Weniger ist Mehrwert.

Blog | Einfach produktiv & glücklich im Büro 4.0

Toolbox |►► Disziplin mit RescueTime5 Minuten Lesezeit

| Keine Kommentare

Du weißt, dass Du wertvolle Zeit mit Social Networks, News und Communities verprasst und dennoch kannst Du es nicht lassen? Dann mag RescueTime das richtige Werkzeug für Dich sein. Zwei Monate habe ich dieses getestet; hier ist mein Zwischenbericht.

Tracking – oder genauer: zeitversetzt ausgewertetes Tracing – ist nicht nur geographisch gebunden, sondern wird mittlerweile gerne eingesetzt, um Prozesse jeder Art zu optimieren. Im Gegensatz zu typischen Erfassungssystemen wie Stempeluhr, Zeiterfassung usw. ist eine Aktion des Nutzers nicht notwendig. Die Aufzeichnung läuft einfach mit und liefert – aufbereitet – die Daten. RescueTime gibt Dir so einen Überblick über die Aktivitäten an Notebook, Tablet und PC.

Der Weg zu mehr Produktivität: Messen, zählen, wiegen

Wenn Du Dich nach Tracking Tools umschaust, dann wirst Du bemerkt haben, dass Du Dich verzettelst, und, dass Du Deine Zeit mit Zeitfressern verbringst anstatt produktiv für Deine Ziele zu arbeiten. Zu den typischen Zeitfressern im Büro 4.0 gehören

  • Social Media-Plattformen „studieren“,
  • Checken des Posteingangs mit sporadischer Bearbeitung ausgewählter E-Mails,
  • Nachrichten, Blogs und andere News verfolgen.

Wie bei einer Diät oder jeder anderen Verhaltensänderung hilft messen, zählen und wiegen. Mache Dir den Fortschritt, die Lernkurve sichtbar. Tracking Tools wie RescueTime gehören dazu. Schließlich weißt Du, wie ein optimaler Tag aussehen sollte – oder?

Das machst Du schon? Gut, dann gilt es jetzt, die wirklich produktive Zeit herauszufinden.

 

Disziplin mit RescueTime (c) Sylvia Nickel

Funktionsumfang und Ergebnisse

RescueTime ist eine Anwendung, die auf Linux, Mac, Windows und Android läuft und zusätzlich über Plugins für Firefox und Chrome verfügt. Damit kann die digitale Arbeit auf allen Geräten verfolgt werden, ideal also für den Kopfarbeiter 4.0, der sich disziplinieren will, denn RescueTime erfasst sämtliche Aktivitäten, ob Office-Komponenten, einzelne Websites oder sonstige Programme. Getrackt, also aufgezeichnet, werden die jeweils aktiven Fenster und die investierte Zeit. Dies sagt freilich nichts über die Qualität der Arbeit aus, liefert jedoch wertvolle Ansatzpunkte dafür, wo eigentlich beispielsweise die zwei Stunden geblieben sind, die man heute länger im Büro saß.

RescueTime Dashboard

RescueTime Dashboard

Was mich besonders anspornt, das ist der Productivity Pulse und dieser wirkt magisch wie das „Karma“ der Todoist-App: Ich will 100%! Er berechnet sich aus dem Verhältnis von produktiver Zeit zur gesamt aufgezeichneten Zeit. Meiner lag anfänglich bei 70%, und schnellte – selbst diszipliniert dank RescueTime – schnell auf über 90%. Dies ist für mich ein  Produktivitätsschub, der mehr wert ist als die Jahresgebühr der Premiumversion (zurzeit 72 USD). Bei acht Arbeitsstunden täglich sind dies 96 Minuten, die ich produktiver bin, oder anders: genau 480 Minuten bzw. einen Achtstundentag kann ich in der Woche „sparen“ und diese Zeit in meine Zielerreichung re-investieren.

Die App ist schnell installiert und läuft automatisch auf allen Geräten mit, auf welchen eine Anmeldung mit der hinterlegten E-Mail erfolgt. Neben „24/7“ (Tracking rund um die Uhr) können auch bestimmte, typische Arbeitszeiten zur Aufzeichnung definiert werden. Das ist sinnvoll, wenn das Gerät auch für das Hobby genutzt wird. Die kostenfreie Basisversion ermöglicht:

  • Tracking von Websites, Apps und Programmen,
  • Kategorisierung in elf Kategorien mit bis zu neun Unterkategorien,
  • Definition eines Produktivitätsziels (z. B. fünf Stunden täglich),
  • Auswertung nach Tagen, Wochen und Monaten,
  • Hitliste der produktivsten Tage,
  • Überblick über die insgesamt getrackte Zeit.
Die kostenpflichtige Pro-Version ermöglicht darüber hinaus das stundenweise Blockieren einzelner Websites, um sich vor Zeitfressern zu schützen. Dafür gibt es jedoch auch Alternativen, die ich hier vorstelle.
Insgesamt habe ich RescueTime gerne genutzt und werde dies auch in Zukunft tun, immer dann, wenn ich den Verdacht (gegen mich selbst) hege, Zeitfressern hinterher zu laufen und – statt produktiv an meinen Zielen zu arbeiten – die Zeit quasi „tod“ zu schlagen.

Flankierende Maßnahmen

Gefahr erkannt bedeutet nicht: „gebannt“. Damit Du Dich auf Deine produktiven Aktivitäten fokussieren kannst, beherzige folgendes:

  1. Mache Dir Ziel und Priorität bewusst (was, warum und wie tun?)
  2. Wähle kleine Zeiteinheiten (25-30 Min. nach der Pomodorotechnik)
  3. Schalte Störquellen aus (Smartphone auf Flugmodus, E-Mails aus)
  4. Höre Flow-Musik mit Kopfhörern (leise, kaum wahrnehmbar, im Atmungsrhythmus)

Dieses Thema ist Teil des Webinars Tooltime |►► Disziplin mit RescueTime„. Weitere Webinare von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche Dir eine hohe Produktivität und viel Zeit für das Wesentliche,
Sylvia Nickel

~~~

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

 

Mehrwert für Dich.

Abonniere den Mehrwert-Boten für kostenfreie E-Books, Tipps & Webinare.

Deine Daten werden nur für diesen Zweck genutzt. Du kannst den Newsletter jederzeit entfernen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmailby feather

Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> Nickel | Business Performance (http://2nc.de/).

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.