenheit ist komplex, lässt sich jedoch in einer Telefonkonferenz schnell besprechen. Ich schlage habe daher einen Terminfinder für die Telefonkonferenz eingerichtet. Bitte folgen Sie diesem Link und signalisieren Sie mir Ihre Verfügbarkeit. Ich werde Sie am …. [je nach Sachlage und Mailnutzung, z. B. eine Woche später] über den Termin informieren.

Eine vorgegebene Terminauswahl führt bei den Beteiligten für eine mehrfache, vorbehaltliche Blockierung der Zeit im Kalender. Daher ist ein zügiges Feedback über den gefundenen Termin für alle nicht nur notwendig, sondern ein Zeichen des Respekts vor Lebenszeit, Deiner und der der anderern.

Ein entspanntes Telefonat,
Sylvia Nickel

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6. November 2016
nach Sylvia Nickel
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Minimalismus im Wertgefüge oder: warum ich Maximalist bin7 Minuten Lesezeit

Seit vier Jahrzehnten beschäftigt mich der Gedanke, alles nur einmal anschaffen zu müssen, wenn die Qualität denn stimmt, und nur das zu besitzen, was man benötigt, denn das eine oder andere kleine Erinnerungsschnipsel in materieller Form kommt sowieso automatisch hinzu: Die Muschel, die an den besonderen Tag am Strand erinnert, die Konzertkarte, der Bierdeckel des Besuchs einer Craft Beer Brewery usw.

Meine Motivation ist ganz unpolitisch, denn dies war ich zu Kindheitstagen sicher nicht; vielmehr lebte mir meine Familie (oder vielmehr einige Personen im Umfeld) diese Werte vor. Bei einem Wunsch z. B. nach einer Mundharmonika wurde eine qualitativ hochwertige [Hohner] angeschafft, verbunden mit der Antwort auf die zuvor gestellte Frage: „bist Du überzeugt, dass Du dieses Instrument erlernen willst?“  Ich spiele – wenn auch selten und recht amateurhaft – diese Mundharmonika noch heute (danke, Opa).

Seither kaufe ich das, von dem ich überzeugt bin, es bis an mein Lebensende nutzen und schätzen zu wollen. Da muss schon ordentlich Qualität die Basis sein. Für viele Gegenstände hat sich dies auch bewahrheitet: Ein britischer Trench aus dem Jahr 1977, [Sendra Bikers] Motorradstiefel, die seit 1988 im Einsatz sind, zwei [Leolux Dici-Divi] Sessel, die seit 1990 meine Wohnung zieren, eine [Braun M;ultiquick 7 K 3000] Küchenmaschine, die seit 1992 im täglichen Einsatz ist – ebenso seitdem die gewaltige [KitchenAid] andere -, eine Leuchte, die mich seit 1984 im Büro begleitet, ebenso wie der manuelle Tischanspitzer, ein [Montblanc]Füller, der seit 1985 samt Tintenroller (nachfüllbar ohne Fabrikpatrone) im Dauereinsatz ist, der „perceptual calendar“ nach dem Design von Jean Pierre Vitrac, den ich in Rom im schönen Jahr 1973 mit sieben Jahren unbedingt haben wollte (und der meinen Vater damals ein kleines Vermögen gekostet hat, aber seit 40 Jahren auch im Museum of Modern Art hängt, was ich erst mit 25 Jahren realisiert habe) … ich könnte jetzt sehr vieles aufzählen. Nein, 100 or less … das schaffe ich nicht 😉 Natürlich gibt es auch einen natürlichen Verschleiß beim einen oder anderen Nutzungsgegenstand. Nicht selten befällt mich ein Anflug von Trauer, wenn ich entscheide, mich davon zu trennen, weil der Funktionszweck nicht mehr erfüllt ist. Am liebsten hätte ich einen Gnadenhof namens Museum für die lieb gewonnenen kleinen und großen Gegenstände eröffnet, die fortan nicht mehr zum Alltag gehören.

Weniger (c) Sylvia Nickel

Weniger (c) Sylvia Nickel

Wer ist der wahre Minimalist?

Mittlerweile beobachte ich, wie intensive Diskussionen rund um das Thema Minimalismus stattfinden und nahezu ein Wettbewerb um „wer ist der wahre Minimalist“ ausgebrochen ist. Das erinnert mich sehr stark an alle Strömungen, in welchen Menschen andere Menschen missionieren wollen, Anerkennung suchen und trennendes Denken (du bist gut – ich bin aber besser) anwenden. Puuuuh… ist es in dieser Zeit nur noch möglich, extrem zu sein? Kann man nicht einfach sein Ding machen und akzeptieren, dass andere einen anderen Weg gehen? Die Grenze zwischen nahezu krankhaftem Verhalten und gesundem Wertmaßstab würde ich da ziehen, wo die Missionierung anderer beginnt, einhergehend mit der eigenen sozialen Isolation. – Der Begriff „Minimalismus“ fasst meines Erachtens viele Ströme zusammen, die zurzeit zu beobachten sind. Die Motive sind ganz verschieden: Leben (fast) ohne Geld, funktionales Design, Nachhaltigkeit in Produktion, Transport und Nutzung sowie Qualität, Spiritualität und Achtsamkeit. Da wundert es mich nicht, dass manchmal (scheinbar) widersprüchliche Meinungen aufeinanderprallen. Meine Ernährung gehört für mich zu meinem Minimalismus dazu:

Als „Zeitmanager“ ist dies auch eine wesentliche Überlegung: Wenn der Körper richtig funktionieren kann, der Geist geerdet ist, dann kann auch die Zeit sinnvoll genutzt werden, in jeder Sekunde, mit jedem Atemzug (und wenn es eine Ein-Minuten-Meditation ist). Zeitmanagement (oder besser: Gelassenheit) und Lebensführung bedingen sich gegenseitig; in einem nervösen Körper kann kein ruhiger Geist wohnen und umgekehrt.

Ich könnte so nicht leben

Manchmal stelle ich Abwehrhaltungen fest, wenn ich, auf mein „Rezept“ nach Vitalität gefragt, die Frage offen und ehrlich beantworte: „Viel Gemüse und Obst, ein paar Nüsse und in homöopathischen Dosen das eine oder andere aus der Fabrik, wohl wissend, dass dies ein Gemisch aus hoch verarbeiteten Indigrenzien ist, wovon etliche mit Natürlichkeit nichts zu tun haben.“ Dann kommt sofort „ich könnte so nicht leben.“ – Dabei habe ich das nicht verlangt oder behauptet, man müsse es; ich habe ehrlich auf die mir gestellte Frage geantwortet: „Wie machst Du das, so fit und schlank zu sein?“ – Und dann erinnere mich: Auf meinem Weg zu meiner heutigen Ernährung (die nun nicht spektakulär, aber für mich achtsam ist) habe ich anfängliche Ablehnung einer bestimmten Ernährungsweise stets als Schalter erlebt, genau diesen Weg einzuschlagen. Ich habe mich beispielsweise wochenlang damit gedanklich beschäftigt, welche Lebensqualität ein Rawtill4, das fruityourself, der Ansatz von paleovegan usw. bringt und welche Lebensqualität dies sein soll. Die ersten Gedanken waren ablehnend, genauer: „ich könnte und wollte so nicht leben“. Als Ökonomin suchte ich unbewusst den Preis für die Leistung. Er erschien mir zu hoch, in diesem Moment, in jener Phase: Gesund, vital und fit sein (= Leistung), indem ich mich bio, (möglichst) vegan ernähre und aus nahezu jedem Handgriff (richtig ausgeführt) eine sportliche Einlage mache (=Preis)?- Absurd, dachte ich. Dann startete ich den Selbstversuch. Den ersten brach ich meist kopfschüttelnd („so könnte ich nicht leben“) nach drei Tagen ab. „Nur Obst? Nur Rohkost? – Geht’s noch?!?“ − Zwei Wochen machte ich weiter im alten Trott und beschäftigte mich mit dem Gedanken, z. B. „du könntest nur von Rohkost leben“. Und ein paar Wochen später stellte ich dann fest, dass ich ganz unbewusst mein Verhalten genau dahingehend geändert hatte. Wirklich verrückt. Psychologisch jedoch erklärbar:

Aber, wenn wir den Mut haben, unsere Angst vor diesem Neuen zu überwinden, die Komfortzone zu verlassen, können wir es annehmen; sehr interessant. – Was lehnst Du gerade kopfschüttelnd ab? 😉

Was ist Dein Urprogramm?

Zurück zu meinem Verständnis von Minimalismus, denn zurzeit bewegen mich schon einige fundamentalistische Behauptungen wie „Minimalismus ist das Freimachen von Zwängen“ im Sinn von fremdgesteuerten Leben, vielleicht sogar von Abhängigkeiten (welcher Art auch immer). Da schüttele ich innerlich den Kopf, denn für mich ist Minimalismus ein Weg der Achtsamkeit, einer des bewussten Lebens: Nicht gierig horten, sondern das besitzen, was man braucht und regelmäßig nutzt, was man wertschätzt. Wenn ich einem Gegenstand keine Wertschätzung mehr entgegenbringe(n kann), dann brauche ich ihn nicht mehr und kann ihn verschenken oder verkaufen, damit andere sich daran erfreuen. „Zwang“ kommt von außen (übrigens ebenso wie die Dringlichkeit). Ich aber will (weil es für mich eine Wichtigkeit ist) 🙂 Ebenso wie bei der Ernährung werde ich vielleicht meinen Wert künftig als Maximalist bezeichnen: Ein Maximum an Nutzungsdauer, Lebensfreude und natürlichen (Nähr-)Stoffen. Insofern gilt: Weniger ist Mehrwert. Dies ist die Grundlage meines Handelns, denn der Fokus gilt dem einen Moment, der zählt: jetzt. Ich verrate Dir mein Veränderungskonzept in Sachen Ernährung –> hier.

Weitere Webinare von mir findest Du auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Eine entspannte Zeit,

Sylvia

Nachtrag am 09.11.2016:
Wie ich dank meines RSS-Readers gerade feststelle hat auch Stephan List einen lesenswerten Beitrag zum Minimalismus in seinem Blog veröffentlicht: Feature zum Minimalismus.

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