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Später © Sylvia NiCKEL

Am liebsten entscheide ich sp√§ter ūüôÉ5 Minuten Lesezeit

Zuletzt aktualisiert am

Inbox auf, alles anschauen und dir geht der Gedanke durch den Kopf ¬Ľdas mache ich sp√§ter¬ę. Dies ist aber keine Entscheidung. H√§ttest du dich entschieden, dann h√§ttest du festgelegt, wann oder nach welcher anderen Aufgabe du dich damit befassen willst.

Die Inbox – Mutter jeder Prokrastination

Zun√§chst einmal ein paar Gedanken zum Begriff ¬ĽInbox¬ę: dies mag f√ľr viele der E-Mail-Eingang, die Mailbox, sein. Aber es geh√∂ren auch andere Eing√§nge dazu, etwa die, welche sich aus dem Online-Meeting, pers√∂nlichen Gespr√§chen, Messages und den Zurufen zwischen T√ľr und Angel ergeben, von den eigenen Eingebungen mal ganz abgesehen. ūüėé
Kurzum: wenn du erst einmal alles irgendwo sammelst ‚Äď beispielsweise in Google Notizen, EverNote, OneNote oder deinem Notiz- bzw. Generalbuch ‚Äď ist alles okay. Allerdings folgt auf das Sammeln der Inputs die Auswertung und damit die Entscheidung, m√∂glichst in einer t√§glichen Routine. Doch bevor ich zu den Routinen komme, m√∂chte ich einen kleinen Blick auf das Aufschieben oder die Prokrastination im Allgemeinen kommen.

Später © Sylvia NiCKEL

Zeitfalle aufschieben: ¬Ľsp√§ter¬ę

¬ĽSp√§ter entscheiden¬ę ist bereits eine Entscheidung, n√§mlich die, sich noch einmal mit der Aufgabe zu befassen. Du schiebst auf, statt dich festzulegen, denn auch dies umfasst eine Entscheidung. Dieses Aufschieben ist in dreifacher Hinsicht unklug, denn es kostet

  1. Zeit: jedes erneute Befassen kostet erneute Einarbeitungszeit: Worum ging es noch mal? Was war damit verbunden? ‚Äď √Ėkonomen sprechen von R√ľstzeiten, die es zu vermeiden gilt, denn derlei Synchronisationsprobleme sind nicht-wertsch√∂pfend.
  2. Energie: jedes Mal setzt du den ber√ľhmten Hirnschmalz ein. Diese Energie fehlt dir an anderer Stelle, beispielsweise deinen privaten Leidenschaften nachzugehen.
  3. Konzentration: du blockierst dich mit der weiterlaufenden Aufgabe im Unterbewusstsein, auch wenn dir dies nicht bewusst ist; das kostet wiederum Energie und Zeit und du f√ľhlst dich ersch√∂pft.

Stelle dir vor, dein Rechner w√ľrde st√§ndig hoch- und herunterfahren, um ¬Ľschnell¬ę das System zu checken. Er w√§re f√ľr dich untauglich, denn der Rechner w√§re blockiert. Warum gehst du dann so mit deinen geistigen Kapazit√§ten um? ‚Äď Ich m√∂chte dich mit dieser Erkenntnis nicht im Regen stehen lassen, denn es gibt eine einfache Strategie gegen das aufschieben: Das Direktprinzip. Alles, was du jetzt entscheiden kannst, belastest dich sp√§ter nicht mehr. Ganz einfach ist dies bei kleinen Aufgaben mit wenig Zeitumfang.

Anders gestaltet es sich bei Entscheidungen mit fundamentaler Auswirkung wie beispielsweise der Umzug¬† in eine andere Region oder die Weiterbildung in f√ľnf Jahren. Und hier ist die gute Nachricht f√ľr Aufschieber: manchmal ist Prokrastination Gold wert, aber wirklich nur manchmal. ūüėé

¬ĽProcrastinare¬ę war einmal was Gutes

Das heutige ¬Ľaufschieben¬ę wurde im Zeitablauf umgedeutet, denn es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: vertagen, verschieben. Dies mag sinnvoll sein, wenn (subjektiv empfunden) gen√ľgend Zeit da ist, die Emotionen die √úberlegungen zurzeit dominieren oder unzureichende Informationen vorhanden sind.

Muss es wirklich jetzt entschieden werden? ‚Äď Heute scheint die Zeit stets zu dr√§ngen. In Zeiten der Sofortness wird damit ein zus√§tzlicher Druck auf die Entscheidenden aufgebaut.¬†Im Artikel ¬Ľasap – Nichts ist so dringlich wie es scheint¬ę spreche ich √ľber die Dringlichkeitsfalle. Du kennst sie vielleicht aus Verkaufsgespr√§chen, in welchen zeitlicher Druck aufgebaut wird (nur heute noch m√∂glich usw.). Einige wenige Dinge sollten wir auch reifen lassen. Dies ist auch eine Entscheidung, die du jetzt bewusst treffen kannst. Denn damit wandert die Erinnerung in die Aufgabenliste oder zumindest in den Hinterkopf. Es gilt:

Dies ist keine Pauschalausrede. Was wirklich Zeit f√ľr eine Entscheidung braucht, musst du auf sp√§ter vertragen. Vielleicht sind es besonders wichtige Dinge, die jetzt (noch) nicht dringlich sein? Es sind sehr wenige Dinge im Leben. Die anderen lassen sich sofort entscheiden. Die Dinge, welche Zeit brauchen, sind stets pers√∂nliche. Vielleicht haben sie mit deinem Status zu tun oder dem, was du von dir forderst (aber nicht lebst).

3 Tipps f√ľr deine Entscheidungsroutine

Sundown Rule © Sylvia NiCKELSchneller oder eher: besser entscheiden kann erlernt werden. Mit der Sundown Rule stellst du am Abend die Frage nach den noch offenen Fragen. Sind sie nicht entscheidungsreif, so gebe sie in den Fluss der Gedanken und am besten auch in ein Wiedervorlagesystem bzw. die Aufgabenliste, zumindest in ein Notizbuch. Aber Achtung: allzu häufiges Vertagen kostet Energie und hält die Aufmerksamkeit auf den Sachverhalt.

Wer lieber Apps mag, sollte sich mit¬†Do it (tomorrow) versuchen. Diese App kennt nur zwei Kalenderseiten: heute und morgen. Vor- und Nachteile beschreibe ich im gleichnamigen Artikel ¬Ľdo it (tomorrow)¬ę.

Was auch immer du schiebst. Dieses Thema wird dich nicht wirklich verlassen bis du es entschieden hast. ‚Äď Vielleicht ist es nicht die fundamentale Entscheidung, sondern der erste Schritt? Dann orientiere dich an der 72-Stunden-Regel. Warum diese wichtig ist und wie sie funktioniert, findest du im Artikel ¬Ľwarum dir ein gutes Aufgabenmanagementsystem bei der 72-Stunden-Regel hilft¬ę.

¬ĽAm liebsten entscheide ich sp√§ter¬ę ist somit eine bewusste Entscheidung, um weitere Informationen in der Zwischenzeit zu sammeln oder Sachverhalte zu kl√§ren. Was dies nicht ben√∂tigt kann jetzt entschieden werden.

Ich w√ľnsche dir Entscheidungsfreude.
Decide it & N.JOY your work,
Sylvia Nickel

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-√Ėkonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der NiCKEL Business Performance, Oberhausen (http://2nc.de/).

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