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pay it forward4 Minuten Lesezeit

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Catherine Ryan Hyde legte mit ihrem Roman pay it forward (deutsch: Das Glücksprinzip) 1999 die Grundlage für eine weltweite Bewegung, den Payitforwardday. Dieses Glücksprinzip funktioniert jedoch nicht nur am letzten Donnerstag im April, sondern generell im Netzwerken. Wie, das habe ich hier zusammengefasst.

Woher kommt das Glücksprinzip?

Der Roman „pay it forward“ wurde 2000 verfilmt und erreichte damit einen hohen Bekanntheitsgrad. Das Wesentliche lässt sich schnell zusammenfassen: Der neue Sozialkunde-Lehrer konfrontiert in der ersten Unterrichtsstunde seine Schüler mit einer interessanten Aufgabe: Sie sollen Ideen entwickeln, wie sie die Welt verbessern können und diese auch umsetzen. Der elfjährige Trevor, einer der Schüler, entwickelt die Idee, dass er drei Menschen hilft, ein fundamentales Problem in ihrem Leben zu lösen und jedem das Versprechen abnimmt, wiederum drei Menschen zu helfen. Ein klares Schneeballsystem.

payitforward (c) Sylvia Nickel | sylvia-nickel.de

payitforward (c) Sylvia Nickel

Trevor sieht im Film bzw. im Roman seine Idee als gescheitert an, weil seine Hilfe nicht zu fruchten scheint. Jedoch hat er tatsächlich eine weltweite Bewegung ausgelöst. Er hat mit seiner Idee die Welt verbessert. – Diese Story überlebte die Verfilmung und findet heute in einer gleichnamigen Stiftung die tatsächliche Umsetzung. An jedem letzten Donnerstag im April ist payitforwardday.

Wie kann ich mit dem Glücksprinzip netzwerken?

Pay it forward kennen wir in milder Form als Tit for Tat oder erst geben – dann nehmen im Netzwerken. Und darum geht es in der Anwendung:

  1. Löse ein handfestes Problem in Deinem Netzwerk, ganz uneigennützig und unentgeltlich.
  2. Erkläre den Hintergrund.
  3. Fordere das Versprechen.
  4. Warte ab, was passiert.

Es geht nicht darum, seine Dienste für alle möglichen Personen im Netzwerk unentgeltlich anzubieten; vielmehr sollten solche Personen bedacht werden, die sich anders nicht zu helfen wissen, denen ein entscheidender Kontakt oder Wissen oder eine Fähigkeit fehlen.

Damit erfolgt auch eine klare Grenzziehung zur Gefälligkeitsdiensten. Dieses Problem kennt fast jeder Freiberufler, der gerne privat auf einer Party konsultiert wird. Im Gegenteil: Pay it forward schafft eine Regel für die Auswahl und eine klare Grenze für das Ende des unentgeltlichen Engagements.

Variationen

Eine Variation ist der payitforward-Aufruf im sozialen Netzwerk. Demnach wird das Schneeballsystem (ähnlich wie bei der ALS-Challenge) genutzt. Ein Aufruf könnte beispielsweise lauten:

„Die ersten drei, die unter diesem Post kommentieren, erhalten in den nächsten sechs Monaten von mir … (ein Buch, ein Gespräch, eine kleine Aufmerksamkeit usw.), vorausgesetzt, dass sie ebenfalls ein pay it forward posten.“

Pay it forward bietet einen schönen Anlass, das Netzwerken zu intensivieren, ob in der Social Media-Variante, zum payitforwardday oder im ursprünglichen Sinn. Ich bin überzeugt, dass es es sich auszahlt, auch für Dich.

Ein entspanntes Netzwerken,
Sylvia Nickel

~~~

Dieses Thema ist Teil  des monatlichen Updates “Kontaktmanagement & Netzwerken” im April 2015 sowie im März 2016. Die Aufzeichnung mit weiteren Tipps findest Du unter diesem Link. Weitere Webinare von mir findest Du auf edudip.

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> NiCKEL Business Performance (http://2nc.de/).

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