Weniger ist Mehrwert.

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Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel

Büro ist, wo W-LAN ist3 Minuten Lesezeit

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Letztens stolperte ich über einen Post mit dem Titel „zuhause ist, wo sich das W-LAN automatisch verbindet“. In der Tat schafft ein W-LAN einen Wohlfühlfaktor; ist man doch angedockt an die digitale Welt. Das gilt insbesondere für das Büro 4.0. Was es damit auf sich hat, darum geht es in diesem Beitrag.

Mobiles und entgrenztes Arbeiten

Unsere Kommunikationswege sind mittlerweile vielfältig. Dominierten in den 1980ern Telefon und Telefax so greifen wir heute auf E-Mail, Social Media Tools, Intranet Chats, Mobiltelefon, SMS, Messenger verschiedensten Ursprungs und manchmal — dies klingt in dieser Aufzählung schon steinzeitlich — Telefon zurück. Dies ist jedoch nur ein Faktor unter vielen, der die Arbeitswelt für viele verändert. Informationen werden abgeglichen, die meisten Daten stehen digital zur Verfügung; wir arbeiten ortsübergreifend und manchmal auch zu vollständig verschiedenen Arbeitszeiten am selben Projekt. All das macht den Wandel der Arbeitswelt aus, der sich mit „Arbeiten 4.0“ oder — bezogen auf die Büroberufe – „Büro 4.0“ beschreiben lässt.

Zwischen Anwesenheitskultur und Flexibilität

Wenn das Büro 4.0 quasi an jedem Ort aufgeschlagen werden kann, dann funktionieren einige Werkzeuge aus der alten Welt nicht mehr, z. B.

  • eine umfassende Papierablage mit Rückgriffmöglickeiten,
  • zahlreiche Utensilien zur (Papier-)Bearbeitung,
  • Festnetzanschluss (insofern keine Weiterleitung an die Mobilfunknummer erfolgt),
  • Drucken und Scannen, insofern nicht auf Gemeinschaftsgeräte zurückgegriffen werden kann,
  • schnelles Nachfragen im Büro nebenan (dafür gibt es zum Glück Mobiltelefon, Messenger und Mail).
Neben diesen Aspekten beunruhigt viele Menschen, dass die Arbeitszeit anderer nicht mehr beobachtbar ist. Wer weiß schon, ob der Kollege jetzt gerade wirklich am Projekt arbeitet, jetzt, da er sich im Home Office befindet? Hier gilt es, eine größere Gelassenheit zu entwickeln; gemessen werden wir am Ergebnis, nicht am Input. Dies bezieht sich auch auf die Verfügbarkeit: Wer seine Zeit relativ frei einteilen kann, ist nicht zwangsläufig zeitgleich mit uns in seinem Büro 4.0.
Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel | karrierenachmass.de

Büro 4.0 (c) Sylvia Nickel | karrierenachmass.de

Gerade diese Besonderheiten erfordern den Einsatz neuer Werkzeuge, um den Projektfortschritt, die Auftragsbearbeitung oder andere Elemente der Zusammenarbeit zu koordinieren: gemeinschaftliche digtítale Checklisten und Workflowmanagementsysteme ersetzen das Whiteboard aus der „alten Arbeit“ (wenn man schon bei „Arbeiten 4.0“ auch gerne von „das neue Arbeiten“ spricht). Wie sorgen wir aber weiterhin für den Team Spirit? Diese spannenden Fragen gilt es zu klären.

Büro 4.0 – digital und überall

Mein Büro 4.0 ist mittlerweile wirklich dort, wo ich W-LAN-Zugriff bzw. eine Datenverbindung habe: Im Home Office, im Coworking Space, im Park und bei Kollegen. Allerdings entscheide ich, wann ich mein Büro 4.0 besetze. E-Mail rund um die Uhr oder permanent an Messengern: nein! Wenn es wichtig und dringlich ist erreicht man mich über den Premiumkanal: Mein Mobiltelefon. Die Basisausstattung für das Arbeiten 4.0 finde ich mit

  • Notebook
  • Mobiltelefon
  • Generalbuch
  • Stift (Bleistift oder/und Füller)
  • (und Lesebrille).
Was gehört in Ihr Büro 4.0? Es lohnt sich darüber nachzudenken, denn weniger ist Mehrwert.

Ein entspanntes Arbeiten 4.0,
Sylvia Nickel

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> Nickel | Business Performance (http://2nc.de/).

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