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Journaling © Sylvia NiCKEL

Was Dir Journaling bringt4 Minuten Lesezeit

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Ein Trendbegriff mit steigendem Interesse ist das »Journaling«. Worum es dabei geht und was es Dir bringt, darum geht es in diesem Artikel.

Journaling: ein neuer Hype?

Journaling und Tagebuch sind alte und lang bewährte Methoden der Selbstführung. Bereits zu Zeiten der Geheimgesellschaften im 18. Jahrhundert wird insbesondere das Journaling eingesetzt, um zum »besseren Ich« zu gelangen. Auch der deutschsprachige »Papst« der Selbstführung, Gustav Großmann, verweist in seinem Werk »Sich selbst rationalisieren« auf die Kraft der schriftlichen Reflexion. Und seit den 1970ern gehört das Journaling zum Methodenkoffer der Persönlichkeitsentwicklung. Es entwickelten sich zahlreiche Varianten sowie die der zwölf Fragen von Claus Otto Schramer [Nachtrag 28.02.2018: der Link zu den Fragen wurde leider entfernt].

Journaling: das ist doch wie Tagebuch schreiben … ?!?

Zwar geht es bei beiden Formen um eine chronologische Aufzeichnung, doch der Zweck ist ein anderer:

  • Diary/Tagebuch schreiben: Festhalten, was passiert ist, wie man sich fühlt usw.; Sinn und Zweck des Tagebuchs ist primär die Aufzeichnung, beispielsweise um diese später noch einmal aufzuarbeiten. Insofern ist es ein Tracing der Lebenszeit. Was habe ich wann wo gemacht?
  • Journaling/reflektierendes Schreiben bedeutet hingen die bewusste Reflexion, beispielsweise anhand von Leitfragen. Ziel ist, das Mindset zu schärfen und bewusster den Alltag zu meistern. Also ist Journaling ein klassisches Instrument der Selbstführung. Hier steht die Frage im Mittelpunkt: was habe ich wann mit welchem Erfolg gemacht und wie kann ich eine Wiederholung oder Verbesserung sicher stellen?

Journaling: so gehst Du vor

Ob handschriftlich oder mit einer App – dies bleibt Dir überlasen. Es eignen sich ein schönes, nur für diesen Zweck zu nutzendes Notizbuch oder eine App wie beispielsweise OneNote oder Evernote. In letzteren kannst Du eine eigenes Journaling-Buch anlegen.

Für das Journaling eignet sich insbesondere der Abend, denn es hilft zugleich, sich auf den nächsten Tag einzustimmen. Den Rest besorgt das Gehirn während des Schlafs. Und das ist nachvollziehbar: wer mit dem Gedanken »morgen schon wieder ein Horrortag« einschläft wird mit einer anderen Stimmung erwachen als mit dem Gedanken »dieses war heute gut und morgen ist jenes wichtig.«

Natürlich ist es wichtig, was Deine Leitfragen sind. So wie beim Buch der Erfolge können dies beispielsweise sein:

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Was hat mich heute voran gebracht?
  • Was wünsche ich mir in meinem Leben?

Journaling kann sich aber auch auf einen bestimmten Lebensbereich, den Beruf, die Ernährung, den Sport, die Familie usw. beziehen. Dann sind sind Fragen enger. Beispielsweise beruflich:

  • Was habe ich heute für den Erfolg von morgen getan?
  • Was habe ich heute gelernt?
  • Wie kann ich den morgigen Tag erfolgreich gestalten?

Es gehört übrigens auch dazu, sich nicht auf das Negative zu konzentrieren (»was lief denn heute wieder schief?«), sondern auf das Gute, das Erwünschte, das, was geklappt hat, und welche Chancen und Möglichkeiten sich eröffnen.

Journaling und Mindset

Der Erfolg wird nicht gleich am zweiten Tag sichtbar sein. Doch die Konzentration auf das, was gut ist (Dankbarkeit), und auf das, was Du fokussierst (Wünsche und Ziele), wird Deine Gedanken verändern. Sie werden präsenter und Du handelst fokussierter.

Ich nutze diese Methode seit vielen Jahren, jedoch nicht durchgehend, sondern anlassbezogen: immer, wenn ich merke, an irgendeiner Stelle läuft es nicht so rund, wie ich es mir wünsche, reflektiere ich bewusst, meist in einer schnöden Word-Datei, gerne aber auch auf einem Blankoblatt meines Generalbuchs 😉

Wunderwaffe Journaling © Sylvia NiCKELOnline-Seminar »Wunderwaffe Journaling«

In diesem, Webinar erfährst Du noch mehr über dieses wirksame Instrument der Selbstführung. Mehr erfahren …

Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Viel Erfolg mit dem Journaling,
Sylvia Nickel

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Autor: Sylvia Nickel

Diplom-Ökonomin. Freiberuflich beratend seit 1992 & Inhaberin der NiCKEL Business Performance, Oberhausen (http://2nc.de/).

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