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Auswahlkriterien (c) Sylvia Nickel | karrierenachmass.de

So findest Du Dein formelles (berufliches) Netzwerk5 Minuten Lesezeit

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Netzwerken, insbesondere außerhalb der eigenen Organisation ist sinnvoll. Du erweiterst Deinen Kontaktkreis und bleibst informiert, wie bestimmte Dinge in anderen Organisationen oder Branchen gesehen werden. Zeit also, sich Gedanken, über formelles Netzwerken zu machen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich seit 1992 in viele Netzwerke hereingeschnuppert, führte Gemeinschaftsveranstaltungen im Rahmen meines ehrenamtlichen Engagements in formellen Netzwerken durch und habe mich aus dem einen oder anderen Netzwerk auch zurückgezogen, beispielsweise aufgrund eines Umzugs oder einer Veränderung des Arbeitsschwerpunktes. Zu den Netzwerken, in die ich Einblick bekam (ich bin nicht in jedem der folgenden Netzwerke auch Mitglied), gehören beispielsweise Marketing Club, Bundesverband deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb), Mülheimer Expetrinnen Pool (MEP-Net). Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. (WJD), Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V., Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V., Gesellschaft zur Förderung Angewandter Betriebswirtschaft und Aktivierender Lehr- und Lernmethoden in Hochschule und Praxis e.V. (GABAL), Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (bvbc)  und Deutscher Fachjournalisten-Verband (DFJV).

Formelle (berufliche) Netzwerke

Formelle Netzwerke geben sich in der Regel ein Regularium im Sinne eines eingetragenen Vereins. Damit ist der Zweck der Organisation bereits in der Satzung enthalten. Es lohnt sich jedoch, die Organisation vor Ort zu besuchen und sich das Veranstaltungsprogramm anzuschauen, denn der Vereinszweck ist meist umfassend und vage formuliert. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu den sozialen Netzwerken.

Auch wenn innerhalb dieser Plattformen die Möglichkeit besteht, einer Gruppe beizutreten so hat dies nicht mit der Angehörigkeit eines formellen Netzwerkes zu tun: Die Gruppenregeln beschränken sich auf ein Minimum wie respektvoller Umgang miteinander und Diskussion über ein bestimmtes Thema, die Strukturen sind zweistufig (Owner bzw. Administrator und Gruppenmitglieder) und nicht basisdemokratisch legitimiert. Ob jemand aktiv oder passiv ist und wie ein Ausschluss funktioniert … hier fehlen einfach Verbindlichkeiten. Natürlich sind die Social Media Networks geeignet, einen Kontaktkreis zu erweitern; ein nachhaltiges Netzwerken ergibt sich selten. Dies ist bei in-/formellen Netzwerken anders.

Leider existiert kein „Wahl-o-mat“ für die Auswahl formeller Netzwerke. Daher beschränke ich meinen Überblick auf die Vor- und Nachteile dreier Netzwerktypen.

Alumni-Organisationen

Nahezu jede Hochschule verfügt über eigene Alumni-Organisationen, meist über mehrere – je nach Fachbereichen. Über diese wird der Kontakt zur Hochschule gehalten. Häufig finden Veranstaltungen mehrmals jährlich am Hochschulstandort statt. Und dies ist auch schon der Nachteil, insbesondere dann, wenn Dich Dein Berufsweg fernab vom Hochschulstandort geführt hat.  Da Almuni-Clubs auf freiwillger Basis existieren, ist überdies nur ein Teil der Absolventen Mitglied. Allerdings hilft Dir der Alumni-Club, Altkontakte aus Studienzeiten zu reaktivieren.

Interdisziplinäre Netzwerke

Interdisziplinäre formelle Netzwerke vereinen Angehörige verschiedener Berufsgruppen. Der gemeinsame Nenner mag die Hochbegabung sein wie bei MinD, die Arbeitsmethodik wie bei der GfA oder sich den gesellschaftlichen Problemen ganz uneigennützig stellen wie etwas der Lions Club.

Ortsbezogene Clubs und Verbände finden in der Region ihren gemeinsamen Nenner. Neben Zusammenschlüssen von Selbständigen und Unternehmern können dies junge Berufstätige oder Berufstätige in bestimmten Branchen sein.

Berufsverbände

Berufsverbände vertreten die Interessen des jeweiligen Berufs und bieten zudem Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung an. Häufig sind Berufsverbände in regionale Gruppen gegliedert, so dass regelmäßig Events vor Ort stattfinden wie beispielsweise im VDI oder im bdvb. Für die viele Berufe finden sich mehrere Berufsverbände. So organisieren sich Immobilienmakler beispielsweise im IVD oder im BVfI, Unternehmensberater finden sich im BDU, im  KMU-Beraterverband, im VBV oder einer anderen der zahlreichen Organisationen wieder.

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Der Vorteil eines Berufsverbandes ist die Sicht über den Tellerrand der eigenen Organisation, möglichst in einem ähnlichen Arbeitsumfeld. Dies ist zugleich der Nachteil, denn ein Austausch mit Angehörigen anderer Berufsgruppen unterbleibt.

So gehst Du vor

Bei der Vielzahl an Netzwerken steht vor allem eines im Mittelpunkt: es sollte zu Dir passen und Dir Freude bereiten, Dich zu engagieren. Frage Deine Kolleginnen und Kollegen, ob und in welchem Verband sie Mitglied sind oder welche interessante Veranstaltung sie Dir empfehlen. So gewinnst Du einen Einstieg in die Thematik. Ist eine Vorauswahl getroffen bleiben 6 Schritte:

  1. Informiere Dich über Zweck und Modalitäten, z.B. auch über den Dresscode zu Veranstaltungen.
  2. Suche Dir ein interessantes Event aus.
  3. Nimm im Vorfeld Kontakt zum Organisator auf.
  4. Stelle Dich vor und versuche, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.
  5. Pflege die neuen Kontakte.
  6. Entscheide, ob dieses formelle Netzwerk für Dich das geeignete ist.

Beschränke Dich auf maximal zwei Netzwerke, insbesondere, wenn diese mit regelmäßigen Veranstaltungen verbunden sind. So kommen schnell 12-20 Veranstaltungen im Jahr zusammen. Netzwerken ist kein Selbstzweck, sondern sollte Dir auf Dauer das Leben erleichtern. 🙂

Ein entspanntes Netzwerken,
Sylvia Nickel

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der >>> Nickel Consulting | Business Performance (http://2nc.de/).

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