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Nein © Sylvia NiCKEL

Nein: Das »Ja« zum Fokus3 Minuten Lesezeit

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In der letzten »Karriere nach Maß« befassten wir uns mit der Frage »Ist ein Nein ein Stolperstein?«. Hier ein paar Gedanken zum »Nein« im Beruf.

Warum Ja-Sagen ein Reflex ist

Als wir das Licht dieser Welt erblickten, da ging es erst einmal um eines: dazugehören. Ausgegrenzt überlebt kein Kind. Diese Suche nach Verbundenheit veranlasst uns daher zu allerlei Mindfucks, beispielsweise

  • wenn ich das ablehne, mag man mich nicht mehr;
  • wenn ich jetzt nein sage, bin ich draußen;
  • wenn ich mich jetzt abgrenze, bin ich für die anderen ein Sonderling.

Meist unbewusst sagen wir schnell »ja«, um als freundlich, zugehörig, gar verbunden zu gelten.  Aber jedes »Ja« bedeutet ein »Nein« zu Alternativen. Ich hoffe, zu letzteren gehören beim nächsten schnellen »ja« nicht Deine Ziele (in Deiner Rolle in der Organisation) 😉

»Nein« ist das »Ja« zum Fokus

Ein »Nein« auf Bitten anderer ist ein Statement. Es zeigt, dass Dir Dein Ziel in Deiner Rolle wichtig ist.  Was gehört also zu Deiner Rolle? Klar punktet und kommt vor allem für sich selbst voran, wer sich von seinem Fokus nicht ablenken lässt, auch nicht nur ein »kannst du mal eben …«. Es ist nicht Deine Aufgabe oder nicht die hohe Priorität, die sich andere wünschen. Bei großen Karrierefragen ist es vielleicht nicht Bestandteil deines Lebensziels. Dazu ein Schwank aus meiner Jugend:

Als ich im 7. Semester Wirtschaftswissenschaft studierte, da er erschloss sich für das Handelsunternehmen, für das ich als »Werksstudentin« in den Semesterferien und einige Stunden wöchentlich studienbegleitend arbeitete, mit den neuen Bundesländern ein neuer Markt. Schnell fragte man mich, ob ich nicht mal eben mein Studium so knapp vor dem Abschluss unterbrechen mag, um die zweite Zentrale in den neuen Bundesländern aufzubauen. »Nein« lautete meine Antwort. Erst das Studium, dann die Karriere;  denn ohne Fundament kein Haus (dieser Gedanke brachte mich einige Jahre später noch glatt in die Immobilienwirtschaft). Mir winkten damals ein gutes Gehalt und viele Möglichkeiten, doch mein persönlicher Fokus lag auf dem Studiumsabschluss. Ich bereue dieses Nein bis heute nicht. Im Gegenteil. Ich bin mir sicher, dass mich die Menschen, die mich einst darum baten, irgendwann erkannt haben, dass ein vernünftiger Mensch solches nur ablehnen kann.

3 Tipps für ein leichtes Nein

Wie klappt es denn nun mit dem Nein? Hier drei Tipps:

  1. Fokussiere Dich täglich. Was gehört zu einem erfolgreichen Tag heute, morgen und die nächsten Tage? Wenn Du Deine Tagesziele kennst, fällst Du nicht auf den Ja-reflex herein, denn Du weißt ja, dass Du schon Aufgaben im großen und Ganzen hast: Deine.
  2. Überlege Dir, was wäre, wenn
    nicht ich, sondern …
    nicht jetzt, sondern …
    nicht in dieser Form.
  3. Solltest Du doch dem Ja-Reflex erlegen sein: Don’t panic, realize! Suche das persönliche Gespräch und sage, dass es nach Prüfung doch nicht passt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei den kleinen Aufgaben und der ganz Großen,
Sylvia Nickel

Karriere nach Maß © Sylvia NiCKELKarriere nach Maß

Diese Thema war Gegenstand der Webinar-Serie »Karriere nach Maß« im August 2018. Die Aufzeichnung findest Du → hier.
An jedem 4. Mittwoch im Monat treffen wir uns um 20 Uhr live + online zu Karrierethemen. Trage Dich in die Einladungsliste ein: https://2nc.de/bunkern/karriere-nach-mass-netzwerken/gratis-webinar/

Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich → hier für Dich zusammengestellt.

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der NiCKEL Business Performance, Oberhausen (http://2nc.de/).

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