Weniger ist Mehrwert.

Blog | Einfach produktiv & glücklich im Büro 4.0

Blogparade Glück: happy@work4 Minuten Lesezeit

| 4 Kommentare

Frank Ohlsen ruft zur BlogparadeGlück“ auf. Ich möchte insbesondere den Aspekt „Glück bei, mit und durch die Arbeit“ oder kurz „happy@work“ beleuchten.

Mein Blog befasst sich mit Arbeitsproduktivität, Zeitmanagement und damit auch indirekt mit der Freude, denn was stellt sich ein, wenn man sich produktiv fühlt, keinen negativen Stress empfindet (und positiven genießt)? Genau: Freude, Zufriedenheit, ein Glücksgefühl. Glück, nicht im Sinne von „Glück gehabt“ – auch hierzu gibt es wunderbare Grafiken (vielleicht werde ich die passende namens Problemlösung noch finden, hier), sondern als ein tiefes Gefühl, mitten im Jetzt das Leben (und die Arbeit) zu genießen. Khalil Gibran sagt:

Auch diese ist verbunden mit einem tiefen Glücksgefühl. Bei mir sitzt das Gefühl irgendwo zwischen Solarplexus und dem spirituellen Herzen. Es ist verantwortlich für Höchstleistungen, für Lob, für Motivation und für eine Leichtigkeit im Alltag. In Sachen Arbeit habe ich mehrere „Glücksarten“ identifiziert:

  • Termin oder Projekt  geschafft: Die Zielerreichung führt zum Glücksgefühl, das umso intensiver ist, je schwieriger die Zielerreichung eingeschätzt wurde. Aber auch kleine Ziele führen zum Glücksgefühl.
  • Projekt/Auftrag ist ein voller Erfolg: Das Feedback von anderen, die Begeisterung von Kunden ist Seelenbalsam pur.
  • Lästige Aufschieberitsaufgaben bearbeitet. Das sind unangenehme oder schwierige Aufgaben oder harte Entscheidungen, vor welchen man gerne in unwichtige Routineaufgaben flüchtet. Das Glücksgefühl entsteht hier aus dem Sieg über den inneren Schweinehund, aus dem Umsetzen der Prioritäten.
  • Flow erreicht – Sie vertiefen sich in die Arbeit, beseelt von der Aufgabe und gewinnen Energie daraus. Kurioserweise können dies durchaus relativ stupide Routineaufgaben ebenso sein wie kreative.

Es lassen sich sicher noch wesentlich mehr Glücksarten identifizieren. In meinem Leben spielt Glück eine große Rolle. Glücksgefühle entwickele ich nicht nur bei kleinen und großen Erfolgen, sondern insbesondere dadurch, dass ich bestimmte Dinge tue und wie ich sie ausführe. Bei kleineren Routineaufgaben komme ich in den Flow und dies ist eine Art von Glück. Ich lasse täglich die glücklichen Momente an meinem inneren Auge vorbeiziehen. Dabei habe ich die Bilder möglicher nächster glücklicher Momente schon „auf dem Schirm“.

Es existiert kein „oh, ein glücklicher Job“ oder „du Glückliche/r, du hast einen tollen Job“. Ich denke, dass es auf die Einstellung ankommt, was man daraus macht und ob sich ein Glücksgefühl einstellt. Das Glück kennt keine Bedingungen wie „wenn ich doch ein größeres Büro hätte, dann .. “ oder „wenn ich doch diese Rolle hätte, dann ..“

Meine Empfehlung für wahre Glücksfontänen am Arbeitsplatz

  1. Schätzen Sie die Dinge, die da sind, anstatt sich über einen vermeintlichen Mangel aufzuregen. Letzteres kann man in konstruktiven Gesprächen lösen.
  2. Entscheiden Sie sofort und schieben Sie die Entscheidung nicht auf. Das hat nichts mit Terminieren zu tun; hierbei geht es um Zeitfenster für die Bearbeitung, für die Sie sich entschieden haben.
  3. Feiern Sie die Erfolge, seien Sie dankbar, auch anderen gegenüber. – Als Berufseinsteiger hatte ich eine Vorgesetzte, die sich jedesmal bedankte, wenn ich mit meiner Arbeit für den Tag fertig war. Wir besprachen den nächsten Tag und zum Schluss sagte sie“ … und … Sylvia: Danke, dass Du mir heute geholfen hast.“ Es war ein WOW-Gefühl, nach Hause zu gehen, Tag für Tag.
  4. Respektieren Sie die Misserfolge und betrachten Sie das Positive: was haben Sie daraus gelernt?
  5. Freuen Sie sich über die Erfolge anderer und feiern Sie mit. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. – Mehr zu diesem Ansatz finden Sie auch bei Geshe Michael Roach: The Diamond Cutter.
  6. Bleiben Sie gelassen im Jetzt. Fehler von gestern und mögliche Pannen von morgen ziehen Aufmerksamkeit und Energie ab. Die Folge, Sie „fahren“ mit halber Energie – keine gute Basis für die Zielerreichung.

Das Glück ist wie ein kleines Kind: Es kommt zu Dir, wenn Du es dankbar annimmst. 🙂

Danke, lieber Frank Ohlsen, für diese Blogparade. Ich bin gespannt auf alle Beiträge, die hier verlinkt sind und hier im kostenfreien e-Book zum Download bereit stehen.

Mehrwert für Dich.

Abonniere den Mehrwert-Boten für kostenfreie E-Books, Tipps & Webinare.

Deine Daten werden nur für diesen Zweck genutzt. Du kannst den Newsletter jederzeit entfernen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmailby feather

Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> Nickel Consulting | Business Performance (http://2nc.de/).

4 Kommentare

  1. Hallo Frau Nickel,
    ihre Betrachtung zum Glück bei der Arbeit ist sehr treffend. Ich glaube, das wesentliche Element ist das Gefühl, alles noch beherrschen zu können.
    Herzlichen Gruß,

    Vera Nentwich

  2. Die richtige Einstellung ist alles – da bin ich ganz bei dir! Ein wunderbarer Artikel. Viele Grüße Nicole von nicmag.de

  3. Hallo, Frau Nickel,

    Herzlichen Dank für den großartigen Beitrag zum Thema Glück auf und mit Arbeit.
    Ich kann alles von dem, was Sie hier anbringen, aus meiner eigenen Erfahrung nur bestätigen.
    Und stelle immer wieder fest, dass wir unsere Erfolge immer noch zu selten feiern. Das wird dann doch noch oft genug vergessen.

    Danke sehr für diesen Artikel.

    LG
    Frank Ohlsen

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.