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7 Zeichen für Veränderung © Sylvia NiCKEL

Beruf, Job & Co.: 7 Zeichen für eine Veränderung6 Minuten Lesezeit

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Alles unterliegt der Veränderung: Deine Einstellungen, Deine körperliche Fitness, Dein Familienstatus, aber auch Dein Job, Deine Kunden und die Arbeitsbedingungen. Selbst, wenn sich an vielen dieser Variablen nichts ändert, so mag es sich nicht mehr richtig anfühlen. Woran Du Zeichen für Veränderung – nicht nur eine berufliche – erkennst, darum geht es in diesem Artikel.

Zeichen für eine Veränderung

# 1: Du bist müde und schlaff

Trotz erholsamen Wochenendes, Urlaubs oder anderer Auszeiten bist Du kraftlos. Du hast das Gefühl, Dich überwinden zu müssen, dass alles anstrengend ist. – Natürlich solltest Du mit dem Arzt abklären, dass kein medizinischer Grund hierfür vorliegt. Solltest Du schon länger kränkeln, ohne dass hierfür handfeste Gründe wie Verkühlung oder Infektionen wie Erkältungen beispielsweise vorliegen, ist es Zeit zu handeln.

# 2: Du lachst immer seltener

Wer eine Veränderung vor sich hinschiebt, ob unbewusst oder aus der Ungewissheit heraus, wo es hingehen soll, lacht sehr selten. Kinder sollen bis zu 400 mal am Tag lachen, Erwachsene hingegen 12 bis 15 mal (ich habe bislang keine brauchebrae Quelle für diese Behauptung gefunden, glaube aber daran). Lachen fördert nicht nur die Abwehrkräfte unsd steigert das Glücksgefühl. Lachen ist sozialer Klebestoff. Wer gar nicht mehr lacht und vor allem mit niemandem, hat sich innerlich von der Umwelt entkoppelt.

# 3: Du fühlst Dich unterfordert

Bist Du intellektuell nicht ausgelastet? Fühlst Du Dich nicht gefordert? Auch die Monotonie kann ein Auslöser für Veränderungsprozesse sein. Ebenso können fehlende Aufstiegschancen zu Demotivation und Unterforderung führen. – Wo wirst Du in fünf oder zehn Jahren stehen, wenn es so weiter geht, und vor allem, wo willst Du stehen?

# 4: Dir fehlt die Identifikation

Du identifizierst Dich nicht mit der Organisation oder/und den mitarbeitenden Menschen. Der tägliche Umgang mit den anderen raubt Dir Energie. Vielleicht entspricht auch nicht die Arbeitsweise Deiner favorisierten Vorgehensweise. Oder die Kommunikationskultur führt zu ständigen Unterbrechungen, Verwirrungen und endlosen Debatten.

All diese Anzeichen deuten auf Veränderungsbedarf, nicht nur im Job oder im Beruf. Es können durchaus auch Menschen in der privaten Umgebung und Tätigkeiten in der Freizeit ihren Sinn verloren haben.

# 5: Du fühlst Dich monetär nicht (mehr) wertgeschätzt

Ein Voran zeigt sich auch finanziell. Wie lange ist die letzte Erhöhung her? Hat sich seitdem etwas an Deiner Rolle geändert? – Wer das Gefühl hat, sich bzw. seine Lebenszeit unter Wert zu verkaufen, der kann sich dauerhaft nicht micht Idealismus trösten. Es nagt schlichtweg nicht nur an der Energie, sondern auch an der persönlichen ökonomischen Basis.

Von heute auf morgen einen zweistelligen Prozentbetrag mehr zu fordern ist jedoch sehr unrealistisch, zumal dann, wenn es keine handfesten Argumente dafür gibt. Ein berufliche Veränderung bietet in diesem Fall meist die bessere Perspektive.

# 6: Mehr Druck als Glücksgefühl

Die Kette der quälend empfundenden Plichten ist länger als die Zahl der Glücksgefühle? Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass es so nicht weiter geht. Das Leben muss nicht hart, anstrengend, ungerecht und energieraubend sein, es sei denn: Du willst es nicht anders.

# 7: TGIF-Syndrom

Du denkst bereits am Sonntagabend mit Bauchweh an den Montag und am Freitag heißt es »Thank God it’s friday« (TGIF). Dieses Zeichen spricht Bände, denn emotional empfindest Du offenbar die Tage von Montag bis Freitnachmittag als Last, während Dein »wahres Leben« am Wochenende und im Urlaub stattfindet. Was heißt dies aber? Dass Du fünf von sieben Tagen als »nicht gelebt«, »Hauptsache, es ist vorbei« oder schlichtweg »unwert« empfindest. Hey, das sind 70% der Tage in einer normalen Woche!

Veränderungsbedarf: nimm Dir Zeit

Kein Fortschritt, keine Energie und Unlust sind die untrüglichen Zeichen für einen Veränderungsbedarf. Denn es gilt: wenn Du die Situation nicht verändern kannst und auch nicht eine Veränderung Deiner Einstellung zur Situation hilft, bleibt nur das Loslassen und, sich etwas anderes zu suchen.

Gerade jetzt ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen. Ablenkungsfrei, allein und am besten verbunden mit einem Tapetenwechsel. Schon ein Wochenende in der Natur, ohne Smartphone und Beschallung können Wunder wirken, wenn es um Zielklarheit geht. Es geht natürlich auch schneller, mit einem (täglichen) Spaziergang in der Natur. Befasse Dich mit folgenden Fragen:

  • Gehe ich noch den Weg, den ich beschreiten will?
  • Was fühlt sich stimmig an, was nicht?
  • Was raubt Energie und was gibt diese?

Wer noch nicht genau weiß, was nicht stimmt und etwas geduldig ist, für den mag das Mindful Bullet Journaling mit etwas sein. Nimm Dir vier Bereiche an jedem Abend vor und füge maximal fünf Punkte dazu. Einer sollte sich auf Dankbarkeit beziehen, ein weiterer auf die für Dein Leben wichtigen Schritte am nächsten Tag. Die beiden übrigen können variieren, beispielsweise

  • Menschen, die mir gut tun;
  • Dinge, die ich gerne machen oder erfahren möchte;
  • Orte, die ich gerne besuchen möchte;
  • Dein optimaler Arbeitsplatz;
  • der perfekte Tag.

Du wirst sehen, dass sich über eine Zeit (mindestens 30 Tage) ein roter Faden abzeichnet. Damit ist dann auch eine Richtung der Veränderung greifbar.

»Und wenn ich dies weiter erdulde?«

Wer sich über einen langen Zeitraum entgegen seiner Gefühle, Handlungsmotive und Werthaltungen durch den Alltag quält, wird auf Dauer wenig Freude daran haben. Nicht nur, dass diese fehlt, sondern der Körper reagiert auf diesen Stress (die Unstimmigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit) mit handfesten Symptomen bzw. psychosomatischen Beschwerden. Das raubt wiederum noch mehr Energie und Lebensfreude – eine perfekte Abwärtsspirale. Durchbreche sie.

»Es ist doch über gleich.«

Was unterscheidet den Menschen, der mit Freude seiner Arbeit nachgeht, voller Energie nach Hause kommt, und den Tag genießt, für jeden Moment dankbar ist, von jenem, der die Zeichen der Veränderung an sich erkennt? – Es ist das Zusammenpiel aus privaten und beruflichen Energiebringern, Glücksmomenten und vor allem den Umständen. Keine Organisation gleicht der anderen. Das gleiche Arbeitsfeld kann Dir in einem Umfeld Freude bereiten, in einem anderen zur Last werden. Nimm die Zeichen der Veränderung ernst und suche nach Perspektiven.

Karriere nach Maß © Sylvia NiCKELVideo: 7 Zeichen für einen Jobwechsel

Dieses Thema war Gegenstand der »Karriere nach Maß« im Oktober 2018. Das Video dazu findest Du → hier.

In dieser Reihe diskutieren wir Themen rund um Karriere und Netzwerken, live + online, an jedem 4. Mittwoch im Monat, 20–21 Uhr. Verpasse keine »Karriere nach Maß« mehr und trage Dich in die → Einladungsliste ein, ★GRATIS★, kostenfrei und unverbindlich.

Ein waches Ohr für Veränderungen,
Sylvia NiCKEL.

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der NiCKEL Business Performance, Oberhausen (http://2nc.de/).

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