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Taceonitis © Sylvia NiCKEL

So beseitigst Du den Zeitfresser »Taceonitis«4 Minuten Lesezeit

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Taceonitis … WTF?!?  – Ein neues Buzzword macht die Runde und es stammt von mir 🙂 Was es damit auf sich hat, liest Du hier.

Taceonitis – Ich sage nichts

Mehrfach führte ich in den letzten Jahren Gespräche, in welche die Nomophobie, verbunden mit einer textbasierten Kommunikation, Gegenstand war. Die Gesprächspartner (m/w/d) – wie ich neuerlich in einer Stellenanzeige sah – waren wirklich entnervt und sagten Sätze wie diesen:

  • »Mich nervt, dass der (spezifische Mensch) nicht telefoniert, sondern mich mit E-Mails/PNs bombardiert
  • »Ich werde wirklich wütend, wenn ich drei Mal dasselbe schreibe und noch immer keine Lösung habe.«
  • »Es kommt da von (diesem spezifischen Menschen) null Reaktion. Ich habe dreimal angerufen: Anrufbeantworter. Ich habe drei E-Mails geschrieben. Null Reaktion – trotz Lesebstätigung.«

Alle Geprächspartner (m/w/d oder Gendersternchen – ach, da bin ich lieber politisch unkorrekt) einte eines: die Kommunikationsweise der Gegenseite nervt. Zu viel, zu wenig, zu unkonkret. Und das brachte ich als alter Lateiner auf »taceo« = »ich sage nichts«. Krankhaft, entzündlich, aber nicht unumkehrbar gehört ein »-itis« dazu. So viel habe ich mit Latein und eigenen medizinischen Erfahrungen gelernt (eine -ose gilt hingegen stets als Endstadium primär nicht-entzündlicher Erkrankungen). Daher die Taceonitis. Diese sollte man auch strickt trennen vom Mutismus.

Taceonitis versus Mutismus

Als »Mutismus« bezeichnet man krankhaftes Schweigen. Dies ist psychogen, also nicht auf körperliche Fehl- oder Unterfunktion zurückzuführen, sondern eine tief emotionale Entscheidung, meist auzusgelöst durch ein Trauma. Darum geht es bei der Taceonitis gerade nicht.

Die Taceonitis ist die Verweigerung des direkten Gesprächs durch Nutzung textbasierter Medien wie E-Mail und Messenger. Auch Voicemails können darunter fallen, denn allesamt zeichnet sie eines aus: einseitige Kommunikation, Vermeiden der direkten Gesprächssitutation. Und das kann ein enormer Zeitfresser sein – übrigens bei beiden Seiten.

Taceonitis © Sylvia NiCKEL

Zeitfresserpotenzial Taceonitis

Wer in einer Kommunikationskette einen Taceoniten hat, wird diese Folgen spüren:

  • Unzählige E-Mails oder/und Nachrichten gehen hin und her, statt ein einem Telefonat oder direkten Gespräch die Dinge zu klären. Häufig wird dabei der Adressatenkreis erweitert, gerne auch durch BCC.
  • Alle Beteiligten werden in den Wartemodus gedrängt und haben dadruch einen weiteren Punkt auf ihrer Aufgabenliste.
  • Da das direkte Feedback fehlt, besispielsweise bei Unklarheiten, mehren sich ärgerliche Mißverständnisse.

Übrigens ist die Taceonitis auch für die Betroffenen selbst keine zeitsparende Lösung. Sie schieben mit dem Verlegen des Kommunikationskanals das Erledigen in die nahe Zukunft und verlängern sich selbst ihre Aufgabenliste. Daher drei Tipps gegen Taceonitis.

3 Tipps gegen Taceonitis

Wenn Du unter der Taceonitis anderer leidest, dann nimm es nicht hin.

  1. Wechsel den Kommunikationsanal zum persönlichen Gespräch, in dem Du zwei Gesprächs-/Telefontermine vorschlägst.
  2. Legt im persönlichen Gespäch fest, wie Ihr komunizieren wollt.
  3. Bei Hartnäckigkeit mag eine Erkärung helfen. Drücke klar aus, dass dieser Kommunikationskanal nicht der Richtige ist und Du diesen nicht mehr berücksichtigst. Nutze einen Textbaustein, falls die Zahl der von Taceonitis befallener im Team oder im Arbeitsumfeld größer ist.

Du erkennst die Taceonitis bei Dir selbst? Dann ist es an der Zeit, an Veränderungen zu arbeiten. Stressoren erkennen und selbstbestimt abstellen gehört zum Programm de-stress yourself.

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Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich → hier für Dich zusammengestellt.

Ich wünsche dir einen entspannten Umgang mit der Taceonitis,
Sylvia Nickel

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der NiCKEL Business Performance, Oberhausen (http://2nc.de/).

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