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In eigener Sache: Technische Panne zum Fest4 Minuten Lesezeit

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Auch das ist Arbeiten 4.0: Meine Unternehmenswebsite ist seit dem 22. Dezember 2016, 10:23 Uhr, nicht mehr erreichbar. Grund ist ein Hack des Content Management Systems. Das System wird bis zum Jahreswechsel wieder hergestellt sein. Der Ärger bleibt. — Einige Gedanken zur Gelassenheit im Umgang mit technischen Problemen

Ich stelle mir gerne verpickelte Teenager vor, die in abgedunkelten Zimmern chips-vertilgend und zwischen Limonadendosen ihren Spaß daran haben, irgendetwas im Internet zu stören, Unfug zu bauen. Das war auch in den frühen Stunden des www so. Da gab es kleine »Viren«, die vollkommen harmlos die Buchstaben den Bildschirm herunterfallen, verpixelte Katzen über den Monitor rennen ließen oder einfach »Hello World!« sagten. Hach, das waren lustige Zeiten. Heute ist es leider anders: Scripte und Mail-Hacks sorgen für SPAM-Mails im Namen des Gehackten und gerne werden auch neue Freundschaftsanfragen über gefakte Profile in sozialen Medien gestellt. Das ist noch harmlos gegen den Raub und vor allem dem Missbrauch der Finanzdaten. Ein Hack — welcher Art auch immer — ist kein Fall für den Schülerstreich; doch ist es ein Grund, die Nerven zu verlieren?

Mit der Anzahl der Pannen steigt die Panik

Als Internet-Dino (ich bin seit 1993 im W3 aktiv) habe ich so manche Pannen im E-Mail-Verkehr und auf Websites erlebt. Ebenso wie bei meinem ersten Computerabsturz im Jahr 1988 war ich anfänglich dem Nervenzusammenbruch nahe:

  • Wo sind die Daten?
  • Wie kann ich es reparieren?
  • Was schützt mich künftig vor solch einem Desaster?

Vor allem aber:

  • Welcher Mensch macht so etwas?

Wut kommt auf; die Atmung beschleunigt sich und Herzschlag wie Blutdruck schießen in die Höhe. Ohnmachtstränen verlassen die Augen. — Ich kann es genauso noch fühlen wie es damals war. Doch dazwischen liegen knapp 30 Jahre. Zwischenzeitig kamen immer wieder die Fragen auf:

  • »warum gerade ich?« und
  • »warum muss mir dies passieren?«

… und schon wieder Stress vom Feinsten; mit der Anzahl der Pannen steigt der Panikquotient!

Mit der Anzahl gelöster Probleme wächst die Ruhe

In drei Jahrzehnten »PC und Internet als Arbeitsgerät/-medium« habe ich zahlreiche Pannen gemeistert, meist vollkommen eigenständig, jedoch mit mentaler Unterstützung guter Freunde am anderen Ende der telefonischen »Seelsorge«. Und das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gelassenheit:

Indem wir etwas als lebensbedrohlich titulieren, fokussieren wir alle Energie auf das Problem, nicht auf dessen Lösung. Mal ehrlich: Ist schon jemand gestorben, weil der E-Mail-Account missbraucht, die Website gehackt oder das Profil in sozialen Netzwerken gefaket wurde? Nein. Also sage ich mir heute:

Was war denn nun das Problem?

Jemand hat sich in mein Content Management System eingehackt und mit einem Script Mails über die Domain versendet (wahrscheinlich über Potenzpillen, fantastische Geschäftsmöglichkeiten, einen Lotteriegewinn oder einen wunderbar reichen und unbekannten Erben). O-Ton meines Providers, den ich seit 1998 habe:

»Ihr XXX Paket versendet unerwünschte Massen-E-Mails (Spam). Deshalb gehen wir davon aus, dass unbekannte Dritte Ihre XXX Produkte missbrauchen und schadhafte Scripte auf Ihrem Webspeicherplatz eingeschleust haben. Wir wollen weiteren Missbrauch und Schaden für Sie und andere Internet-Nutzer vermeiden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Paket gesperrt. Im Rahmen der Mitstörerhaftung sind wir hierzu rechtlich verpflichtet.«

Es ist Weihnachten. Die meisten Menschen sitzen im Kreise Ihrer Lieben, gehen Ihren Hobbies nach oder nutzen anderweitig die Zeit zwischen den Jahren. Wer besucht denn ernsthaft meine Unternehmenswebsite? 😉
Vollkommen ruhig und gelassen lasse ich den Rechner erst einmal aus. Wer weiß, vielleicht entscheide ich mich über diese Tage auch für ein neues Design, das Optimieren der Inhalte oder andere Neuerungen. Es existiert ein Backup. Nicht einmal die Dateien sind wirklich weg. Was bleibt ist das Rätsel um den Angriff, doch dieses Geheimnis wird Serendipity in den Orkus des Digitalnirwana mitgenommen haben.

⇒ Für die WordPress-Profis unter den Lesern: Es wurde folgende Datei »verseucht« — wie, das ist mir ein Rätsel, denn natürlich zieren AntiVir, AntiSPAMBee und andere geprüfte, aktualisierte und versionskompatible Sicherheits-Plugins mein CMS:

./WordPress_02/wp-content/editclass.php

Hinweise zu Beseitigung und künftigen Vermeidung nehme ich gerne entgegen. 🙂

Spare Dir die Panik und starte de-stress yourself

Aus diesen und vielen anderen Gründen sowie Erkenntnissen habe ich das Erfolgsteam de-stress yourself gegründet. Der Umgang mit technischen Problemen und anderen Widrigkeiten des Alltags im Büro 4.0 ist Mittelpunkt unserer drei Monate zu mehr Gelassenheit. Bist Du dabei?

Beste Grüße und frohe Festtage,
Sylvia Nickel

PS: Ich hätte einfach eine Weiterleitung auf diesen Blog einrichten können, mit einem Klick. Als emanzipierter User stehe ich zur Panne und das Baustellschild bleibt. Ganz gelassen.

PPS: [30.12.2016] Der Webspsace ist frei von Verseuchung und ich habe die Website 2nc.de neu (also keine Nutzung der alten Datenbank usw.) aufgesetzt … bislang rudimentär. Grafiken und Unterseiten folgen in den nächsten Tagen 🙂 Ich verzeichne rd. 16 Arbeitsstunden dank dieses ungebetenen Hacks. In meinen rd. 25 Jahren »www« habe ich bestimmt schon ein halbes Lebensjahr in die Beseitigung solcher »Unannehmlichkeiten« investiert; leider lässt sich dies nicht verhindern. Also übe ich mich in GELASSENHEIT 🙂

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> Nickel | Business Performance (http://2nc.de/).

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