Weniger ist Mehrwert.

Blog | Einfach produktiv & glücklich im Büro 4.1

Eisenhower-Felder © Sylvia NiCKEL

12. Januar 2018
von Sylvia Nickel
3 Kommentare

Eisenhower II: Standardempfehlungen5 Minuten Lesezeit

Eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasste sich mit den Dimensionen »Dringlichkeit« und »Wichtigkeit«. Teil 2 analysiert die Standardempfehlungen für die vier Matrix-Felder.

Aus den vier Feldern ergeben sich Standardempfehlungen für die Prioritätensetzung. Hier die typischen Beispiele für die Aktivitäten in den einzelnen Feldern. Weiterlesen →

GoogleAnalytics

5. Januar 2018
von Sylvia Nickel
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Jahreswechsel: Die Rück- und Vorschau, nicht nur dieses Blogs4 Minuten Lesezeit

Der obligatorische Artikel zum Jahreswechsel befasst sich nicht zahlreichen Hinweisen zur Planung, sondern mit den Highlights 2017 und der Vorschau 2018 für diesen Blog. Er zugleich ein kleiner Wegweiser durch die rund 250 Artikel, die sich hier finden.

Rückschau: Top 10 der beliebtesten Artikel

Laut Google Analytics habt Ihr Euch insbesondere für diese Artikel interessiert: Weiterlesen →

Rituale zum Jahresende © Sylvia NiCKEL

29. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Rituale zum Jahreswechsel: magische Karteikarten4 Minuten Lesezeit

Zwischen dem 25.12. und dem 6.1. eines jeden Jahres haben wir die sogenannten Rauhnächte: es ist die Zwischenzeit zwischen den Jahren, die letzten sechs Nächte des alten Jahres sowie die ersten sechs Nächte des neuen Jahres. Zeit für Rituale und damit für Zielklarheit.

Die Zeit zwischen den Jahren haben viele Menschen Urlaub. Zeit für innere Einkehr, Ausflüge in die Natur, Zeit für Besinnliches und heimische Kontemplation. Ich verrate Dir hier meine Rituale. Weiterlesen →

Friedhof der Kinder © Sylvia NiCKEL

24. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

#Denkzettel: Der Friedhof der Kinder2 Minuten Lesezeit

In der Kategorie Denkzettel findest Du Motivationsgeschichten und Zitate rund um die Zeit. – Folgende Geschichte um den Friedhof der Kinder stammt nicht von mir. Ich erhielt diese Geschichte in den 1990er Jahren per E-Mail und auch der Absender jener Mail hat diese Geschichte nur weiter geleitet. Seither habe ich diese Geschichte in vielen Kursen zum Selbstmanagement erzählt, immer dann, wenn es um »Zeitverschwendung« und »Investition der Zeit« geht.

`*•..¸ .•*¨`*•..¸♥☼♥ ¸.•*¨`*•. .•*¨

Die Geschichte

»Auf meiner langen Reise durch den Süden unseres Kontinents kam ich eines Tages Weiterlesen →

Beurer TL 30 © Sylvia NiCKEL

22. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
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Daylight Muse statt Winterblues2 Minuten Lesezeit

Gestern hatten wir den 21. Dezember und damit den kürzesten Tag des Jahres – ich persönlich vermisse das Tageslicht; daher habe ich mir im Oktober 2016 eine Tageslichtleuchte für meinen Arbeitsplatz angeschafft. Meine Erfahrungen nach 15 Monaten liest Du hier.

Tageslicht: 10.000 Lux für mehr Energie

Tageslichtleuchten simulieren die Sonne. Diese ist sehr wichtig, um die Produktion des Weiterlesen →

15. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
6 Kommentare

Eisenhower I: Über Dringlichkeit und Wichtigkeit6 Minuten Lesezeit

Über die Wichtigkeit: eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasst sich mit den Dimensionen der Matrix.

Zwei Dimensionen für die Priorität

Wie so jeder 4-Feld-Simplizissiums stützt sich auch die Eisenhower-Matrix auf Weiterlesen →

Microsoft To-Do

8. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
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Tooltime: Microsoft To-Do7 Minuten Lesezeit

Mit dem Update des Android-Systems auf dem Smartphone wurde der Microsoft Launcher ausgeliefert. Zu den Applikationen gehört Microsoft To-Do. Diese App funktioniert auf dem Smartphone, dem Tablet und via Web. Was bringt sie?

Microsoft: Deine Aufgabentools …

Auf den ersten Blick bin ich verwirrt. Microsoft bietet mir mit Office 365 die Outlook-Anwendung  bzw. (nach Microsoft-Sprech) »Outlook Ansicht Aufgaben« an, freilich mit steter Synchronisationsproblematik via Cloud; denn auch wenn die PST-Datei auf »Microsoft OneDrive« liegt und »Microsoft Outlook Aufgaben« im Android installiert ist, klappt es nicht, nein: auch nicht nach der Outlook-Anmeldung. Dies könnte ich ja mit »OneNote« aus dem selben Hause ausgleichen. 😉

Warum also eine weitere App?

– Weil der Dino unter den Planungs- und damit Selbstmanagementwerkzeugen – Outlook – einfach nicht wirklich cloudfähig ist, es sei denn man geht den Weg über das Microsoft Live-Konto (und damit einem völlig anderen Produkt) oder einen »Microsoft Exchange Server« (und dann kann man auch gleich auf echte Cloud-Werkzeuge zurückgreifen wie »Gmail« und »Google-Kalender« und spart sich gänzlich den Dino). Dies ist zumindest meine Erfahrung. Und ich war schon 1998 sehr weit, als per Synchro-Button der »Palm« mit »Outlook« die Daten austauschte (dieser soll übrigens 2018 ein Comeback feiern). Heute? Keine Frage: »Outlook« mit all seinen Komponenten (E-Mail, Kalender, Aufgaben, Notizen) lässt sich auch trotz Microsoft Cloud nicht wirklich auf dem Smartphone nutzen. BTW: wer  Tipps hat, wie es funktioniert ohne den Umweg über »Gmail« oder »Microsoft Live« zu gehen ⇒ gerne 🙂

Okay, genug gemoppert. Also testen wir mal die App.

Was kann Microsoft To-Do?

Zahnräder bei Microsoft To-DoIm Web werde ich nach dem Anmelden bei Microsoft To-Do zunächst mit Zahnrädern in der Form eines »Done«-Hakens begrüßt. Diese ersetzen hier den allseits bekannten Microsoftkreisel. Dann öffnet sich die schlichte Oberfläche, übrigens genauso schlicht und übersichtlich auf dem Smartphone. Sie enthält »mein Tag«,»To-Do« und »+ Neue Liste«. Und dies sind die Funktionen:

  • »mein Tag«: Hierhin können die Aufgaben für diesen Tag geschoben werden. Ist eine Aufgabe nicht erledigt worden, erinnert Microsoft To-Do beim nächsten Aufruf mit einer Einblendung daran – ganz ohne Erinnerungsfunktion, welche selbstredend für ein Aufgabenmanagement, zusätzlich aktiviert werden kann. Wird eine Aufgabe erledigt und als solche gekennzeichnet, ist sie durchgestrichen und mit einem grünen Haken versehen. Sie kann reaktiviert oder gelöscht werden. Die Einstellung, erledigte Aufgaben auszublenden, ist über die Optionen möglich, die auch für die optische Gestaltung (Farben, Hintergründe) einige Auswahlmöglichkeiten parat hält. Leider rutschen Aufgaben mit dem Erinnerungs- oder Fälligkeitsdatumdatum »heute« nicht automatisch in »Mein Tag«. Warum, bleibt mir verborgen.
  • »To-Do«: Hier liegen die Aufgaben mit einem späteren Erledigungszeitpunkt als »mein Tag«, insofern sie keiner »Liste« zugeordnet sind.
    Was kann nun eine Aufgabe? Nebst Betreffzeile sind Notizen möglich, ebenso auch Links. Nicht möglich ist das Anhängen von Dateien, also weder Bilder noch Dokumente oder Sprachaufzeichnungen, genau so wie im Todoist; all das kann beispielsweise der Dino im Aufagbenmanagement, »Outlook«, oder das smarte »Google Notizen«, weshalb ich mich noch nicht so recht vom Dino verabschieden will. In Sachen Termine bietet »Microsoft To-Do« ein Fälligkeitsdatum und eine Erinnerungsfunktion an. Dies ist praktisch, denn zur Bearbeitung benötigt man ja Zeit. Aber wie bei »Microsoft Outlook Aufgaben« auch bietet die »Microsoft To-Do« bei einer Erinnerung die Möglichkeit »später« anzuklicken anstatt eine konkrete Zeitangabe zu fordern. Das feuert die Aufschieberitis an 🙂
  • »+ Neue Liste«: Hiermit bietet sich die Möglichkeit, eigene Listen für Projekte und Rollen anzulegen und diese entsprechend zu benennen.

Microsoft To-DO Web

Mein erster Eindruck nach ein wenig Herumspielerei mit Probeaufgaben und Projekten, sowohl auf dem Smartphone als auch mit der Webvariante: ein schlichtes, funktionierendes Werkzeug für das AufgabenmanagementMicrosoft To-Do auf dem Smartphone
Allerdings habe ich noch nicht heraus gefunden, was es mit »Kalender« auf sich hat, ein Feature, das nur auf dem Smartphone erscheint und auch nach Anlage von Testaufgaben mit Erinnerungs- und Fälligkeitsdatum bleiben diese in der Webansicht unsichtbar, erscheinen aber im »Microsoft Live Kalender«, also dem Online-Produkt mit unglücklicherweise gleichem Namen: »Outlook«. Nein, es handelt sich auch nicht um »+ Neue Liste«; diese Möglichkeit ist ja unten angegeben. Microsoft … Deine Apps! –Ich bleibe dran an diesem Phänomen und werde hier berichten. 🙂
Übrigens schreibt Microsoft dazu »Zurzeit können nur persönliche Microsoft-Konten, die eine Outlook.com-Domäne verwenden, zwischen Microsoft-Aufgabe und Outlook 2016 synchronisiert werden.« Ja, prima! und was ist mit Unternehmen? Sollen jetzt alle ein @outlook.com nutzen? Das ist frech.

Doch nun zu den Schattenseiten und damit der Wunschliste für Extremnutzer anderer Aufgabenmanagementprogramme.

Was könnte fehlen im Microsoft To-Do?

Ich beziehe mich bewusst nicht auf ein Programm bzw. eine App, sondern auf meine „Wünsch-Dir-Was“-Gedanken. Es fehlen

  • Möglichkeiten zum Anhang von Dateien wie beispielsweise bei »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Google Notizen«; gerade die in »Google Notizen« mögliche Sprachaufnahme mit automatischem Transkript kann sinnvoll für Vielbeschäftigte fernab des Schreibtischs sein.
  • Priorisierung von Aufgaben wie mit »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Todoist« möglich, wobei letzterer mit vier Prioritätsstufen eine mehr als »Microsoft Outlook Aufgaben« kennt. Dies ist vor allem bei vielen Projekten mit vielen Aufgaben sinnvoll.
  • Haupt- und Unteraufgaben wie im »Todoist« sind ebenfalls nicht möglich. Dabei kann man Projekte doch so schön in Meilensteine und Arbeitspakete aufteilen … aber gut, das wäre dann wieder etwas für eine Projektmanagement-App.
  • Eine Anbindung an »Microsoft Outlook Aufgaben«, etwa durch Add-in wie der »Todoist« sie bietet, fehlt ebenfalls. Die Aufgaben erscheinen lediglich bei Anmeldung unter dem Microsoft Live-Konto, was so gar nichts mit der Notebook-/PC-Variante zu tun hat, denn diese funktioniert nicht offline, sondern nur über Browser und Internetverbindung.

Microsoft To-Do Download und Webversion

Fazit

Ich bleibe dran, spiele ein wenig herum, bis ich das Kalendermysterium ergründet habe und setze weiterhin auf den Dino, »Microsoft Outlook Aufgaben« in Kombination mit meinem Generalbuch, sowohl papiergebunden als auch digital.

Microsoft To-Do-Webinar (c) Sylvia NiCKELDieses Thema vertiefe ich im Webinar  »Tooltime |►►Microsoft Outlook Aufgaben«. Mehr erfahren.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel
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Shortcuts © Sylvia NiCEKL

1. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
2 Kommentare

Office: Vergiß‘ die Maus! Shortcuts für noch mehr Produktivität3 Minuten Lesezeit

Es gab Zeiten, da funktionierten Computer noch ohne Maus, Pad oder Touchscreen. Diese sind intuitive Eingabehilfen, bremsen jedoch die Produktivität: die Hand geht von der Tastatur zur Maus und zurück. Belastungsschmerzen können die Folge sein. Ärzte sprechen von der Maushand. Da helfen Tastenkombinationen oder sogenannte Shortcuts bzw. Hotkeys für effizientes Arbeiten. Dies geht vor allem auch schneller.

Meine persönlichen Shortcuts-Favoriten für Office 365 unter Windows

Die Liste möglicher Shortcuts ist lang. Sinnvoll sind vor allem jene, die häufig eingesetzt werden. Meine Favoriten (und diese Liste versteht sich auszugsweise 🙂 ):

  • STRG + 1   Wechsel zum Posteingang in Outlook
  • STRG + 2   Wechsel zum Kalender in Outlook
  • STRG + 3   Wechsel zu den Kontakten in Outlook
  • STRG + 4   Wechsel zu den Aufgaben in Outlook
  • ALT + 1   Wechsel zur Tagesansicht im Kalender in Outlook
  • ALT + STRG + 4   Wechsel zur Monatsansicht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + M   Neue Nachricht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + A   Neuer Termin in Outlook
  • STRG + C   Kopieren (generell am PC)
  • STRG + V   Einfügen (generell am PC)
  • STRG + X   Ausschneiden (generell am PC)
  • STRG + ↑   Richtungspfeile zur Objektverschiebung in PowerPoint
  • STRG + S   Speichern ((generell am PC))
  • LEERTASTE   Blättern nach unter (alle Office-Komponenten)
  • LEERTASTE + UMSCHALT   Blättern nach oben (alle Office-Komponenten)
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + E   Hiermit wird der Windows Explorer gestartet
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + D   Wechsel zum Desktop
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + Tab   Aufruf von Task View

Hinzu kommen die ALT-Kombinationen für Sonderzeichen (ANSI-Code) wie ←, ↑, ©, ‰, …, – usw (einen Überblick findest Du hier). Den Überblick über alle Tastenkombinationen gibt es im Hilfebereich des jeweiligen Office-Komponente (F1) und im Microsoft Support.

Mein Tipp: Lerne jeden Tag einen Shortcut für häufig genutzte Vorgänge. Du gewinnst ab sofort Zeit. Der Schlüssel zu noch mehr Produktivität liegt manchmal im »back to the roots«: ohne Maus. 🙂

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

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dgiform © Sylvia NiCKEL

27. November 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Blogparade #digiform: Zeit für fundamentale Veränderungen – endlich!8 Minuten Lesezeit

Was Luther mit der Reformation ausgelöst hat,  mag die Digitalisierung in vielen Branchen sein. Meine Gedanken zur Zielbar-Blogparade »digitale Reformation« fasse ich aus der Perspektive eines Schreibtischtäters oder des Kopfarbeiters mit zwei Jahrzehnten Freiberuflichkeit und Entrepreneurship zusammen:

Zeit für fundamentale Veränderungen – endlich!

Luther hat die Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt und somit das Wort Gottes schlagartig für viele zugänglich gemacht. Ähnlich ist es heute mit dem Internet und den cloudbasierten Apps: Information ist ständig da, viel zu viel, für alle und meist kostenfrei. Jeder kann mit jedem kommunizieren und Dokumente austauschen. Digitale Reformation. Das stellt den Alltag zunächst auf den Kopf. Statt eines Messengers werden mehrere genutzt. Das Smartphone bimmelt oder vibriert ständig. Es bleibt das fahle Gefühl, nur noch reagieren zu müssen und die Kontrolle über den Alltag an Bits und Bytes abzugeben. Dabei geht es auch anders.

Gestatten: w3-Dino

Mit dem Wissenschaftsnetz bin ich bereits seit den späten 1980er verbunden und habe hoch erfreut jedes digitale Gimmick im Nirwana des Webspace probiert. Zunehmend wurde meine kleine Welt stressiger, aber auch interessanter. Die Stunden vor Bildschirmen wuchsen an bis … ich beschloss, dass ich Herr meines Lebens bin und nicht die Technik. 🙂

Seither lade ich meine Kunden ein, dieses wunderbare Geschenk der digitalen Transformation anzunehmen und darüber nachzudenken, wie man sich entlasten kann. Und das funktioniert. Ein paar Gedanken zu den Leitfragen dieser Blogparade.

Was hat die digitale Reformation uns gebracht?

Ja, meine Arbeitswelt ist neu durchdacht

Mein Arbeitsleben hat sich fundamental verändert. Das war nicht nur technikgetrieben, sondern auch mit einem Umdenken in Sachen »Respekt vor Lebenszeit« verbunden:

  • Ich arbeite im Homeoffice und kann so Berufs- und Privatleben wunderbar organisieren, einschließlich des geliebten Kochens von Gerichten aus frischen Zutaten. Früher pendelte ich zum Büro, aß Junk Food aus Zeitgründen und schleppte permanent Unterlagen und Notebooks durch die Gegend. Irgendwann streikte die Bandscheibe aufgrund einseitiger Unbewegung. Heute lege ich eine Bewegungseinheit in Haus und Garten ein oder spaziere zur nahen Ruhr. Perfekt.
  • Geschäftsreisen sind absolute Ausnahme. Damit schone ich die Umwelt und spare Zeit. Zeit, die ich gerne auch bei einem Lebensmitteleinkauf zu Fuß oder mit dem Rad investiere. Früher waren die Staus an den wesentlichen Autobahnkreuzen in dieser Republik Programm. Einfach vertrödelte Lebenszeit. Heute ist der Garten gepflegt und nicht verwaist, das Auto fast vermost und eher Kunstgegenstand in der Einfahrt.
  • Eine handvoll Kunden genießen den persönlichen Kontakt. Klar, es sind meine Lieblingskunden. Da nehme ich mir Zeit, vor allem aber, weil uns die gemeinsamen Projekte langfristig binden.
  • Ich halte Vorlesungen aus dem Homeoffice statt mich durch den Großstadtschungel zu navigieren und die Parkplatznot zu spüren. Das finden auch die Studierenden gut, die ebenso vorm dem heimischen PC oder Tablet teilnehmen. Es ist garantiert nicht einfacher, eigentlich anstrengender, aber viel lockerer und durch den direkten Kontakt habe ich ein engeres Verhältnis zu den Studierenden.
  • Bestimmte Kommunikations-, besser: Informationsprozesse sind digitalisiert. Dies entlastet, kostet aber erst einmal Zeit, sich prinzipiell Gedanken über das Modell zu machen (wer was wann, wieso in welcher Form und wie entgleitet mir der Prozess nicht?).

dgiform © Sylvia NiCKEL

Generell ist mein mein jährlicher ökologischer Fußabdruck wahrscheinlich auf 20% von 2007 geschrumpft. Dadurch habe ich auch mehr Zeit und mehr Ruhe. Das Smartphone ist übrigens meistens im Flugmodus und liefert bestenfalls Flow-Musik. Ich ernähre mich gesünder, bewege mich viel mehr und abwechslungsreicher. Insgesamt:

Selten, aber wichtig: der Premiumkanal

In Sachen Kundenkommunikation ist das »Gelaber & Geplänkel« weniger geworden. Manche bevorzugen Mail, andere Messenger, wieder andere Skype. Was aber eine ganz neue Bedeutung hat, das ist der Premiumkanal: Das Telefonat und das persönliche Gespräch vor Ort. Heute frage ich erst einmal, ob wir dies via Webmeeting oder Telko erledigen können, bevor ein Tagessatz fällig wird – und spare wirklich viele Kilometer und wertvolle Lebenszeit. Telefonate und Vor-Ort-Termine sind seltener geworden; es sind aber die wirklich wichtigen.

2027 – Gute Frage, wie es weiter geht

Ich bin Optimist und stelle mir vor, dass wir ausgeklügelte Algorhythmen als Filter einsetzen, bevor sich einzelne Menschen gemeinsam an einen Tisch setzen. Wenn sie es dann tun, werden sie sich die Zeit nehmen können, die Vertrauensbasis zu manifestieren und den Kontakt im Sinne eines Win-Win zu pflegen. Wer sich persönlich einmal kennengelernt hat, kann über Jahre medial kommunizieren. Aber dieser direkte Kontakt ist und bleibt wichtig. Man muss sich sprichwörtlich riechen können.

Ich ohne Internet? OMG!!!

Neee. Alles gut. Es wäre ruhiger. Mein Geschäftsmodell wäre nicht auf Interaktion ausgerichtet, sondern auf mehr »Mission«; Ich würde mich wieder mehr  dem Wortgeschäft widmen und rd. 12-15 Kunden vor Ort betreuen. Auf dem Weg dahin (zurück) bin ich – trotz digitaler Transformation.

Nervige Smombies und Nomophobe

Tja, das nervt. Du sitzt beim Coworking oder auf einen Kaffee zusammen und der Blick Deines Gegenübers geht nur auf das Smartphone. Mich haben auch Kunden gefragt, ob es nicht Apps gibt, die einem den Terminkalender automatisch mit den To-Dos aus der entsprechenden App füllen. Ja hallo! Ich lass‘ mir das Leben nicht von einer Platine vorschreiben. Für derart geschädigte Zeitgenossen habe ich allerdings Verständnis und lade sie in die Community ein.

Du konkurrierst prinzipiell global mit jedem

… und Du kannst entscheiden, ob Du dies willst. Ich bin überzeugt: Deine Kunden finden Dich, weil Du genau passt. Daher habe ich mich von den Elementen meines Geschäftsmodells getrennt, in welchen meine Leistung eine Einkaufsware ist, die unter möglichst günstigen Bedingungen beschafft wird. »Irgendwie« Geld verdienen war gestern; Authentizität und Wertschätzung ist heute: Nische as its best.

Social Media – das ewige Rätsel

Trotz oder weil – das ist die Frage. Ich nutze Social Media spielerisch. Manche Accounts habe ich monatelang nicht gefüttert, bedient. Und dann schaust Du auf Abonnenten und Follower und denkst »wow«. Am Ende aber zählt, was auf dem Konto landet. Ich nehme es sportlich, spielerisch und finde es spannend. (Folge mir: Pinterest, Linkedin, Facebook, edudip, Twitter, Instagram, XING, youtube).

Am Ende entscheidest Du selbst

Die Eintrittsbarrieren sind sehr gering, in den meisten Branchen. Die Möglichkeiten hingegen fantastisch. Allerdings gibt es am Ende einer Pyramide stets nur Platz für wenige. Ich bin seit zwei Jahrzehnten selbständig, habe Hypes kommen und gehen sehen. Mal partizipierte ich, mal ließ ich es vorbei rauschen. Ganz spannend ist es zu sehen, wer mit welchem Hype da steht, wo ich vor zehn Jahren war (ohne so viel TamTam).

Das unternehmerische Risiko steigt mit den Abhängigkeiten von Plattformen, Affiliates, Technik generell und vor allem externer Finanzierung. Mein Motto »weniger ist Mehrwert« kommt nicht von ungefähr. Bleibe unabhängig, prüfe Investitionen und verabschiede Dich von »Nice to have«s.

Mythos Digitale Transformation

Die digitale Transformation mag uns mehr Hilfen zur Seite stellen als je zuvor. Aber damit ist auch die Gefahr der Verzettelung und damit der Wunschblasen verbunden. Was kannst Du und was willst Du leisten? Würdest Du Dir Deine Leistung auch zu diesem Preis abkaufen? Würde das auch Dein Freund oder Deine Freundin, die Oma, der Onkel usw.?

Geld wird im realen Leben verdient, nicht »indirekt«. Für letzteren Weg benötigst Du verdammt viel Eigenkapital, keine Kredite.

Du hast die Nase noch nicht voll und willst ins digitale Business?

Okay, wer bis hier hin gelesen hat, bekommt nun die wertvollsten Tipps:

  1. Mache einen Plan und zwar konkret mit Argumenten (den Kunden gegenüber). Ein Business Canvas mag Dir dabei helfen. Also kein »ich habe ne Plattform bla bla … einzigartig« usw. Als StartupCoach (seit 2004 im Start2grow-Wettbewerb, beruflich seit 1994) kenne ich die Schwachstellen. Es sind drei: Kunde, Kunde und Kunde. Wer findet Dich wann und wie und warum bleibt er dran? Was folgt danach? Wie stellst Du das sicher?
  2. Suche erfolgreiche Vorbilder und vernetze Dich mit diesen. Es geht nicht um das Nachahmen, sondern den Austausch, die Reflexion. Was bei Dir funktioniert, funktioniert nicht für andere und umgekehrt. Aber durch den Austausch bekommst Du einen anderen Blick auf die Dinge, Deine Dinge.
  3. Finde Deine Rhythmen, um an Deinem Unternehmen zu arbeiten, denn Du kannst als Unternehmer nicht 100% im Unternehmen arbeiten.
  4. Investiere richtig gutes (sprich: hart erarbeitetes) Geld in Deine persönliche Entwicklung. Guter Rat muss teuer sein (anders kapiert es Dein Hirn nicht).
  5. mehr als 7 ± 2 merkt sich kein Mensch. Konzentriere Dich auf Tipp 1 bis 4 🙂

7.640 Zeichen bis hier hin. Puh, Zielbar: you made my day 🙂
So, jetzt bin ich auf die anderen Beiträge und Dein Feedback gespannt.

Entspannte Grüße,
Sylvia
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24. November 2017
von Sylvia Nickel
2 Kommentare

Effektivität, Effizienz & Erfolg – was ist Dein Beitrag?4 Minuten Lesezeit

»The Effective Executive – Effektivität und Handlungsfähigkeit in der Führungsrolle gewinnen« heißt das Buch von Peter Ferdinand Drucker. Es kam bereits 1967 auf den Markt; und es ist heute noch brandaktuell. The Effective Executive ist in deutscher Übersetzung und aktueller Ausgabe erhältlich. Hier sind meine Gedanken nach der Lektüre (keine Rezension!).

Mach das, was Du am besten kannst

Die Diskussion um Effektivität und Effizienz ist nicht neu; sie wurde von Peter F. Drucker selbst angestoßen. Was bedeutet es aber für eine Führungskraft (auch in Sachen der Selbstführung), die richtigen Dinge zu tun? Der Autor gibt hier wertvolle Hinweise:

  1. konzentriere Dich auf die Aufgaben mit dem größten Beitrag;
  2. beschränke die Bereiche und sammle nicht unzählige Nebenschauplätze an;
  3. baue Stärken aus;
  4. treffe wirksame Entscheidungen.

Diese Hinweise lassen sich auf die zwei Dimensionen des Erfolgs reduzieren.

Effektivität: Die richtigen Dinge tun

Bevor irgendetwas richtig gemacht wird, stellt sich die Frage, ob wir das richtige tun. Die Wirksamkeit des eigenen Beitrags (in der jeweiligen Rolle) lässt sich steuern durch:

  • den Erfolgsbeitrag der Tätigkeit insgesamt. Die High-Value-Activities sind diejenigen mit dem größten Erfolgsbeitrag. Bei Eisenhower sind es die wichtigen Dinge. Un da sich diese in Dringlich und nicht dringlich unterscheiden lassen, so können auch die High Value-Activites in strategisch und operativ differenziert werden.
  • Stärken stärken. Wer (sich) gut führt, konzentriert sich auf die Stärken. Aufgaben, die zu den Schwächen gehören, sollten delegiert, automatisiert oder digitalisiert werden.
  • Leverage & Pareto; sie geben einen Hinweis auf die Hebelwirkung. Die wichtigste Aufgabe ist die mit der größten Hebelwirkung, die zweit wichtigste die mit dem zweitgrößten Hebel. – Was ist heute Deine Hebelaufgabe?

Klar, Führungskräfte sollten nicht die Post eintüten – das leuchtet jedem ein. Doch es gibt Aufgaben, die besonderes wichtig für Deine Rolle in der Organisation sind, und solche, die Du zudem besonders gut kannst. Dafür ist die »stille Stunde«, das Arbeiten ohne Unterbrechung, am Tag vorgesehen. Anders:

Effizienz: Die Dinge richtig tun

Sind die richtigen Aufgaben gewählt, geht es um die Optimierung. Denn notwendige Prozesse können nur durch Anordnung, Input oder Taktung ökonomisiert werden.

  • Optimierung steht als Pendant für »Rationalisierung«, als der Prozessoptimierung unter gegebenen Bedingungen.
  • Digitalisierung, Automatisierung oder Delegation hingegen befassen sich mit Entlastung der ausführenden Instanz. Unter Umständen geht es anders günstiger oder schneller oder kann generell auf den digitalen Prüfstand gestellt werden.
  • Energiemanagement. Input und Output sind die maßgeblichen Variablen des Energiemangements. Effektive (Selbst-)Führung berücksichtigt das Zusammenwirken, auch bei der eigenen Person. Ständige Mehrarbeit geht zulasten von Konzentration, Fokus, Regeneration und damit der Einsatzfähigkeit.

Efficency follows effectiveness, like
»structure follows strategie«

Peter F. Druckers Ansatz verwundert nicht, passt er doch in die Zeit, als Alfred Chandler »structure follows strategy« für Organisationen postulierte. Beide beginnen mit dem Ziel (der Organisation und der Rollen innerhalb), bevor es um die Optimierung (Effizienz) geht. Und so sehr sich die Arbeitsbedingungen verändert haben — die Gretchenfrage bleibt: Geht es darum, irgendetwas effizient zu tun, oder darum, effektiv zum Ziel zu gelangen?
Vielerlei Generationen an (Selbst-)Führungsansätzen folgten seither. Manche machten den Erfolg von der Methode abhängig, andere vom Werkzeug. Doch dies sind nur Nebenschauplätze, denn die die Kernaussage bleibt: konzentriere Dich auf die effektiven Prozesse und optimiere diese.

Zeitmanagement ist nicht gescheitert. Die stressreduzierenden und zugleich fokussierenden Faktoren reißt Peter F. Drucker bereits 1967 an. Ein Selbstmanagement in unserem Zeitalter der Ablenkungen und der Unverbindlichkeiten muss einmal mehr bei dieser Frage beginnen:

Habe ich Dein Interesse für diese Lektüre geweckt? Du kannst sie hier bestellen.

Effektiv im Home-OfficeMit der Effektivität im Homeoffice beschäftigt sich mein 8-teiliger Online-Kurs »New Work: Effektiv im Home-Office« in Kooperation mit der IHK.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel
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